Der Club der magischen Startup-Einhörner

In der weltweiten  Startup-Szene glauben Gründer:innen und vor allem Investorinnen sowie Investoren tatsächlich an Einhörner, auf Englisch Unicorn. In Europa und insbesondere in Deutschland waren Einhörner, also Unternehmen, die vor dem Exit oder IPO 1 Milliarde US-Dollar wert sind, bisher selten. Zuletzt stieg die Zahl der deutschen Einhörner jedoch rapide!

Hier unsere Liste der (aktuellen) Einhörner in Deutschland. Weiter unten dann noch eine kleine Sammlung mit Startups, die mal Einhörner waren bzw. es im Laufe der Zeit – auch nach dem Exit oder einem IPO – überhaupt einmal zu einer solchen Mega-Bewertung geschafft haben.

Deutschland, Deine Einhörner

Agile Robots
SoftBank, Abu Dhabi Royal Group, Hillhouse Ventures, Sequoia Capital China und Linear Capital sowie mehrere strategische Investoren investierten im September 2021 stattliche 220 Millionen US-Dollar in Agile Robots (München). Im Rahmen der Investmentrunde wurde Agile Robots mit mehr als 1 Milliarde Dollar bewertet. Die Jungfirma positioniert sich als “Robotik-Software-Plattform-Unternehmen”. Im Jahr zuvor flossen bereits 130 Millionen in das Münchner Robotik-Startup, das 2018 gegründet wurde.

Berlin Brands Group
Im September 2021 investierte das Privat-Equity-Unternehmen Bain Capital 700 Millionen Dollar in die Berlin Brands Group (Berlin). Im Zuge dieser Transaktion, bei der Bain Capital auch den Investor Ardian rauskaufte, wurde der D2C-Pionier Berlin Brands Group, 2005 gegründet, mit 1,2 Milliarden US-Dollar bewertet und erreichte damit Unicorn-Status. Berlin Brands Group erwirtschaftete 2020 einen Umsatz in Höhe von 334 Millionen Euro. Über 900 Mitarbeiter:innen wirkten beim Investment für das Unternehmen.

Celonis
Accel und 83North investierten im Sommer 2018 50 Millionen US-Dollar in das Process Mining-Startup Celonis (München). Mit der Finanzierungsrunde stieg das Unternehmen zum Unicorn auf. Die Jungfirma, die 2011 gegründet wurde, unterstützt Unternehmen dabei, operative Prozessabläufe zu verstehen und zu verbessern. Zuvor wanderten bereits 27,5 Millionen Dollar in Celonis. 2021 sammelte Celonis dann 1 Milliarde Dollar ein und stieg zum ersten deutschen Decacorn auf. Bewertung: 11 Milliarden.

commercetools
Accel und die Altinvestoren Insight Partners und REWE Group investierten im September 2021 rund 140 Millionen US-Dollar in die E-Commerce-Lösung commercetools (München). Die Bewertung lag bei 1,9 Milliarden Dollar. Commercetools wurde 2006 von Denis Werner, René Welches und Dirk Hörig gegründet. 2014 übernahm der Handels- und Touristikkonzern Rewe commercetools, der Kaufpreis lag damals gerade einmal bei 6,5 Millionen.

Contentful
Tiger Global investierte im Juli 2021 gemeinsam mit Base10 Advancement Initiative und Tidemark 175 Millionen US-Dollar in Contentful (Berlin). Die Bewertung stieg dabei auf 3 Milliarden Dollar. Das Berliner Startup, das 2013 von Sascha Konietzke und Paolo Negri gegründet wurde, positioniert sich als sogenanntes “Headless CMS”. Über das Startup können Content-Builder. also Entwickler, Designer und Content Creator, Inhalte erstellen und für alle Kanäle und Geräte verbreiten.

Flink
Der US-Lieferdienst DoorDash investierte im September 2021 gemeinsam mit Altinvestoren “mehrere hundert Millionen Dollar” in den Flash-Supermarkt Flink (Berlin). Bewertung: 2,1 Milliarden US-Dollar liegen. Delivery-Hero-Investor Prosus, der Staatsfonds Mubadala (Abu Dhabi) und US-Investor Bond (Airbnb, Uber) investierten erst im Sommer zuvor 240 Millionen US-Dollar in Flink. Hinter Flink, 2020 gegründet, stecken vor allem Christoph Cordes (Fashion4Home, Home24), Oliver Merkel (Bain & Company) und Julian Dames (Foodora).

