Von bookletmobile bis zitra – 10 neue Start-ups, die man im Blick behalten sollte

Woche für Woche berichtet deutsche-startups.de über frisch gestartete deutsche Start-ups. Wer nicht tagtäglich am Ball bleibt, dem entgeht in unserer schnelllebigen Zeit vielleicht das ein oder andere spannende Projekt. Auf der andere Seite […]

Woche für Woche berichtet deutsche-startups.de über frisch gestartete deutsche Start-ups. Wer nicht tagtäglich am Ball bleibt, dem entgeht in unserer schnelllebigen Zeit vielleicht das ein oder andere spannende Projekt. Auf der andere Seite entgehen den Internet-Start-ups vielleicht potenzielle Nutzer, Investoren oder einfach Unterstützer, die die Idee in ihrem Netzwerk verbreiten.

Unseren Lesern und allen Gründern von neuen Start-ups wollen wir mit dieser Liste helfen. Darin finden sich zehn Start-ups, über die wir in den vergangenen Wochen berichtet haben – und die mehr als einen flüchtigen Blick wert sind. In die neueste Ausgabe unserer Start-up-Liste haben es diesmal bookletmobile, cloudnumbers.com, HitFox, Loxideals, Scurdy, Seedmatch, Tablespots, Tiramizoo, Ujam und zitra geschafft.

bookletmobile
Das Konzept von bookletmobile (www.bookletmobile.com) ist simpel: Das Start-up bringt Broschüren, Kataloge, Museumsführer und andere Infos kostenlos auf das Handy. Über ein von bookletmobile entwickeltes, leicht zu bedienendes Baukasten-System kann jeder Nutzer in kürzester Zeit Texte, Bilder sowie Ton- und Videodateien in sogenannte Booklets verwandeln. Programmierkenntnisse sind dafür nicht nötig. Sämtliche mit dem Baukasten-System erstellten Inhalte werden in der bookletmobile-App mit dem Namen Booklets veröffentlichen. Momentan ist bookletmobile nur auf dem iPhone verfügbar. Android-Nutzer sollen aber ebenfalls bald in den Genuss der Booklets kommen. Weitere Infos über bookletmobile

cloudnumbers.com
“Wir verwandeln Desktop PCs in Minutenschnelle zu Hochleistungsrechnern”, versprechen Erik Muttersbach, Markus Fensterer und Moritz von Petersdorff-Campen (siehe oben). Gemeinsam betreibt das Trio den Dienst cloudnumbers.com (www.cloudnumbers.com). Über das Start-up können Nutzer “komplexe Datenmengen in der Cloud verarbeiten”. Zielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen sowie Akademiker. “In vielen Bereichen wie Medizin, Statistik oder Mathematik werden Hochleistungsrechner zur Analyse komplexer Datenmengen immer wichtiger. Bislang waren diese jedoch mit enormen Anschaffungs- und Wartungskosten verbunden”, sagt das Gründertrio. Weitere Infos über cloudnumbers.com

HitFox
Im Herzen Berlins basteln Jan Beckers (ehemals SponsorPay, Madvertise, Absolventa) und Tim Koschella, zuletzt Lecturio, seit etlichen Wochen an ihrem Projekt HitFox (www.hitfox.de) – zur gamescom ging die Rabattplattform rund um das Thema Gaming dann online. Im Grunde ist HitFox eine Art Groupon bzw. ein Guut.de für Gamer. Einen Vergleich, den Beckers nicht gerne hört, er will HitFox als “Start-up für Game-Marketing” positionieren. Unterstützt wird das 25-köpfige HitFox-Team von Team Europe. Als Investoren sind bereits zum Start Holtzbrinck Ventures, Hasso Plattner Ventures, Tengelmann und Kite Ventures an Bord. Die Runde investierte bereits einen siebenstelligen Betrag in das Start-up. Weitere Infos über HitFox

Loxideals
Die anfängliche Begeisterung für Rabattplattformen wie Groupon und DailyDeal hat bei vielen nachgelassen: Die Angebote wiederholen sich und niemand will wöchentlich seine Zähne bleichen oder die Nägel lackieren lassen. Der Couponing-Dienst Loxideals (www.loxideals.de) hingegen konzentriert sich auf das Einsparpotenzial von Alltagsartikeln. Nutzer finden auf der Plattform Gutschein-Aktionen von Drogerien und Supermärkten, darunter Rossmann, Tchibo und Tengelmann. Die Beteiligungsgesellschaft b-to-v Partners investierte bereits in das Hamburger Rabatt-Portal, ebenso Business Angel Joachim Schoss (Scout24) und das Medienhaus Neue OZ aus Osnabrück. Weitere Infos über Loxideals

