Wettkampf der Lieferdienste: Lieferando sammelt weitere Millionen ein

Der Wettstreit der Lieferdienste geht in die nächste Runde: Lieferando (www.lieferando.de) verkündet den Abschluss einer Finanzierungsrunde. Der Lieferdienstvermittler, der gerade mit einer Plakatkampagne die Werbetrommel rührt, sammelt stattliche sechs Millionen Euro ein. Wobei […]
Wettkampf der Lieferdienste: Lieferando sammelt weitere Millionen ein

Der Wettstreit der Lieferdienste geht in die nächste Runde: Lieferando (www.lieferando.de) verkündet den Abschluss einer Finanzierungsrunde. Der Lieferdienstvermittler, der gerade mit einer Plakatkampagne die Werbetrommel rührt, sammelt stattliche sechs Millionen Euro ein. Wobei in der offiziellen Presseinfo von seit der Firmengründung die Rede ist. Das Kapital stammt von den Altgsellschaftern DuMont Venture, Moraún Investment, Mountain Super Angel und Rheingau Ventures sowie der KfW und zwei weiteren Privatinvestoren aus dem Umfeld von Mountain Partners. Anfang dieses Jahres verkündete Lieferando bereits eine Finanzspritze in siebenstelliger Höhe – damals stieg der Luxemburger Kapitalgeber Moraún beim Berliner Start-up ein. Konkurrent Lieferheld.de (www.Lieferheld.de) sammelte im Frühjahr bei einer Finanzierungsrunde vier Millionen Euro ein.

“Der Online-Food-Markt stellt ein attraktives Segment dar, besonders in Bezug auf die Zuwachsquote von Lieferserviceplattformen”, sagt Carsten Gellermann von der KfW. “Das innovative Konzept von Lieferando für Privatleute, Unternehmen und Lieferdienste besitzt große Wachstumschancen. Wir freuen uns, das Gründerteam auf seinem Weg unterstützen zu können.” Neben Privatkunden beliefert Lieferando auch Geschäftskunden. Neben Pizza und Co. geht es dabei auch um die Themen Catering und Obstlieferungen. Ursprünglich war das Start-up , dass anfangs yourdelivery.de hieß, komplett auf das b2b-Segment ausgerichtet. Vor dieser Finanzerungsrunde hielt Moraún Investment 18 % der Lieferando-Anteile, DuMont Venture war mit 14 % an Bord und auf Mountain Super Angel entfielen knapp 13 %. Lieferando wurde 2009 von Christoph Gerber, Jörg Gerbig und Kai Hansen gegründet. Zur Seite stand dem Trio Rheingau Ventures. Der Inkubator wurde von den Ex-sportme-Machern Tobias Johann, Philipp Hartmann und Kai Hansen ins Leben gerufen.

“Unser Ziel ist es, die größte Lieferservice-Plattform Deutschlands zu sein”

Das Lieferando-Team hat große Pläne: “Wir werden unser Wachstum stark ausbauen, sodass Lieferando.de künftig flächendeckend in allen deutschen Städten verfügbar ist. Unser Ziel bis zum Ende des Jahres ist es, mit 6.000 Partnern die größte Lieferservice-Plattform Deutschlands zu sein. Durch den finanziellen Rückhalt der Investoren können wir die erforderlichen Maßnahmen für ein schnelles Erreichen dieses Ziel umsetzen“, sagt Mitgründer und Geschäftsführer Gerbig. Momentan sind bei Lieferando nach eigenen Angaben “über 3.000 Lieferdienste” verzeichnet. Die Jungs und Mädels von Lieferheld.de dürften diese vollmundige Ankündigung als Herausforderung annehmen. Über 20 Millionen Euro will das von Tengelmann, Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt) und Team Europe Ventures bzw. Point Nine Capital unterstützte Start-up in den kommenden Jahren in Werbung investieren, um die deutsche Marktführerschaft zu erobern. “Dabei kann jetzt noch nicht abschließend gesagt werden, welcher Channel-Mix für Lieferheld optimal sein wird. Wir werden testen und die Kanäle, die gut funktionieren, skalieren”, sagte Lieferheld.de-Mitgründer Fabian Siegel kürzlich im Interview mit deutsche-startups.de. Wir freuen uns weiter auf einen spannenden Wettbewerb.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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