Lieferando sammelt 15 Millionen Euro ein – Macquarie steigt bei Lieferdienstvermittler ein

Der Berliner Lieferdienstvermittler Lieferando (www.lieferando.de), der bisher 6 Millionen Euro Risikokapital einsammelte, holt sich von der australische Investmentbank Macquarie und seinen Altinvestoren frisches Geld für den Kampf gegen Lieferheld (www.lieferheld.de) und Co. Nach […]
Lieferando sammelt 15 Millionen Euro ein – Macquarie steigt bei Lieferdienstvermittler ein

Der Berliner Lieferdienstvermittler Lieferando (www.lieferando.de), der bisher 6 Millionen Euro Risikokapital einsammelte, holt sich von der australische Investmentbank Macquarie und seinen Altinvestoren frisches Geld für den Kampf gegen Lieferheld (www.lieferheld.de) und Co. Nach Informationen von deutsche-startups.de fließen im ersten Schritt 15 Millionen Euro in die Jungfirma, die ansonsten maßgeblich von DuMont Venture, Doultin (ehemals Moraún), Mountain Super Angel, Rheingau Ventures und der KfW unterstützt wird. Neuinvestor Macquarie hält ab sofort rund 27 % an Lieferando. Doultin hält 16 %, die KfW 11 %, DuMont knapp 9 %, Mountain Super Angel 8 % und Rheingau Ventures 5 %.

Lieferando wurde 2009 von Christoph Gerber, Jörg Gerbig und Kai Hansen gegründet. Zur Seite stand dem Trio damals Rheingau Ventures. Der Inkubator wurde von den Ex-sportme-Machern Tobias Johann, Philipp Hartmann und Kai Hansen ins Leben gerufen. Lieferando ist momentan in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Polen und Frankreich unterwegs. Mit den neuen 15 Millionen Euro Risikokapital sammelte das Start-up bisher rund 21 Millionen Euro ein. Der deutsche Wettbewerber Delivery Hero (www.deliveryhero.com), zu dem auch Lieferheld gehört, sammelte bisher rund 40 Millionen Euro ein. Etliche Millionen davon steckten die Berliner bereits in Übernahmen – so schluckte das Unternehmen unter anderem die OnlinePizza Norden Group.

Just-Eat sammelte bisher 129 Millionen Dollar ein

Das Maß der Dinge in Sachen Finanzierung bleibt aber weiter Just-Eat (www.just-eat.co.uk), das erst im Frühjahr dieses Jahres weitere 64 Millionen Dollar, umgerechnet knapp 51 Millionen Euro, von diversen Investoren bekommen hat. Insgesamt sammelte der weltweite Marktführer, der in Deutschland bisher nicht aktiv ist, in den vergangenen drei Jahren rund 129 Millionen Dollar, knapp 103 Millionen Euro, ein.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.