Boomsegment InsurTech: Versicherungen sind das neue Gold

Versicherungen sind definitiv das neue Gold in der Gründerszene. Ein Gold, das viele Gründer und Investoren heben wollen. Gerade Angebote, die die bestehenden Versicherungen der Menschen im Lande vergleichen und den Abschluss neuer Policen ermöglichen dürften vielen Firmen sorgen bereiten.
InsurTech: Versicherungen sind das neue Gold

Banken, Makler und Versicherungen müssen sich derzeit ganz warm anziehen. Die Start-up-Szene brennt darauf, die etablierten Unternehmen in diesen drei Segmenten mit innovativen Ideen zu überrennen – siehe dazu auch “FinTech-Start-ups, die jeder kennen sollte” und “Mieten, kaufen, wohnen – Start-ups, die man kennen muss“.

Fehlt noch ein detaillierter Blick auf die vielen spannenden Jungunternehmen, die den Versicherungen bzw. Vericherungsmaklern im Lande das Leben schwer machen wollen. Gerade Angebote, die die bestehenden Versicherungen der Menschen im Lande vergleichen und den Abschluss neuer Policen ermöglichen dürften vielen etablieren Firmen sorgen bereiten. Eines steht aber schon jetzt fest Versicherungen sind das neue Gold in der Gründerszene. Ein Gold, das viele Gründer und Investoren heben wollen.

AppSichern

Das Düsseldorfer Start-up AppSichern setzt auf sehr kurzfristigen Versicherungsschutz via App. Dabei geht es um Themen wie DrittfahrerSchutz, GolferSchutz oder DienstreiseSchutz, also “Zusatzversicherungen für konkrete Situationen sowie Nischenprodukte”. Auf 24-Stunden-Basis kosten die Versicherungen bei AppSichern zwischen 1,49 Euro und 6,99 Euro. AppSichern ging bereits 2013 an den Start. Das Unternehmen arbeitet mit mehreren Versicherungen zusammen.

Clark

Clark will “junge Menschen transparent” über Versicherungen informieren. “Die Plattform bündelt alle Versicherungen, ermöglicht Vergleiche und setzt sich dafür ein, dass anteilig Provisionserlöse an den Kunden zurückgegeben werden”, heißt es in der Selbstbeschreibung. Im Grunde ist Clark ein Versicherungsvermittler, der berät und Versicherungen verkauft.

Community Life

Das Kelkheimer Start-up Community Life will Versicherung einfach, fair, transparent und sozial gestalten: Alle Informations-, Kauf- und Verwaltungsprozesse finden online statt, die Vertragsbedingungen sind so verständlich wie möglich formuliert. Sogar die Gesundheitsprüfung kann via PC, Tablet oder Smartphone erledigt werden.

covomo

Das Frankfurter Start-up covomo bietet Nutzern einen Vergleichsrechner für Versicherungen rund um Reisen. Er soll dabei helfen, die unterschiedlichen Tarife in Bezug auf Zielländer, Reisedauer und Leistungen sinnvoll zu vergleichen und am Ende die passendsten Angebote herauszufiltern. Auch Testergebnisse der Stiftung Warentest fließen in die Bewertung ein.

Fair-sichert24

Fair-sichert24 will ein auf Individualität und Kundenservice fokussierter Finanzdienstleister mit Privat- und Gewerbekunden werden. Das Team berät die Kunden kostenlos im Bereich Sachversicherung, Gewerbeversicherung, private Krankenversicherung und Altersvorsorge. Gemeinsam mit Andrea Klimaschka brachte Gründer Adrien Niklas das Start-up auf die Startbahn.

friendsurance

friendsurance ist der alte Hase unter den Versicherungsfirmen, ging bereits 2010 an den Start. Das Start-up setzt auf seinen “Schadensfrei-Bonus”, der sich “Versicherten richtet, die für Schadensfreiheit belohnt werden möchten”. Dazu schließt Friendsurance Versicherte zu Gruppen zusammen. Von den Versicherungsbeiträgen fließt ein Teil in einen Rückzahlungstopf.

GetSafe

GetSafe positioniert sich als One-Stop-Lösung für den Versicherungsbereich. Einen “Versicherungsmanager für die Hosentasche” nennen die GetSafe-Macher, Christian Wiens und Marius Blaesing, ihr Unternehmen. Das Start-up will vor allem den Aktenordner ersetzen. Rocket Internet und die Interhyp-Gründer unterstützen das Start-up bereits.

OnlineVersicherung.de

OnlineVersicherung.de will “passenden Schutz für jede Lebenssituation” vermitteln. Im Kern geht es um Handyversicherungen. Die Plattform wurde von der Covus-Gruppe angeschoben. Inzwischen wird European Warranty Partners im Impressum als Betreiber genannt. European Warranty Partners ist nach eigenen Angaben “Europas großer Versicherer für privat und gewerblich genutzte Unterhaltungs-, Kommunikations- und Fotoelektronik”.

knip

Aus der Schweiz stammt knip. Mit seiner App bietet das 2013 gegründete Start-up “mobiles, unabhängiges und transparentes Versicherungsmanagement aus einer Hand”. Aktenordner sind mit knip Altpapier. Aktuell drängt das junge Unternehmen auf den deutschen Markt. Die App ist für die Nutzer kostenfrei.

passt24

passt24 bringt sich als “neuartiges, verbraucherfreundliches Vergleichsportal für Versicherungen” ins Spiel. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Beratung. Diese hält Gründer Stephan Heiss, “für enorm wichtig. Kunden sollten sich nicht nur am Preis orientieren. Sondern daran, ob der Versicherungsumfang zu ihnen passt.” DvH Ventures unterstützt das Start-up bereits.