FlixMobility / Flixbus
Neben General Atlantic, Holtzbrinck Ventures und Daimler investierte 2016 auch der US-Kapitalgeber Silverlake in FlixMobility/Flixbus (München). Insgesamt flossen bis Ende 2016 rund 283 Millionen Euro in dien Vermittler von Busreisen. Mit der Runde soll Flixbus, das 2011 von Jochen Engert, Daniel Krauss und André Schwämmlein gegründet wurde, zum Unicorn aufgestiegen sein. 2021 investierten Canyon Partners und Co. dann 650 Millionen Dollar Eigen- und Fremdkapital in das Unternehmen. Die Bewertung: 3 Milliarden Dollar.

Forto
Der japanische Kapitalgeber Softbank investierte im Sommer 2021 gemeinsam mit Citi Ventures und G Squared sowie Altinvestoren wie Northzone, Cherry Ventures und Unbound 240 Millionen US-Dollar in Forto (Berlin). Die Bewertung lag bei 1,2 Milliarden Dollar. Forto früher als FreightHub bekannt, wurde 2016 von Ferry Heilemann, Fabian Heilemann, Erik Muttersbach und Michael Wax gegründet. Die Jungfirma vermittelt Aufträge zur Container-Beförderung an Transportunternehmen.

GetYourGuide
SoftBank, Temasek, Lakestar, Korelya Capital und Heartcore Capital investieren 2019 eine dreistellige Millionensumme in das Travel-Startup GetYourGuide (Berlin). Der Presseaussendung zufolge flossen 484 Millionen US-Dollar in das Grownup. Insgesamt flossen bis zu diesem Zeitpunkt über 600 Millionen in GetYourGuide, das 2008 von Johannes Reck, Martin Sieber, Tobias Rein und Tao Tao gegründet wurde. Die Bewertung soll bei rund 1,78 Milliarden gelegen haben.

Gorillas
Tencent, Coatue, DST Global und Co. investieren 2021 stattliche 244 Millionen Euro in den sehr jungen Flash-Supermarkt Gorillas (Berlin), der im März 2020 von Kagan Sümer und Jörg Kattner gegründet wurde. Das Startup, das Lebensmittel in wenigen Minuten liefert, erreichte bei dieser Investmentrunde zudem eine Bewertung von mehr als 1 Milliarde Dollar – und somit Einhorn-Status. “So schnell wie noch kein Startup in Europa zuvor”, teilte das Unternehmen damals stolz mit.

Mambu
Spotify-Investor TCV investierte 2021 gemeinsam mit Tiger Global und Arena Holdings sowie den Altinvestoren Bessemer Venture Partners, Runa Capital und Acton Capital 110 Millionen Euro in Mambu (Berlin). Das FinTech, das 2011 an den Start ging, ermöglicht Bankdienstleistern Kredit-Produkt in kurzer Zeit zu entwickeln. Mit der Finanzierungsrunde stieg die Unternehmensbewertung von Mambu auf über 1,7 Milliarden Euro.

N26
Insight Venture Partners und GIC, ein Investmentfonds des Staates Singapur, investierten Anfang 2019 beachtliche 300 Millionen Dollar in das FinTech N26 (Berlin), das 2013 gegründet wurde. Die Bewertung stieg dabei auf 2,7 Milliarden Dollar. Valar Ventures, der singapurische Staatsfonds GIC und der New Yorker Risikokapitalgeber Insight Venture Partners investierten 2020 weitere 100 Millionen Dollar in das Grownup. Die Bewertung lag bei 3,5 Milliarden Dollar.

Omio
Kinnevik, Temasek und Hillhouse Capital investierten Ende 2018 mächtige 150 Millionen US-Dollar in Startup Omio (Berlin), früher als GoEuro bekannt. Die Reisesuchmaschine, 2013 gegründet, sammelte zuvor bereits rund 150 Millionen Dollar ein. Mit der Finanzierungsrunde stieg GoEuro, damals in 36 Ländern unterwegs, zum Unicorn auf. 2020 investieren Temasek, Kinnevik, Goldman Sachs und Co. dann weitere 100 Millionen Dollar in das Travel-Startup.

