Von Dealgecco bis Yieldlab – 10 neue Start-ups, die man im Blick behalten sollte

Woche für Woche berichtet deutsche-startups.de über frisch gestartete deutsche Start-ups. Wer nicht tagtäglich am Ball bleibt, dem entgeht in unserer schnelllebigen Zeit vielleicht das ein oder andere spannende Projekt. Auf der andere Seite […]

Woche für Woche berichtet deutsche-startups.de über frisch gestartete deutsche Start-ups. Wer nicht tagtäglich am Ball bleibt, dem entgeht in unserer schnelllebigen Zeit vielleicht das ein oder andere spannende Projekt. Auf der andere Seite entgehen den Internet-Start-ups vielleicht potenzielle Nutzer, Investoren oder einfach Unterstützer, die die Idee in ihrem Netzwerk verbreiten.

Unseren Lesern und allen Gründern von neuen Start-ups wollen wir mit dieser Liste helfen. Darin finden sich zehn Start-ups, über die wir in den vergangenen Wochen berichtet haben – und die mehr als einen flüchtigen Blick wert sind. In die neueste Ausgabe unserer Start-up-Liste haben es diesmal Dealgecco, EyeEm, Flaconi, RapidUsertests, Reposito, reqorder, Westwing, WirWinzer, Wunschfutter und Yieldlab geschafft.

Dealgecco
Mit Dealgecco (www.dealgecco.com) gründete das Berliner Unternehmen Rebate Networks (www.rebatenetworks.com), ein weltweites Groupon-Netzwerk von Ex-studiVZ-Macher Michael Brehm und dem ehemaligen last.fm-Chef Stefan Glänzer, kürzlich ein Tochterunternehmen aus. Der Ableger postioniert sich als “B2B-marketplace for deals”. Zum Konzept heißt es: “Dealgecco supports Daily Deal companies around the world to source great deals – the main success factor in this industry”. An der Spitze des Start-ups stehen Antonia Hammer und Boris Terwey. Ein Marktplatz für Deals klingt nach einer logischen Ergänzung für das Groupon-Netzwerk – auch ohne DailyDeal. Weitere Infos über Dealgecco

EyeEm
Der Trend “mobiles Foto-Sharing” geht in eine neue Runde: Nach tadaa (www.tadaa.net) folgt mit EyeEm (www.eyeem.com) bereits die zweite deutsche (professionelle) Foto-Sharing-App den Spuren des US-Vorreiters Instagram (www.instagr.am). Passion Capital und Wellington Partners unterstützen das Berliner Start-up. EyeEm will mit einer internationalen Ausrichtung und verschiedenen interessanten Funktionen überzeugen – darunter die Möglichkeit, sich aufgrund der eigenen Bilder ähnliche Fotoalben von Freunden und Fremden empfehlen zu lassen. Während sich der deutsche und der amerikanische Mitbewerber bisher auf iPhone-Nutzer konzentrieren, hat EyeEm auch Android-User im Blick. Weitere Infos über EyeEm

Flaconi
Unter dem Arbeitstitel BerlinBeauté entstand in den vergangenen Monaten in Berlin ein Online-Shop für Markenparfüm und Pflegeprodukte. Inzwischen ist der Ableger der Parfümerie Thiemann unter dem Namen Flaconi (www.flaconi.de) an den Start gegangen. “Ob aktuellste Parfum-Neuheiten oder langjährige Klassiker – wir machen Deinen Einkauf zu einem emotionalen Shopping-Erlebnis”, verspricht der brandneue Web-Shop, der optisch ein wenig an Zalando und Co. erinnert. Geführt wird Flaconi von Björn Kolbmüller (zuletzt Procter & Gamble und Mister Spex) und Paul Schwarzenholz (früher Bain & Company). Hinter den Kulissen sorgt unter anderem Paua Ventures für das Startkapital. Weitere Infos über Flaconi

RapidUsertests
RapidUsertests (www.rapidusertests.com) bietet einen Online-Usability-Service an, mit dem Betreiber ihre Webseite innerhalb von 24 Stunden testen lassen können. Auf ein ähnliches Konzept setzt UI-check.com (www.ui-check.com). Zwar ist RapidUsertests mit 49 Euro pro Test zehn Euro teurer als UI-check.com, dafür ist jeder erste Tester gratis und die Testvideos sind etwas länger als beim Vorgänger. “Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie echte Nutzer auf der eigenen Webseite agieren. Egal wie viele Gedanken man sich im Vorfeld zu der eigenen Webseite macht – der Nutzer tut oder denkt immer wieder etwas, womit man nicht gerechnet hat”, sagt Mitgründer Mirko Caspar. Weitere Infos über RapidUsertests

