Neue Startup-Schmiede: Netzathleten-Gründer ziehen Inkubator VentureStars hoch

Überraschung die zweite: Nachdem das Gründerteam vor gut einem Monat den Verkauf seines Vertikalen Netzwerks netzathleten (www.netzathleten-media.de) an die Mediengruppe RTL bekanntgab, folgt nun die zweite Erfolgsmeldung: Das Gründer-Trio hebt den Inkubator VentureStars […]
Neue Startup-Schmiede: Netzathleten-Gründer ziehen Inkubator VentureStars hoch

Überraschung die zweite: Nachdem das Gründerteam vor gut einem Monat den Verkauf seines Vertikalen Netzwerks netzathleten (www.netzathleten-media.de) an die Mediengruppe RTL bekanntgab, folgt nun die zweite Erfolgsmeldung: Das Gründer-Trio hebt den Inkubator VentureStars (www.venture-stars.com) aus der Taufe. “Wir haben immer gewusst, dass wir nach dem Verkauf von netzathleten media als Business Angels aktiv bleiben wollen”, erklärt Pfannmöller gegenüber deutsche-startups.de. “Nun wird VentureStars unser Projekt für die kommenden zehn Jahre sein.” Pfannmöller übernimmt die operative Geschäftsführung der Münchner Gründerschmiede, während seine beiden Mitstreiter Florian Calmbach und Martin Junker als passive Investment Partner im Hintergrund agieren werden. Insgesamt gehören dem Team von VentureStars acht Partner an.

VentureStars richtet sich sowohl an Gründungsinteressierte, die gemeinsam mit dem Inkubator ein Start-up aufbauen wollen, als auch an Gründer, die schon eine eigene Geschäftsidee haben und eine Seed-Finanzierung suchen. Sie wolle man “in erfolgskritischen Bereichen unterstützen, das Wachstum beschleunigen und damit die Erfolgswahrscheinlichkeit wesentlich erhöhen”, erklärt der ehemalige Leistungssportler Pfannmöller. Seine Ziele für die kommenden Jahre sind hoch gesteckt: VentureStars soll sich zu einer der deutschen Top-3-Gründerschmieden entwickeln, rund 20 Start-ups will der Inkubator in den nächsten Jahren gründen bzw. finanzieren. Die ersten zwei VentureStars-Neugründungen, darunter ein E-Commerce-Startup, wird es schon in diesem Jahr geben. Der Standort München sei zwar nicht aus strategischen Gründen gewählt, habe aber große Vorteile: “Der Wettbewerb um Talente ist in Berlin mittlerweile wesentlich härter.”

Schon sechs Start-ups im Portfolio

Schon jetzt befinden sich verschiedene Start-ups im Portfolio von VentureStars. Dabei handelt es sich um die bisherigen Projekte der Netzathleten-Gründer, die nun vom neuen Inkubator unterstützt werden: Neben netzathleten media sind dies mysportbrands (Sport-Clubshop), mysportworld (Sport-E-Commerce), sportnahrung24.de (Nahrungsergänzung) und die beiden Software-Unternehmen filespots (SaaS Filesharing) und inout (SaaS Fileconvertierung). “Mit VentureStars werden wir schwerpunktmäßig Start-ups aus den Bereichen E-Commerce, Lead-Generation, Advertising, Mobile, Gaming sowie Technologie-Gründungen unterstützen“, erklärt Pfannmöller gegenüber deutsche-startups.de die Ausrichtung des Inkubators.

VentureStars_bild

Netzathleten: von der Sportler-Commuity zum hoch dotierten Vertical

Mit dem Verkauf ihres vertikalen Netzwerks – Florian Calmbach, Martin Junker und Peter Lauck bleiben als Geschäftsführer an Bord – und der Gründung von VentureStars haben die Netzathleten-Gründer in diesem Sommer für zwei spannende Meldungen gesorgt. Der Kaufpreis von netzathleten lag bei über 20 Millionen Euro, wobei ein Teil dieser Summe von der Erreichung bestimmter Ziele abhängig ist. Mit der Expertise im Bereich Verticals, die sich das Trio in zahlreichen Projekten angeeignet hat, ist das Team ein großer Gewinn für die Mediengruppe RTL, die verstärkt in den Bereich Onlinevermarktung investieren will.

Insgesamt fünf Verticals haben Pfannmöller und Co. im Laufe ihrer Gründerkarriere hochgezogen: business & more, entertainweb, GesünderNet, netzathleten network und worlds of food. Dabei hat das Team einen guten Riecher bewiesen und sein anfängliches Konzept mit Blick auf den Markt evolutionär weiterentwickelt. Zunächst war netzathleten als Sportler-Community gestartet, später wurde daraus eine Sportplattform samt Magazin. Dann wandelte sich das Projekt in ein Vertikales Netzwerk rund ums Thema Sport, nach dem sich zuletzt auch Branchenriesen wie Gruner + Jahr und die Telekom die Finger leckten. Dies dürfte den Kaufpreis nochmals entscheidend in die Höhe getrieben haben.

