IPO Rocket Internet-Aktien kosten bis zu 42,50 Euro

Die Erstnotierung von Rocket Internet an der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 9. Oktober geplant. Die Aktien kosten zwischen 35,50 und 42,50 Euro. "Die Erlöse aus dem Börsengang werden uns helfen, neue Gesellschaften zu gründen und weiter in bestehende Unternehmen zu investieren", sagt Oliver Samwer.
Rocket Internet-Aktien kosten bis zu 42,50 Euro

Es wird langsam ernst für Oliver Samwer, dem Mann an der Spitze von Rocket Internet. An diesem Dienstag veröffentlichte der Inkubator die Preisspanne für den geplanten Börsengang. Aktien von Rocket Internet kosten demnach zwischen 35,50 und 42,50 Euro. “Der Angebotszeitraum beginnt am 24. September 2014 und wird voraussichtlich am 7. Oktober 2014 enden”, teilt das Unternehmen mit. Die Erstnotierung an der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 9. Oktober geplant. Damit liegt der Inkubator im erwarteten Zeitrahmen.

Weitere wichtige Punkte aus der aktuellen Presseveröffentlichung:

* Rocket wird im Zuge einer Kapitalerhöhung bis zu 32.941.177 neue Aktien ausgeben. Rockets gegenwärtige Anteilseigner werden im Rahmen des IPO keine Aktien veräußern. Außerdem werden 4.941.176 Anteile für eine mögliche Mehrzuteilung zur Verfügung gestellt („Greenshoe-Option“). Das Unternehmen erwartet Bruttoerlöse von etwa 1,477 Mrd. Euro aus dem Angebot bei Platzierung der maximalen Anzahl an Angebotsaktien einschließlich der Ausübung der Greenshoe-Option zum Mittelwert der Preisspanne. Dies entspricht einer Marktkapitalisierung in Höhe von 6,161 Mrd. Euro.

* Eine Reihe herausragender, internationaler Cornerstone Investoren haben sich verpflichtet, im Rahmen des Börsengangs Aktien zum Angebotspreis im Wert von insgesamt 582,5 Mio. Euro zu erwerben. Die zwei größten Cornerstone Investoren sind ein von Baillie Gifford & Co. gemanagter Investmentfonds und J.P. Morgan Securities LLC. Baillie Gifford & Co., geführt von Scottish Mortgage Investment Trust Plc, hat sich verpflichtet 350 Mio. Euro zu investieren, und J.P. Morgan Securities LLC hat sich verpflichtet 100 Mio. Euro zu investieren.

* Rocket plant, einen Großteil der Erlöse aus dem Börsengang für die Gründung neuer Unternehmen und für Investitionen in bestehende Konzept-Unternehmen zu verwenden. Auf diese Weise kann Rocket ihren neuen Unternehmen mit Blick auf langfristige Mehrheitsbeteiligungen über die Gründungsphase hinaus Finanzmittel zur Verfügung stellen. Außerdem plant Rocket, in einige ihrer jüngeren Unternehmen zu investieren, um bestehende Mehrheitsbeteiligungen ebenfalls längerfristig auszubauen und zu erhalten. Darüber hinaus plant Rocket, ihre Beteiligungen an einigen ihrer ausgereifteren Unternehmen zu konsolidieren.

Noch mehr Infos im Rocket-Börsenprospekt (PDF).

Die Rocket Internet-Gesellschafter im Überblick
* Global Founders: 52,3% (vorher 53,7 %, 58,7 % bzw. 65,2 %)
* Kinnevik: 18,1 % (vorher 18,5, 21,5 % bzw. 23,9 %)
* United Internet: 10,4 % (vorher 10,7 %)
* Access Industries: 8,3 % (vorher 8,5, 9,8 % bzw. 10,9 %)
* Philippine Long Distance Telephone Company: 8,4 % (vorher 8,6 bzw. 10 %)
* Holtzbrinck Ventures: 2,5 %

Passend zum Thema: “40 Dinge, die man über Oliver Samwer wissen muss” und “Länder, um die Rocket Internet (bisher) einen Bogen macht“.

Fotogalerie: Rocket Internet – Die neuesten Start-ups

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Der Berliner Über-Inkubator Rocket Internet gründet bekanntlich Start-ups wie am Fließband – und manchmal noch schneller. Hier eine Übersicht der neuesten Projekte.

Foto: rocket from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.