Reposito
Wie viel Geld läge wohl auf dem eigenen Konto, wenn man alle defekten Geräte und kaputten Dinge seines Lebens fristgerecht umgetauscht hätte? Die Realität sieht eher so aus: Der Kassenzettel ist verschwunden, bis zur Unkenntlichkeit verblasst oder die Garantiezeit ist soeben abgelaufen. Da kommt die intelligente Lösung von Reposito (www.reposito.de) gerade recht: Mit der Smartphone-App scannt man Kassenzettel samt Produkt-Barcode ein und zeigt sie bei Reklamationen an der Kasse vor. “Über den Abgleich mit unserem Online-Archiv sind die Kassenzettel immer abrufbar”, sagt Gründer Philipp Hartmann. Darüber hinaus erinnert Reposito an den Ablauf von Garantiezeiten. Weitere Infos über Reposito

reqorder
User-Feedback-Dienste als Service: Mit reqorder (www.reqorder.com) erweitern Firmen ihre Websites und Apps um Feedback-Kanäle. Nutzer können damit direkt aus der Anwendung heraus Rückmeldung geben, ohne die Seite zu verlassen oder sich extra zu registrieren. Für Unternehmen gibt es die Anwendungen auch als White-Label-Lösung. Verschiedene Funktionen befinden sich allerdings noch im Beta-Stadium, nach einem Release Ende Juli erfolgt die marktreife Version dann im Spätsommer dieses Jahres. Neben ersten großen Kunden hat reqorder bereits den Hightech-Gründerfonds überzeugt, der kürzlich 500.000 Euro in das Berliner Start-up investierte. Weitere Infos über reqorder

Westwing
Beim brandneuen Shoppingclub Westwing (www.westwing.de) geht es um die Themen Home und Living. Die Kopie der US-Plattform One Kings Lane (www.onekingslane.com) wurde von Delia Fischer, ehemals Redakteurin bei “Elle”, Georg Biersack (ehemals mytheresa, Zalando, mysportbrands), Tim Schäfer (ehemals dooyoo), Matthias Siepe, zuletzt Bain & Company, und Stefan Smalla, ebenfalls zuletzt Bain & Company bzw. dooyoo, gegründet. Auf eine ähnliche Zielgruppe wie das inzwischen 30-köpfige Westwing-Team schielt auch die Berliner Mannschaft von Casacanda (www.casacanda.de). Casacanda postitioniert sich als Shoppingclub rund um die Themen Haus und Garten. Weitere Infos über Westwing

WirWinzer
Start-ups in München geraten manchmal nicht sofort in den Blickpunkt der deutschen Gründerszene. So auch die E-Commerce Werke (www.ecommercewerke.de), deren fabrikmäßiger Name alleine schon eine Erwähung auf deutsche-startups.de rechtfertig. Auf der fast leeren Website gibt sich das Start-up sehr verschlossen: “Die E-Commerce Werke GmbH arbeitet an einem neuartigen und aufregenden Online-Shopping-Konzept für den stationären Handel. Seien Sie gespannt!”. Wer ein wenig im Internet stöbert, findet aber recht schnell ein weiteres Lebenszeichen der E-Commerce Werke, die von Sebastian Zellner geführt werden. WirWinzer (www.wirwinzer.de) wird von dem Start-up betrieben. Weitere Infos über WirWinzer

Wunschfutter
Der gesellschaftliche Trend zu Individualität zeigt immer seltsamere Ausprägungen. Die neueste Erscheinung sind MyPetfood (www.mypetfood.de) und Wunschfutter (www.wunschfutter.de), zwei Online-Shops, bei denen Nutzer Tierfutter individuell zusammenstellen können. “Ganz gleich, ob geschmackliche Variationen, unterschiedliche Energiegehalte für die jeweilige Lebensphase oder Mischungen mit besonderen Effekten für die Tiergesundheit – bei uns bekommt jedes Tier genau das, was es benötigt“, sagt Tobias Heine von MyPetFood. Momentan richtet sich MyPetfood an Besitzer von Hunden und Katzen. Bei Wunschfutter gibt es nur Hundefutter. Weitere Infos über Wunschfutter

Yieldlab
Yieldlab (www.yieldlab.de) heißt das neue Start-up von newtention-Gründer Marco Klimkeit. Die Jungfirma lässt sich am besten mit dem Schlagwort Realtime-Optimierungsplattform beschreiben. Als Technologieanbieter für Realtime Bidding ist Yieldlab auf die Effizienzsteigerung und Erlösmaximierung im Segment Display-Werbung bei digitalen Verlagen und Medienhäusern spezialisiert. „Unsere Rolle ist eine Art Clearing-­House, das neue Business-­Modelle und effiziente Prozesse zwischen Angebot und Nachfrage ermöglicht”, sagt Klimkeit. Für die Integration und den Betrieb der Technologie verlangt Yieldlab eine Basisfee, die vom Ad-Impression-Volumen abhängt. Weitere Infos über Yieldlab

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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