Personio
Der amerikanische Geldgeber Meritech investierte 2021 gemeinsam mit Altinvestoren wie Index Ventures 175 Millionen US-Dollar in Personio (München), eine HR-Softwarelösung für kleine und mittelständische Unternehmen. Die Unternehmensbewertung der Münchner stieg dabei auf 1,7 Milliarden Dollar. Personio wurde 2015 von Hanno Renner, Roman Schumacher, Arseniy Vershinin und Ignaz Forstmeier gegründet.

Raisn / Deposit Solutions
Die Deutsche Bank investierte 2019 in das FinTech Deposit Solutions (Hamburg) – bekannt für Zinspilot und savedo. Im Zuge der Investmentrunde stieg die Bewertung der Jungfirma auf über 1 Milliarde Dollar. Das FinTech, das 2011 von Tim Sievers gegründet wurde, positioniert sich als sogenannte Banking-Plattform für Spareinlagen. 2021 fusionierte Deposit Solutions mit dem Wettbewerber Raisn (Berlin). Raisin, in Deutschland als WeltSparen bekannt, wurde 2012 von Tamaz Georgadze, Frank Freund und Michael Stephan gegründet.

Scalable Capital
Der chinesische Techkonzern Tencent und Altinvestoren investieren Mitte 2021 imposante 180 Millionen US-Dollar in Scalable Capital (München). Der digitale Vermögensverwalter, der 2014 von Florian Prucker, Erik Podzuweit, Patrick Pöschl, Adam French und Stefan Mittnik gegründet wurde, stieg mit dieser Investmentrunde zum Unicorn auf. Die Bewertung lag bei 1,4 Milliarden Dollar. Insgesamt flossen bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt 320 Millionen Dollar in das FinTech.

sennder
Hedosophia, Accel, Lakestar, HV Capital, Project A und Scania investierten 2021 weitere 160 Millionen US-Dollar in sennder (Berlin). Das Logistik-Startup, das 2015 von Julius Köhler, Nicolaus Schefenacker und David Nothacker gegründet wurde, stieg mit der erneuten Finanzierungsrunde – wie erwartet – zum Unicorn auf. Die Pre-Money-Bewertung lag damals bei 900 Millionen, die Post-Money-Bewertung somit bei rund 1,1 Milliarden Dollar.

solarisBank
Decisive Capital Management und die Altinvestoren investierten im Juli 2021 beachtliche 190 Millionen Euro in die solarisBank (Berlin). Das junge Banking as a Service-FinTech steigt dabei – wie erwartet – zum Unicorn auf. Die Post-Money-Bewertung liegt bei 1,4 Milliarden Euro. Die solarisBank, die 2016 von Marko Wenthin, Andreas Bittner und Peter Grosskopf gegründet wurde, verfügt über eine Vollbanklizenz und ist deswegen ein wichtiger Partner zahlreicher Unternehmen.

SumUp
Für das deutsch-britische FinTech SumUp (London, Berlin), das 2016 mit dem Wettbewerber payleven fusionierte, arbeiten inzwischen mehr als 1.000 Mitarbeiter. Beim Umsatz hat das FinTech, das 2012 gegründet wurde, nach eigenen Angaben längst “die 200 Millionen US-Dollar-Schwelle überschritten”. Die Bewertung des Unternehmens soll inzwischen bei rund 3 Milliarden Dollar liegen.

Tier Mobility
Zu den Investoren von Tier Mobility (Berlin), einem Mobility-Startup, das E-Scotter und E-Roller verleiht, gehören bekannte Namen wie wie SoftBank, Mubadala Capital, Northzone, Goodwater Capital und White Star Capital. Das Unternehmen, das 2018 von Lawrence Leuschner, Matthias Laug und Julian Blessin gegründet wurde, stieg 2021 zum Unicorn auf.

Trade Republic
Sequoia, TCV und Thrive Capital sowie die Altinvestoren investierten 2021 beachtliche 900 Millionen US-Dollar in Trade Republic (Berlin). Die Bewertung lag bei 5 Milliarden Dollar. Das FinTech, das 2015 von Christian Hecker, Thomas Pischke und Marco Cancellieri gegründet wurde, erhielt zuletzt 62 Millionen Euro – unter anderem von Accel und Founders Fund. Hinter Trade Republic verbirgt sich ein mobiler und provisionsfreier Broker mit dem Kunden mobil und provisionsfrei mit Aktien, ETFs und Derivate handeln können.

wefox
Omers Ventures, Merian Chrysalis und Samsung Catalyst sowie die Altinvestoren investierten 2019 in Summe 110 Millionen US-Dollar in das InsurTech wefox (Berlin), das 2014 in der Schweiz an den Start ging. Zuvor flossen bereits 125 Millionen Dollar in wefox – unter anderem von Mubadala Ventures. Die Geldgeber bewerten das Startup damals mit mehr als 1 Milliarde Dollar. 2021 sammelte wefox weitere 650 Millionen Dollar ein. Die Bewertung stieg auf 3 Milliarden Dollar.

