Das Internet zeigt sich in den vergangenen Wochen und Monaten von seiner sportlichen Seite. Zahlreiche Sport-Netzwerke buhlen um die Gunst der aktiven Onliner und Premiere sowie media ventures gehen noch in dieser Woche mit “Spox” an den Start. Zahlreiche Mitarbeiter der neuen Internet-Sportplattform wechselten dafür von “Sport1” zu “Spox”. Nun schlägt “Sport1″-Betreiber EM.Sport Media AG (früher EM.TV) zurück und verkündete in München, dass man auf Expansionskurs gehe und den Online-Bereich deutlich ausbaue. Das Motto dafür lautet: “strategische Partnerschaft, Akquisition und organisches Wachstum”.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von EM.Sport Media und Sport1 präsentierte EM.Sport-Media-Vorstand Rainer Hüther zunächst einmal einen neuen Gesellschafter der Sport1 GmbH. Die Samwer-Brüder steigen mit ihrem European Founders Fund “mit bis zu zehn Prozent” bei der Internet-Sportplattform ein. “Im Rahmen dieser Partnerschaft ist geplant, neue Geschäfts- und Vermarktungsmodelle unter anderem im Bewegtbild- und Community-Bereich zu entwickeln. Dabei spielt auch das umfangreiche internationale Netzwerk der erfahrenen Online-Unternehmer eine große Rolle”, teilt das Unternehmen mit. “Sport1” erblickte bereits Ende der 90er Jahre das Licht der Internetwelt, kommt laut AGOF derzeit auf 2,1 Millionen Unique User im Monat und gehört somit zu den wichtigsten Sportseiten im deutschsprachigen Internet.
Beteiligung an Kupferwerk
Ein weiterer wichtiger Punkt in der Expansionsstrategie von EM.Sport Media ist die Beteiligung an der Community-Agentur Kupferwerk. Die EM.Sport GmbH plant die Übernahme von 80 % der Anteile am Regensburger Unternehmen. Die restlichen 20 % sollen bei den bisherigen Gesellschaftern Florian M. Steger und Mathias Ulbrich verbleiben. Kupferwerk wurde 2003 gegründet und ist laut Pressemitteilung “auf die Konzeption und Umsetzung zielgruppenspezifischer Online-Communities und Web 2.0 Services für Medienunternehmen, Markenhersteller und Organisationen spezialisiert”. Die Community-Agentur betreibt als Referenzprodukt seit 1995 die Web-Plattform “sucker.de“.

Der letzte Baustein der neuen Online-Offensive im Hause EM.Sport Media ist “sportsfreunde.de“. Das brandneue Angebot soll “der zentrale interaktive Begleiter für alle sportbegeisterten Menschen in Deutschland” werden. Dabei stehe nicht das passive Konsumieren reiner Sportinformationen, sondern die aktive Mitbestimmung und -gestaltung durch den User selbst im Vordergrund. Über das Cyber-Netzwerk können die Nutzer beispielsweise nach Sport- oder Trainingspartner suchen und sich mit Gleichgesinnten austauschen. “sportsfreunde.de” ist neben “Sport1″ und dem Männer-Lifestyle-Dienst “hombrero.de” bereits die dritte Plattform der Münchner.
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Kommentare
Bin echt total erstaunt, wieviele Sportler wir in Deutschland haben, die sich alle online organisieren wollen. So viele Sportnetzwerke, da weiß man ja gar nicht, wo man sich zuerst registrieren soll. Seltsam nur, daß wir Deutschen mittlerweile die dicksten Bürger der EU haben.
Alles nur Coach-Potatoes, oder was?
Oder ein leichtes Überangebot an Sportnetzwerken?
Kommentar von Cheater 10. September 2007 @ 17:48Im Segment der Sportnetzwerke darf man wohl ohne Umschweife von einem leichten bis mittelschweren Überangebot sprechen. Noch hat aber keines der Netzwerke das Rennen gemacht. Somit ist auch noch keiner raus aus dem Geschäft
Kommentar von Alexander Hüsing 10. September 2007 @ 18:16ChampionsWorld ist vro noch nicht allzu langer Zeit bei Bertelsmann aufgelaufen, da sind sie abgeblitzt. Verlagsintern hörte man später, dass 10 Registrierungen am Tag nicht attraktiv seien – schade
der große Ansturm auf Sportnetzwerke läßt auf sich warten
Kommentar von Sascha 11. September 2007 @ 10:18Sport ist immer Wettbewerb und es kann nur einen Sieger geben.
Kommentar von Johnny D 11. September 2007 @ 12:07Bei der Masse der Sportnetzwerke, handelt es sich um ein prima Beispiel für einen Breitensport oder besser: Volkssport.
@ Sascha
Der große Ansturm auf die Sportnetzwerke wird auch wohl noch eine Weile dauern. Viele in dieser Zielgruppe haben vermutlich noch gar keine Ahnung, was ihnen das Internet alles bietet. Wir reden bei der breiten Masse, die Sport treibt schließlich nicht immer nur von Schülern und Studenten, die meist ganz genau wissen, was ein Netzwerk ist. bei vielen Vereinen muss man froh sein, wenn sie eine Homepage haben. Da ist es bis Web 2.0 noch ein weiter Weg.
Kommentar von Alexander Hüsing 11. September 2007 @ 15:00Hallo Sascha,
es ist sicherlich richtig, dass wir mit Bertelsmann kurz gesprochen haben. Falsch ist, dass wir gegenüber Bertelsmann Zahlen und Fakten genannt haben. Wir haben die Zahlen deswegen nicht gennant, dass solche Beiträge hier vermieden werden, bevor man sich genau kennt!
Also sind die Behauptungen schlichtweg fasch!
Gruß
Emanuel
P.S.: Die Zahl liegt über zehn :-) Wie hoch kann ich nicht sagen. Vielleicht 11 oder 12 oder 20. Man weiß es nicht!
Kommentar von Boeminghaus 11. September 2007 @ 17:04