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Die (bisher) größten und wichtigsten Startup-Exits des Jahres 2021

Auch 2021 gab es schon wieder einige interessante und spektakuläre Übernahmen. Hier die wichtigsten, interessantesten und größten Exits und (Mehrheits)-Übernahmen der vergangenen Monate. Darunter Adjust, Signavio, Fyber, Kaleido und Next Kraftwerke.
Die (bisher) größten und wichtigsten Startup-Exits des Jahres 2021
Donnerstag, 15. April 2021Vonds-Team

Millionenschwere Exits und Mehrheitsbeteiligungen sind inzwischen Alltag in der deutschen Startup-Szene. In der schnelllebigen Gründerszene sind viele Exits aber auch sofort wieder vergessen. In aller Kürze lassen wir deswegen die wichtigsten, interessantesten und größten Exits der vergangenen Monate noch einmal Revue passieren.

Die (bisher) größten Exits des Jahres 2021

Adjust
+++ Der amerikanische Marketingdienst AppLovin übernimmt das Berliner AdTech Adjust – und zahlt dafür nach unseren Informationen rund 1,2 Milliarden US-Dollar. AppLovin legt dabei wohl rund 1 Milliarde bar auf den Tisch, der Rest wird über Anteile gezahlt. Adjust Gründer Henschel hielt vor dem Exit noch 9,6 % am Unternehmen. Mitstreiter Müller gehörten zuletzt ebenfalls noch 9,6 %. Mit-Gründer Kniep war noch mit 2,5 % an Bord. Mehr im Deal-Monitor

Signavio
+++ Der Software-Gigant SAP übernimmt Signavio. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. “A deal could value Signavio, whose backers include Apax Partners, at about 1 billion euros ($1.2 billion), the people said” – schreibt Bloomberg zum ExitDas Handelsblatt nennt als Verkaufspreis “knapp eine Milliarde Euro”. Signavio verkündete 2019 ein 157 Millionen-Investment. Wobei nur rund 40 Millionen in Signavio geflossen sind. Die Bewertung lag damals bei etwa 350 Millionen. Mehr im Deal-Monitor

Fyber
+++ Digital Turbine übernimmt mehr als 90 % am AdTech Fyber. Die Bewertung (100 %) liegt bei 600 Millionen US-Dollar. “400 Millionen US-Dollar zahlbar in Aktien von Digital Turbine und 150 Millionen US-Dollar in bar, zusätzliche Earn-Out Zahlung von bis zu 50 Millionen US-Dollar zahlbar in Aktien von Digital Turbine”, teilen die Unternehmen mit. Die Mehrheit an Fyber, einem Monetarisierungsdienst für App Publisherm, hält derzeit die Tennor Holding. Mehr im Deal-Monitor

Kaleido
+++ Canva übernimmt das österreichische Unternehmen Kaleido. Mit dem Startup aus Wien, zu dem die Dienste remove.bg und Unscreen gehören, kann jeder die Hintergründe von Bildern und Videos mit einem Klick entfernen. Die Unternehmen bezeichnen den Verkauf als “einen der größten Exits in der österreichischen Startup-Geschichte”. Damit müsste sich der Verkaufspreis in Dimensionen von Runtastic (220 Millionen) und MySugr (200 Millionen) bewegen.  Mehr im Deal-Monitor

Next Kraftwerke
+++ Der niederländische Öl- und Engergiekonzern Shell übernimmt Next Kraftwerke, nach eigenen Angaben “einer der weltweit größten Betreiber von Virtuellen Kraftwerken”. Investoren wie der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Neuhaus Partners sowie Dirk Freise und Martin Ostermayer investierten in den vergangenen Jahren mehr als 10 Millionen Euro in das Energie-Unternehmen. Die Bewertung liegt nach unseren Informationen jenseits von 130 Millionen Euro. Mehr im Deal-Monitor

Fit Analytics 
+++ Der Snapchat-Betreiber Snap übernimmt das Berliner Startup Fit Analytics, das Kunden von Online-Shops hilft, die passende Kleidergröße zu finden. Für Snap ist der Zukauf ein wichtiger Schritt in Richtung E-Commerce. Fit Analytics ging 2014 auf dem Unternehmen UPcload (2011 gegründet) hervor. Zu den Kunden der Jungfirma gehören asos, Lacoste und Calvin Klein. In der Szene kursiert als Kaufpreis eine Summe jenseits von 100 Millionen US-Dollar. Mehr im Deal-Monitor

shoop
+++ Die Global Savings Group (GSG), ein weltweit aktiver Schäppchendienstleister, übernimmt die Cashback-Plattform shoop. Das Berliner Unternehmen, das 2010 von Veit Mürz gegründet wurde, positioniert sich als “Loyalitäts Plattform”. Zuletzt übernahm die Global Savings Group die das französische Cashback-Unternehmen iGraal (Bewertung: 123,5 Millionen Euro). Der shoop-Deal dürfte dich in ähnlichen Dimensionen bewegen. Mehr im Deal-Monitor

smartpatient
+++ Die Online-Apotheke Shop Apotheke übernimmt das Münchner Unternehmen smartpatient, das die App MyTherapy entwickelt und betreibt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Unternehmen teilt aber mit: “Neben einer Vorab-Barkomponente setzt sich der Kaufpreis aus drei aufeinander folgenden Tranchen zusammen. Der Gesamtkaufpreis liegt im oberen zweistelligen Millionenbereich”. Mehr im Deal-Monitor

Xaleon
+++ Der Fernwartungssoftware-Anbieter TeamViewer übernimmt Xaleon, ein Unternehmen rund um Customer Engagement. Xaleon – früher als Chatvisor bekannt – wurde 2018 von Horst-Georg Fuchs, Markus Wagner und Mathias Holzinger in Linz gegründet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. TeamViewer teilt aber dies mit: “Neben einer fixen Komponente im niedrigen zweistelligen Millionenbereich wird der Gesamtkaufpreis durch eine variable Komponente erhöht. Mehr im Deal-Monitor

innosabi
+++ Questel, ein Anbieter von Lösungen für geistiges Eigentum und Innovationsmanagement, übernimmt innosabi – siehe Handelsblatt. innosabi, eine Software für agiles Ideen- und Innovationsmanagement wurde 2010 von Catharina van Delden, Jan Fischer, Hans-Peter Heid und Moritz S. Wurfbaum gegründet. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. “Es dürfte sich aber um mehrere zehn Millionen Euro handeln”, heißt es im Bericht. Mehr im Deal-Monitor

Weitere spannende Exits in der DACH-Region

+++ Miele übernimmt Otto Wilde und KptnCook
+++ Verizon übernimmt incubed IT
+++ Shell übernimmt ubitricity
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Hartmann-Gruppe übernimmt pflege.de
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Landis+Gyr übernimmt Rhebo

+++ Rockaway Capital übernimmt Bringmeister
+++ Flex Capital übernimmt Nitrado
+++ Francisco Partners übernimmt Native Instruments
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Brookfield übernimmt Thermondo

+++ LeanIX übernimmt Cleanshelf
+++ Zava übernimmt sprechstunde.online
+++ Habyt
übernimmt Quarters
+++ Cazoo
übernimmt Cluno
+++ Qunomedical
übernimmt Medical One
+++ Patient 21
übernimmt die Klinik Sankt Elisabeth

+++ smava fusioniert mit Finanzcheck.de
+++ Staffbase fusioniert mit Bananatag

Tipp: Wer sich für Startup-Investments und -Exits in Deutschland interessiert, muss unseren #DealMonitor lesen.

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Foto (oben): Shutterstock