Check24
Zu guter Letzt noch ein Hinweis auf Check24 (München)- Auch der Preisvergleich, im Jahre 1999 gegründet, gehört wohl zu den seltenen Einhörnern in Deutschland. Dealroom.co bewertetet das Unternehmen bereits 2018 mit 1,5 Milliarden Euro.

Historische deutsche Einhörner (und andere Milliarden-Firmen)

About You
Heartland, die Beteiligungsholding des gewichtigen Bekleidungsunternehmens Bestseller, investierte im Sommer 2018 gemeinsam mit den Altgesellschaftern (darunter Seven Ventures) 300 Millionen US-Dollar in den Otto-Ableger About You (Hamburg). Die Bewertung stieg dabei auf rund 1 Milliarde Dollar. Das 2014 gegründete Unternehmen, das von Tarek Müller geführt wird, strebte damals einen Umsatz von 480 Millionen Euro an. Im Juni 2021 ging About You an die Börse. Die Marktkapitalisierung lag bei 3,9 Milliarden.

Auto1
Der Auto-Großhändler Auto1 (Berlin) ging bereits 2012 an den Start. Anfangs war das Startup, eine Händlerbörse für Gebrauchtwagen, unter dem Namen PKW1.net unterwegs. Zum Unternehmen gehören aber auch Plattformen wie wirkaufendeinauto.  Anfang 2018 investierte Softbank 460 Millionen in das Startup. Im Rahmen des Deals wurde das Startup mit 2,9 Milliarden Euro bewertet. Zum Unicorn stieg Auto1 aber bereits 2015 auf. Im Februar 2021 ging Auto1 an die Börse. Die Papiere starteten mit 55 Euro in den Handel. Daraus ergab sich eine Bewertung von knapp 12 Milliarden Euro.

Delivery Hero
Rund um den Pizzavermittler Delivery Hero (Berlin) wurden in den vergangenen Jahren Milliardensummen bewegt. Delivery Hero, gegründet 2011, wurde bereits im Sommer 2015 mit stattlichen 3,1 Milliarden Dollar bewertet. Zum Börsengang im Sommer 2017 lag die Bewertung dann bei beachtlichen 4,5 Milliarden Euro. Der IPO brachte damals 465 Millionen Euro in die Kasse von Delivery Hero.

Global Fashion Group (GFG)
Die Global Fashion Group (Luxemburg, Berlin), die 2011 an den Start ging, vereint Mode-Shops wie Lamoda in Russland, Namshi im Nahen Osten, Dafiti in Südamerika, Jabong in Indien und Zalora in Südostasien. Vor dem geplanten IPO, der 2019 stattfand, waren Kinnevik (35 %) und Rocket Internet (20 %) die wichtigsten Investoren des Unternehmens. Kinnevik führte die Fashionfirma zuvor mit einer Bewertung von 1,3 Milliarden Euro.

HelloFresh
Der Kochboxendienst HelloFresh (Berlin) wagte Ende 2017 den Sprung an die Börse. Die Bewertung lag dabei bei 1,7 Milliarden Euro. 2015, beim gescheiterten IPO, lag die Bewertung noch bei 3,3 Milliarden Euro. Inklusive der Platzierungsreserve sammelte Hellofresh beim IPO 318 Millionen Euro ein. Investoren wie Rocket Internet und Vorwerk Ventures verkauften zeitnah nach dem Börsengang den Großteil ihrer Anteile.

Hypoport
Die Geschichte von Hypoport (Berlin) beginnt im Jahre 2001. Zum börsennotierten Finanzdienstleister, der IPO fand im Jahre 2007 statt, gehören Marken wie Europace, Vergleich.de und Smart InsurTech. 2018 lag die Marktkapitalisierung von Hypoport, das von Ronald Slabke geführt wird, erstmals bei über 1 Milliarde Euro.

