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Auf diese Startups steht der Thermomix-Macher Vorwerk

Im Portfolio von Vorwerk Ventures befinden sich bekannte Startups und Grownups wie flaschenpost.de, Horizn Studios, Lillydoo, Juniqe und ottonova. Auf der schon längeren Exit-Liste von Vorwerk Ventures stehen bereits illustre Namen wie HelloFresh, Tennis-Point und MeinAuto.de. ,
Auf diese Startups steht der Thermomix-Macher Vorwerk
Montag, 23. September 2019VonAlexander Hüsing

Mit dem Investment-Vehikel Vorwerk Direct Selling Ventures, in der kurzen Variante Vorwerk Ventures, investiert die bekannte Wuppertaler Vorwerk-Gruppe (Thermomix, Kobold und Co.) seit 2007 in junge Unternehmen.  Der Investmentarm des milliardenschweren Konzerns investiert dabei zwischen 1 und 10 Millionen Euro in junge Startups und Grownups. “Unser Investitionsfokus liegt auf Direct-to-Consumer Geschäftsmodellen”, teilt der Evergreen Fund mit.

Hier einmal alle bekannten Startups, in die Vorwerk Ventures in den vergangenen Jahren investiert hat. Gerade erst stieg der Geldgeber bei einem neuen Projekt von Rocket Internet ein – siehe: “Rocket und Foodora-Gründer planen die Roboter-Küche“. Auf der schon längeren Exit-Liste von Vorwerk Ventures stehen bereits illustre Namen wie HelloFresh, Tennis-Point und MeinAuto.de. Aber auch Vollflops wie Lesara. Zumindest aber an HelloFresh dürfte der Geldgeber gut verdient haben.

CrossEngage
Die Technologie des Startups CrossEngage ermöglicht es Werbetreibenden, ihre Zielgruppen durch individualisierte Botschaften sowie durch die automatisierte Auswahl und Kombination der Marketing-Kanäle zu erreichen. Das Startup wurde von Markus Wübben und Manuel Hinz gegründet.  Vorwerk Ventures, Earlybird Venture Capital, Project A Ventures, die IBB Beteiligungsgesellschaft, Cavalry Ventures, 42 Capital, Capnamic Ventures, Ventech und TA Ventures investierten zuletzt 5 Millionen Euro in das Unternehmen.

flaschenpost.de
Das bekannte Getränke-Startup flaschenpost.de, das in den vergangenen Jahren über 70 Millionen Euro eingesammelt hat, gehört zu den ganz heißen Startups im Lande. Gerade erst drängte das Unternehmen in den lukrativen Handel mit Alkohol. Dafür gründete das Münsteraner Unternehmen in Berlin den Ableger Bevbox, eine 100-prozentige Tochter. Ansonsten ist flaschenpost.de dafür bekannt, Getränke auszuliefern – und zwar mit einer eigenen Flotte.

HelloFreshGO
HelloFreshGo, ein Ableger von HelloFresh, das Vorwerk früher auch finanziert hat, bietet Lunch-Kühlschranke mit Snacks, Fertiggerichten und Getränken an, die per Fingerabdruck oder einer Mitgliedskarte genutzt werden können. Im Oktober 2018 gründete HelloFresh sein B2B-Angebot HelloFreshGO in eine eigenständige Gesellschaft aus. Auch Bitburger Ventures und Movendo Capital investierten bereits in das Unternehmen.

Horizn Studios
Das Smart-Luggage-Startup Horizn Studios sammelte zuletzt üppige 10 Millionen ein. Insgesamt flossen bereits rund 25 Millionen in das Berliner Unternehmen. Der Aufbau von Horizn – seit dem Start im Jahre 2015 – kostete bisher rund 11,4 Millionen.  Das Berliner Smart-Luggage-Startup, das 2015 von Stefan Holwe und Jan Roosen gegründet wurde, vertreibt unter anderem ein Hartschalen-Kabinengepäck mit Fronttasche für Laptop und Co., mit herausnehmbarer Powerbank, mit der sich Smartphones und Tablets unterwegs aufladen lassen.

Lillydoo
Das Frankfurter Startup Lillydoo, eine Jungfirma, die Windeln und Feuchttücher verkauft, legt seit dem Start einen enormen Lauf hin. Für dieses Jahr peilt das junge Unternehmen, das 2015 gegründet wurde, einen Umsatz in Höhe von 80 Millionen Euro an. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz des Unternehmen bei rund 40 Millionen. Amtlich verbürgt ist der Umsatz aus dem Jahre 2017. Damals kam das Startup auf einen Umsatz in Höhe von 12,1 Millionen. Im Jahr zuvor waren es gerade einmal 1,6 Millionen.

Juniqe
Das kunstvolle Berliner Startup Juniqe, das von Lea Lange, Marc Pohl und Sebastian Hasebrink gegründet wurde, sammelte bis Ende 2017 bereits 19,4 Millionen ein. Die Verluste seit dem Start summieren sich bereits auf 19,1 Millionen. 2017 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 15,2 Millionen Euro – neue Zahlen gibt es bisher nicht. Zu den Investoren von Junique gehören neben Vorwerk auch Highland Capital Partners Europe, Redalpine und der HighTech Gründerfonds (HTGF).

Mädchenflohmarkt
Second Hand-Mode, also der Kauf und Verkauf von sogenannter Preloved Fashion, ist seit 2016 ein ganz großes Thema. Das Stuttgarter Startup Mädchenflohmarkt mischt in diesem Segment bisher gekonnt mit. Catalpa, das Family Office der Familie Breuninger, investierte zuletzt gemeinsam mit Vorwerk Ventures in das junge Unternehmen.

ottonova
Die private Krankenversicherung ottonova, die am 21. Juni 2017 an den Start ging, war die erste Neugründung einer Krankenversicherung in Deutschland seit fast zwei Jahrzehnten. 40 Millionen Euro flossen bereits in ottonova aus München. Zu den Investoren des InsurTechs gehören auch Holtzbrinck Ventures, Tengelmann Ventures, btov und STS Ventures.

smartfrog
In den vergangenen Jahren wanderten rund 50 Millionen in das Berliner Startup Smartfrog. Die Jungfirma, die 2014 gegründet wurde, kümmert sich um das trendige Thema Sicherheit und bietet internetfähige Kameras (samt Cloudspeicher) zur Heimüberwachung an. In diesem Jahr peilt das Unternehmen, das bereits 100 Mitarbeiter beschäftigt, einen Umsatz von rund 50 Millionen Dollar an.

Thermondo
Insgesamt flossen bereits 51 Millionen in Thermondo. Der Aufbau des Unternehmens kostete aber auch schon 31 Millionen. Das Berliner Startup digitalisiert seit 2012 die Welt der Heizungsbauer. 2017 verkündete Thermondo seine letzte große Finanzierunsgrunde. Vorwerk Ventures, der niederländische Energieversorger Eneco, Holtzbrinck Ventures und die Investitionsbank Berlin (IBB) investieren damals 21 Millionen in das Unternehmen.

Aktuelle Beteiligungen in Kurzform: Dinner for Dogs (Tiernahrung), Stowa (Uhren), Vaniday, eine Buchungsplattform für Beauty-Termine.
Ehemalige Beteiligungen: DaWanda, Enjo, gestigon, HelloFresh, Lesara, MeinAuto.de, neato, Paul Direkt, Pippa&Jean, Ringana, Stylefruits, Tennis-Point.

Lesetipp: In unserer Rubrik #Portfolio durchleuchten wir regelmäßig die Beteiligungen von bekannten Venture Capital-Gebern

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Foto (oben): Vorwerk

Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.