Schutzklick

Schutzklick verkauft Produktversicherungen über das Netz. Bei Schutzklick können Onliner in wenigen Minuten Versicherungen abschließen – etwa für Elektronik, Möbel und Brillen. Über 50 Mitarbeiter arbeiten mittlerweile für Schutzklick. Investoren wie Route 66 Ventures, Rheingau Founders und Co. investierten bereits Millionen in das Unternehmen.

Passend zum Thema: “Welche Versicherungen sollten Start-ups abschließen?“, “Start-ups und Versicherungen – tragbarer Kompromiss gesucht“, “Richtig versichert als Gründer (unter finanzieller Unsicherheit)” und “7 Versicherungen, an denen kein Gründer vorbeikommt“.

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Foto: Paper cut of family with house and car on green grass from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  • http://www.landshut-versicherungen.de Wladimir Simonov

    Wirklich innovativ sind leider nur wenige dieser Startups sondern eher nach dem Motto: “Wir machen das Gleiche wie früher nur halt eben online” :-)

    Mal sehen, wie lange der Hype dauert und ob es in Zukunft mehr Anbieter mit echten Mehrwerten geben wird!

    • Droid Boy

      Ja, weil die haben keine andere Wahl :-)

  • http://www.myfeelix.de/ Tilo Hammer

    Danke für Deine Übersicht. Gern ergänze ich Deine Auflistung um unsere feelix Finanz App. Wir bieten nicht nur die reine Verwaltung von Versicherungen, Bausparverträgen, Depotkonten, Altersvorsorge- oder Krediteverträge sondern erweitern das Spektrum um einen Live-Vertragscheck inkl. einer zweiten Meinung von geprüften Experten.

    Hier einmal unser 8 Ideen um das Papierchaos in seinem Finanz- und Versicherungsordner zu beseitigen – https://www.myfeelix.de/papierchaos-ade/#

    Viele Grüße

    Tilo Hammer
    CEO & Founder feelix

  • Bärbel Büttner

    Hallo,

    wir berichten gerade auf unserem Fachblog für die Assekuranz über Start-ups aus der Versicherungsbranche. Alle zwei Wochen interviewen wir hierzu ein junges Unternehmen und stellen das Konzept dahinter vor. Friendsurance, ServiceOcean, RapidUsertests, Community Life und feelix haben sich im Rahmen dessen schon vorgestellt. Weitere folgen!

  • https://www.vorsorgekampagne.de/ VorsorgeKampagne

    Die hier vorgestellten Start-Ups arbeiten leider alle im völlig überholten Provisionssystem, das voller Interessenskonflikte ist. Die VorsorgeKampagne (auf deutsche Start-Ups seit über einem Jahr, http://www.deutsche-startups.de/2014/04/24/vorsorgekampagne-de-memoriafilm-sensorfox-parkplatz365-digitalmatch/ ) liefert provisionsfreie Altersvorsorge, ganz einfach online und ohne Interessenskonflikt in der Vergütung. Den digitalen Versicherungsordner bieten wir unseren Kunden kostenlos an. Echte Verbraucherorientierung geht nur ohne Provision.

  • Markus Rieksmeier

    Sehr schöne Aufstellung! Ich danke sehr, weil ich als Vers-/FinTech-Sensor dachte, alle Apps & Co zu kennen. Nein. Also werde ich dann auch einmal Covomo auf die Watchlist nehmen.

    Zur Sache einige Banalitäten, die die Venture-Millionen in Frage stellen:
    Die meisten Startups im Versicherungsbereich haben, anders als beim Banking (*), gar keine Schnittstellen, mit denen sie Vers.-Bestandsdaten (vulgo Policen) automatisiert übernehmen und in die Apps zum Kunden hin spiegeln können.

    Fachhinweis: Bipro- und GDV-Schnittstellen reichen nicht, dass FinTech ihr Modell über die Geschäftsmodelle der Vers. stülpen könnten.

    Also arbeiten Versicherungs-FinTechs, die bestehende Vers. wie Hausrat oder Haftpflicht abgraben wollen, mit … : Studenten! Von HighTech keine Spur: Mehr hier und aus berufenem FinTech-Startup-Munde. Zweimal analytisch. Startup-Quengelware.

    Teil 1:
    http://www.versicherungsbote.de/id/4827715/Clark-Knip-FinTech-Versicherung-App/

    Teil 2:
    http://www.versicherungsbote.de/id/4827716/Clark-Knip-FinTech-Interview/

    (*) Mini-Exkurs:
    Anders ist das bei Banken-FinTechs, wo – vereinfacht gesagt – IBAN und BIC genügen, drei Konten von drei Banken auf eine App zu bringen + Zahlungsfunktion! Dort hilft der HBCI-Standard.

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