Fusion und Finanzspritze: Karaokedienste Mikestar und TalentRun singen künftig zusammen

EXKLUSIV Miteinander statt gegeneinander: Die Karaokeplattformen Mikestar (www.mikestar.com) und TalentRun (www.talentrun.de), die relativ zeitgleich zum Jahreswechsel 2007/2008 die große Internetbühne betraten, fusionieren. Die Tinte unter dem Verschmelzungsvertrag ist noch frisch. Im Hintergrund arbeiten […]
Fusion und Finanzspritze: Karaokedienste Mikestar und TalentRun singen künftig zusammen

EXKLUSIV Miteinander statt gegeneinander: Die Karaokeplattformen Mikestar (www.mikestar.com) und TalentRun (www.talentrun.de), die relativ zeitgleich zum Jahreswechsel 2007/2008 die große Internetbühne betraten, fusionieren. Die Tinte unter dem Verschmelzungsvertrag ist noch frisch. Im Hintergrund arbeiten die Start-up aber schon fast ein Jahr am Zusammenschluss. Auch nach der langwierigen Fusion bleiben beide Marken bestehen. Am zusammengeführten Unternehmen sind alle bisherigen Anteilseigner der zwei Start-ups beteiligt.

Bei der Online-Karaokebar TalentRun, welche von Benjamin Brandt, Matthias Krause und Dirk Wischnewski ins Leben gerufen wurde, waren unter anderem Neuhaus Partners, Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt) und diverse Business Angel an Bord. Konkurrent Mikestar wurde unter anderem vom High-Tech Gründerfonds, Burkhardt Funk (Mitgründer getgo.de) und Karlheinz Brandenburg, MP3-Miterfinder und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie, finanziell unterstützt. Gründer von Mikestar sind Cord-Christian Behrens, Monte A. Miersch und Joachim Penk. In der fusionierten Firma führen künftig die Mikestar-Macher die Geschäfte. Zudem ergänzt Anteilseigner Helge Hinrichs (deeep.net, Believe Digital) das Führungsteam als neuer Spitzenmann. Damit das neue, alte Team gelassen in die Zukunft blicken kann, investieren Neuhaus Partners und der High-Tech Gründerfonds jeweils einen sechsstelligen Betrag in die beiden Karaokedienste.

Millionenfinanzierung sichert die Zukunft

Obwohl Mikestar und TalentRun relativ zeitgleich starteten und sich anfangs auch heftig Konkurrenz um Nutzer, Partner und Lizenzen machten, haben sich die Plattformen seitdem sehr unterschiedlich voneinander entwickelt. Während sich Platzhirsch TalentRun, der deutlich mehr Nutzer als der einstige Mitbewerber erreicht, weiter als Online-Karaokebar positioniert, entwickelte sich Mikestar in den vergangenen Monaten immer mehr zum spielerischen Musikgame. Und genau diesen Weg soll Mikestar künftig weiter bestreiten. Ziel ist ein Social Gaming-Angebot in Verbindung mit Musik. Mikestar wiederum bringt sehr viel technisches Know-how, das Talentrun fehlt, in die Ehe ein.

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Beim Angebot TalentRun sind keine Änderungen geplant. Wie zu hören ist, arbeitet die Plattform auf “niederigem Niveau profitabel”. Geld in die Kasse bringen White-Label-Lösungen, Premiumfunktionen und Werbung. Ingesamt hat sich der Markt für Online-Karaoke in Deutschland aber offenbar als kleine Enttäuschung erwiesen. Um mehr Nutzer und höhere Einnahmen zu erzielen, erscheint die Fusion sinnvoll. Zumal das rund 10-köpfige Team den Markt künftig mit zwei musikalischen Angeboten bearbeiten kann. Als Duo können Mikestar und TalentRun vielleicht die Charts stürmen.

Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Hausbesuch bei TalentRun

Im Mai des vergangenen Jahres haben wir den Karaokedienst TalentRun in Hamburg besucht. Im Büro warten nicht nur CDs und Mikofone, sondern auch etliche Teenie-Postillen. Alle Eindrücke in unserer Fotogalerie.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. na endlich! :-))) prima Schritt

  2. Hatte diesen Schritt auch viel früher erwartet. Aber sie sind ja auch schon fast ein Jahr dran an diesem Thema.

  3. Ganz schön viele Gesellschafter für so ein recht kleines Unternehmen.



  4. Johannes

    Talentrun hat im vergangegenen Jahr einen noch höheren Fehlbetrag als im Vorjahr erwirtschaftet: -396.707,15 EUR

    Sicher, dass die Jungens profitabel sind?
    Und wenn man bereits angeblich profitabel ist, wofür braucht man dann eine solche erneute Kapitalspritze?

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