Lilium
Der Tesla-Investor Baillie Gifford investierte 2020 rund 35 Millionen US-Dollar in den Flugtaxi-Entwickler Lilium (München). Die Bewertung lag bei über 1 Milliarde Dollar Der Lufttaxi-Hersteller, der 2015 von den vier Ingenieuren Daniel Wiegand, Sebastian Born, Patrick Nathen und Matthias Meiner gegründet wurde, konnte bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt 275 Millionen Dollar einsammeln. Im September 2021 ging Lilium via SPAC an die Börse und erhielt dadurch 584 Millionen Dollar. Die Bewertung lag bei 3,3 Milliarden Dollar.

Scout24
Ende 2013 übernahm die Private Equity-Gesellschaft Hellman & Friedman  70 % der Scout24-Gruppe (München). Die Unternehmensbewertung lag damals bei 2 Milliarden Euro. Ende 2015 ging die Mutter von ImmobilienScout24 und AutoScout24 an die Börse. Die Marktkapitalisierung lag dabei bei 3,2 Milliarden Euro. Anfang 2019 wurde bekannt, dass Hellman & Friedman und Blackstone die Scout24 kaufen wollen. Kaufpreis: 4,7 Milliarden Euro.

Teamviewer
Teamviewer (Göppingen) wurde 2014 vom Private-Equity-Unternehmen Permira übernommen. 1,1 Milliarden US-Dollar soll Permira dabei für Teamviewer, 2005 gegründet, eine Fernwartungssoftware für Online-Support und Co., gezahlt haben. Die Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Vista wollten 2017 dann die Hälfte des Unternehmens übernehmen – und boten damals 850 Millionen (Bewertung: 1,7 Milliarden Euro). Der Deal kam aber nicht zu Stande. 2019 ging Teamviewer an die Börse. Zum Ausgabepreis wurde Teamviewer damals mit 5,25 Milliarden Euro bewertet.

trivago
Im Dezember 2016 ging der Startup-Star trivago (Düsseldorf) an die Börse und holte sich dabei 287 Millionen Dollar ab. Die Bewertung lag damals bei 2,9 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2012 übernahm Expedia 61,1 % an trivago und zahlte dafür 477 Millionen Euro. Damals wurde das Unternehmen somit mit etwa 770 Millionen Euro bewertet. Die Hotelsuche machte somit seit dem Mehrheitsexit eine stattliche Entwicklung durch.

Xing
Das Business-Netzwerk Xing (Hamburg) ging 2003 an den Start und 2006 an die Börse. Der IPO brachte dem Unternehmen damals magere 35,7 Millionen Euro ein. Die Bewertung lag zum Börsengang gerade einmal bei 157 Millionen Euro. Die Marktkapitalisierung liegt inzwischen bei mehr als 1 Milliarde Euro.

zalando
Der Modeshop zalando (Berlin) wurde 2008 von David Schneider und Robert Gentz gegründet. Im Oktober 2014 ging zalando an die Börse. Der Emissionspreis lag bei 21,50 Euro. Der IPO spülte damals 605 Millionen Euro in die Kasse des Unternehmens. Zum Börsengang lag die Marktkapitalisierung bei rund 6 Milliarden Euro.

zooplus
Der Heimtiershop zooplus (München) ging bereits 1999 an den Start. Der Börsengang erfolgte 2008. Vor einer Kapitalerhöhung und einem öffentlichen Angebot schreckte das Unternehmen damals jedoch zurück. Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 1 Milliarde Euro war zooplus 2018 ein Unicorn. Später notierte das Unternehmen aber leicht unter der magischen Dollar-Marke. Inzwischen ist das Unternehmen aber wieder deutlich mehr wert.

Bonus: Ebenfalls in den erlauchten Kreis der historischen deutschen Einhörner gehören Digital-Unternehmen wie 1&1, CTS EventimHybrisSAPSuse und sogar das gestrauchelte Unternehmen Wirecard. Außer der Reihe laufen dabei Investoren wie Rocket Internet und Holding-Gesellschaften wie der ProSiebenSat.1-Ableger NuCom Group oder die Springer-Tochter Axel Springer Digital Classifieds (Stepstone und Co.). Abseits der Digitalszene finden sich noch Unternehmen wie ATAI Life SciencesBioNtechCureVac, Dermapharm, infineon und ottobock die ebenfalls zum exklusiven Einhorn-Club gehören.

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Foto (oben): Shutterstock