Scurdy
Bereits im September 2009 berichtete deutsche-startups.de über Scurdy (www.scurdy.com), eine Plattform, auf der Nutzer sich Sneaker nach ihren Wünschen gestalten können. Seitdem warteten rund 2.500 angemeldete User auf den offiziellen Startschuss für den Dienst. Bisher vergebens! Jetzt endlich, nach knapp zwei Jahren, geht Scurdy endlich an den Start. Mitgründer Manuel Langele verweist auf Probleme bei der Programmierung des Schuh-Konfigurators. Im Sommer des vergangenen Jahres habe man den Dienstleister gewechselt und wollte eigentlich Ende des vergangenen Jahres starten. Doch alles dauerte länger als geplant. “Jetzt geht es aber endlich los”, sagt Langele. Weitere Infos über Scurdy

Seedmatch
So manche Idee wird nie umgesetzt, weil das Startkapital fehlt. Eine Möglichkeit zur Geldbeschaffung, die bisher vor allem im gemeinnützigen Bereich eingesetzt wird, ist das Prinzip Crowdfunding: Viele geben jeweils ein bisschen, denn Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Mit Seedmatch (www.seedmatch.de) und Innovestment (www.innovestment.de) sind kurz nacheinander zwei Plattformen geschlüpft, die das Crowdfunding-Konzept auf die Start-up-Szene übertragen. Gründer mit vielversprechenden Ideen kommen so an Startkapital von bis zu 100.000 Euro. Die Geldgeber sind Privatmenschen, die geringe Beträge investieren und sich inhaltlich mit dem Projekt identifizieren. Weitere Infos über Seedmatch

Tablespots
Über die elegante Reservierungsplattform Tablespots können Nutzer in ausgewählten Restaurants einen Tisch reservieren und bekommen dann 30 % auf die gesamte Rechnung – ganz ohne Coupons. Nutzer zahlen lediglich 2,50 Euro pro Person, um den Tisch zu reservieren. Bisher funktioniert Tablespots, ehemals cuisini, in Größstädten wie Frankfurt am Main, Hamburg und München. Die Tablespots-Macher Christian Wiens und Tobias Böcker adaptieren mit seinem Konzept den US-Dienst Savored (www.savored.com), ehemals VillageVines. In Deutschland setzt Gourmeo (www.gourmeo.com) ebenfalls auf die Möglichkeit, einen Tisch in ausgesuchten Restaurants zu buchen. Weitere Infos über Tablespots

Tiramizoo
Bringdienst mal anders: Trotz des schmackhaften Namens liefert Tiramizoo (www.tiramizoo.com) kein Essen aus sondern sorgt dafür, dass vergessene USB-Sticks, wichtige Dokumente und was man sonst so braucht, ihren Besitzer finden. Der neue Dienst vermittelt Stadtkuriere, die in Minutenschnelle vor der Haustür stehen und Botengänge erledigen. Die Geschäftsidee hat Potential: Das Beispiel der Smartphone-App mytaxi zeigt, dass Menschen gerne mit einem Klick ihr Taxi bestellen – warum nicht auch Kuriere, die bisher dem B2B-Geschäft vorbehalten blieben? Verschiedene Investoren, darunter der Hightech-Gründerfonds, investierten bereits in das bei Start-up. Weitere Infos über Tiramizoo

Ujam
Die US-Webszene ist von Ujam (www.ujam.com) bereits begeistert. Auf der TechCrunch Disrupt fesselte das Musik-Start-up das Publikum und sicherte sich den zweiten Platz. Und auch in der deutschsprachigen Szene erntete Ujam schon viel Lob. Martin Weigert von Netzwertig.com lobte den Dienst wie folgt: “Das weitreichende Potenzial von Ujam, die Musikbranche (einmal mehr) zu verändern, liegt auf der Hand.” Und was kann Ujam? Mit Ujam kann jeder aus simplen Melodien, egal ob diese gesungen, gegröllt, gepiffen, gesummt, gebrummt oder gegurgelt werden, Lieder produzieren. Und diese sollen dann so klingen, als “wären sie mit einem Klavier, einer Gitarre oder einem Orchester erstellt worden”. Weitere Infos über Ujam

zitra
Mit Zitra (www.zitra.com) ging Ende Juli ein brandneuen B2B-Onlinemarktplatz “für edle Markenartikel und stylishe Designerwaren” an den Start. Hinter Zitra stecken Frank Engel und Philipp Kraft, die Macher von Supreme (www.supreme.de). Unterstützt werden die Kölner von Tengelmann. Bereits im vergangenen Jahr stieg Tengelmann beim eBay-Produktpräsentierer ein. Die Idee für Zitra entstand bereits unter dem Dach von Supreme: Im Sommer 2010 startete der Marktplatz unter dem Namen Supreme Sale. Nun geht es als eigene Firma und mit neuem Namen weiter. Zielgruppe von Zitra sind Großhändler, Zwischenhändler, Shoppingclubs und Hersteller, die eine Möglichkeit suchen, ihre Ware schnell zu verkaufen. Weitere Infos über zitra

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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