Neustart mit sleep.ink Track-Macher kümmern sich nun um Schlafstörungen

"Da wir den Schlaf ganzheitlich betrachten, wollen wir in einem Jahr bereits weitere Produkte rund um den gesunden Schlaf anbieten. Schließlich gibt es verschiedenste Möglichkeiten, seinen Geist und Körper optimal auf eine erholsame Nacht vorzubereiten", sagt sleep.ink-Macher Malte Gützlaff.
Track-Macher kümmern sich nun um Schlafstörungen

Ursprünglich wollten Jan-Frieder Damm, Malte Gützlaff und Jakob Repp mit Track einen Liquid Snack im Markt etablieren. Das Konzept ging nicht auf. Die Probleme finden schon beim Design an. “Leider haben wir es dabei verpasst, den Kundennutzen des Produkts in den Vordergrund zu stellen und die USPs nicht klar auf der Verpackung kommuniziert”, sagte Track-Macher Gützlaff bereits Ende des vergangenen Jahres.

Schließlich beerdigten die Berliner ihren flüssigen Snack. Vor allem, weil die “Herstellung nicht nur sehr aufwendig war, sondern final auch zu kostspielig wurde”. Stattdessen hievten die Food-Gründer sleep.ink aus der Taufe. Unter der neuen Marke möchten die Sandmännchen dafür sorgen, “dass die Menschen endlich wieder gut schlafen und das Beste aus ihrer Nacht holen”. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht sleep.ink-Macher Gützlaff über Großproduktionen, Rezepturen und Anti-Jetlag-Mittel.

Ursprünglich wolltet ihr mit Track, einem flüssigen Snack, den Markt erobern. Nun ist Track Geschichte und ihr seid mit sleep.ink, einer Schlafhilfe, unterwegs. Was sind die Gründe für diesen radikalen Umschwung?
Auf den ersten Blick wirkt der Umschwung in der Tat radikal. Für uns war jedoch bereits vor und auch nach Track klar, dass wir im Bereich der funktionellen Lebensmittel zu Hause sind. Und auch wenn sich sleep.ink per Definition nun Nahrungsergänzungsmittel nennt, so bleiben wir doch bei einem Getränk.

Was aber sind die Hintergründe für den Schritt von Track zu sleep.ink?
Zum Hintergrund lässt sich sagen, dass uns schon zu Beginn bewusst war, dass die Produktion von Track sehr komplex sein würde. Nach zwei Großproduktionen mussten wir jedoch einsehen, dass die Herstellung nicht nur sehr aufwendig, sondern final auch zu kostspielig wurde.

Wie seid ihr dann auf die Idee zu einer Schlafhilfe gekommen?
Man kann sich sicher vorstellen, dass uns die Track-Zeit einige schlaflose Nächte bereitete, was uns erstmals zur Suche nach schlaffördernden Präparaten veranlasste. Dabei stießen wir dann entweder auf Schlaftees oder Pillen und Tabletten. Einige, nicht-rezeptpflichtige haben wir davon getestet und für erstaunlich wirkungsvoll befunden. Eine wirkliche Option für den regelmäßigen Einsatz waren diese Präparate jedoch nicht. Manche hinterließen eine Art “verkatertes” Gefühl am Morgen, andere beinhalteten zu viele uns unbekannte Inhaltsstoffe und außerdem fühlte sich der Konsum einer Kapsel oder Tablette irgendwie nicht richtig an. Auf der Suche nach weiteren Alternativen entstand somit aus der eigenen Notsituation heraus die Idee für sleep.ink. Und während wir also versuchten das Ruder mit Track herumzureißen, entwickelten wir gemeinsam mit Industriepartnern verschiedene Rezepturen für sleep.ink. Nachdem die ersten Tests erfolgreich verliefen, wir die Wirkung bestätigt bekamen und sleep.ink als verkehrsfähiges Produkt zertifiziert wurde, entschlossen wir uns Anfang des Jahres, die volle Konzentration auf sleep.ink zu legen. Seit unserem Start im Juli bekommen wir unglaublich viel Zuspruch, tolles Kundenfeedback und der Verkauf über unseren Onlineshop stellt jede unserer Erwartungen in den Schatten. Natürlich kommt uns dabei auch zugute, dass das Thema guter Schlaf ein immer prominenter werdendes ist und in Deutschland nur jeder dritte mit seinem Schlaf rundum zufrieden ist.

Welche Erfahrungen aus der Track-Zeit konntet ihr in sleep.ink einfließen lassen?
Dadurch, dass wir in den vergangenen Jahren jeden Tag in der Lebensmittelbranche tätig waren, bringen wir natürlich einiges an Erfahrung mit in das neue Projekt. Dies hilft uns vom Betriebswirtschaftlichen, über das Rechtliche und Marketing bis hin zum Operativen. Wir sind nicht nur schneller, sondern müssen so manchen Fehler eben nicht mehr begehen und wissen bei aufkommenden Fragen auch schneller eine Lösung zu finden. Am wichtigsten sind jedoch die von uns in der Vergangenheit geknüpften Kontakte. Mit Atlantic Food Labs haben wir ein enorm starkes Netzwerk im Rücken und auch unsere Partner seitens der Produktion machen dieses Produkt erst möglich. Schließlich bedarf es der Einhaltung einer Menge an Vorgaben und Richtlinien um solch ein Produkt auf den Markt bringen zu dürfen. Und bei allem Enthusiasmus -das überlassen wir dann doch lieber den Profis.

Wo steht sleep.ink in einem Jahr?
Da wir den Schlaf ganzheitlich betrachten, wollen wir in einem Jahr bereits weitere Produkte rund um den gesunden Schlaf anbieten. Schließlich gibt es verschiedenste Möglichkeiten, seinen Geist und Körper optimal auf eine erholsame Nacht vorzubereiten. Bis es jedoch soweit ist, haben wir erstmal genug damit zu tun, unseren Schlafdrink bekannt zu machen. Erfreulicherweise sind unsere bisherigen Kunden die besten Botschafter unserer Idee und unterstützen uns fleißig darin. In einem Jahr werden unsere Kunden sleep.ink außerdem nicht mehr nur online finden, sondern auch bei ausgewählten Partnern. Dafür sprechen wir bereits mit Hotels, Praxen, Bettengeschäften und Flughäfen, da das in sleep.ink enthaltene Melatonin auch ein beliebtes Anti-Jetlag-Mittel ist.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.