Für Gründungsinteressierte: Der “Pool of Talents”

Interessant für Gründer und Gründungsinteressierte: Wer den Münchner Inkubator gerne von sich überzeugen möchte, kann sich für den „Pool of Talents“ bewerben und sich als potentieller Gründer qualifizieren. Für den Pool of Talents werden u.a. monatliche Networking-Events veranstaltet. 

Zum Thema
* Zweistelliger Millionenexit: RTL übernimmt netzathleten
* netzathleten auf Expansionskurs: Startschuss für entertainweb und worlds of food
* GesünderNet legt Zahlen vor – netzathleten deswegen im Minus
* Von der Community zum Vertical: netzathleten auf dem Weg nach ganz oben
* netzathleten starten GesünderNet
* netzathleten wachsen rasant – Vertikale Netzwerke im AGOF-Check
* Vertical-Boom: Sportvertical fordert die netzathleten heraus
* netzathleten wandeln sich um Vertical

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.



  1. Peter

    Cool. Endlich mal ein Inkubator im schönen München!



  2. Meinhold

    Glückwunsch zum netzathleten Exit und Glückwunsch zu Venture Stars! Weiter so! :)



  3. Thorsten

    Finde ich eine super Idee. Bin mal gespannt welche Ausrichtung die einschlagen. Copycat oder wirklich innovative Projekte. Denke Compycate wird dank Samwer und Uhrenbacher ;) wohl schwieriger. Abwarten.



  4. Anonym

    Ich sehe das skeptischer. Deren Exit war wegen der starken Leute im Hintergrund möglich, und das sind inzwischen andere (wirklich erfolgreiche) Inkubatoren wie Team Europe (Hanse Ventures, Hackfwd, …). Das sind die Spieler, welche wirklich relevant sind, belastbare Netzwerke und Einfluss haben. Warum muss jetzt jeder Junggründer nach seinem ersten Exit seinen eigenen “Inkubator” starten – das wird nicht nachhaltig sein. Die großen Strukturen besetzen bereits die wirklichen Top Leute wie Lukasz Gadowski (TEV), Samwer, Hinrichs (HackFwd). Auch in München gibt’s da Leute, welche sicher schon profilierter und qualifizierter zum Supporten sind, als die “Grünschnäbel” von den Venture Stars Homepage.

    Gut für das Ecosystem ist es auf jeden Fall, aber hier nochmals der Rat an Gründer, sich nur an A-Top-Inkubatoren zu wenden. Warum schreibe ich das: Unser Gründerteam war leider bei einem dieser jetzt unzähligen B-Klasse Inkubatoren, was im Verlauf dann nur zu Problemen, Demotivation und effektiv mehr Profilneurosen als wirklichem Support geführt hat.



  5. Andy G

    Die aktuellen Projekte, die scheinen ja auch gut zu laufen, wenn man den Finanzierungen bei mysportbrands glauben schenken darf: http://www.gruenderszene.de/news/mysportbrands-finanzierungsrunde
    Ich bin gespannt, in welchen Branchen sich Venture Stars genau positioniert oder ob es auch nur Copy-Cats a la Samer werden.



  6. Steffen

    Viel Erfolg und Glückwunsch zum Launch!



  7. Martin

    Gut für Gründer ist das allemal, da diese nun eine weitere Alternative haben. Ein bisschen mehr Wettbewerb unter den Inkubatoren wird dem “Marktpreis” für Inkubatoren aus Sicht der Gründer sicher auch nicht schaden. Wenn das Stimmt was man von Rocket so hört scheint das manchmal nicht wirklich fair.



  8. Tom

    Dünne Substanz bei Venturestars.

    Inkubatorbubble…



  9. Mike

    Bin gespannt, welches das erste ecommerce Projekt wird, der Markt ist ja aktuell auch ziemlich heiß.
    Finde es auf jeden Fall gut, dass sich nicht alle vom Berlin Trend verleiten lassen.
    Und der deutschen Gründerszene tut so ein Inkubator auf jeden Fall gut.

  10. Ich kann zwar nicht auf entsprechende Erfahrungen zurückgreifen, sehe das ganze Thema aber genauso wie Kommentator Nr.4 “Anonym”.
    Wer die Szene regelmäßig verfolgt, weiß mit Sicherheit, dass es ein hartes Business ist, neue Ideen als Start-Up umzusetzen und dann auch erfolgreich nach oben zu bringen.
    Wer sich an die falschen Leute wendet, wird mit großer Wahrscheinlichkeit selbst nichts von seiner Idee haben.
    Man muss sich nach wie vor im klaren darüber sein, dass man NICHTS im Leben geschenkt bekommt. Schon gar nicht, wenn die “falschen” Inkubatoren mit genialen Ideen eines Hilfesuchenden/Start-Up-Gründers lieber eigene Projekte starten wollen – a la Samwer/Copycats…
    Das^^ ist nicht auf VentureStars bezogen, denn ich kenne die Herrschaften nicht persönlich.
    Wer eine gute Idee hat sollte versuchen, zunächst ohne fremde Hilfe durchzustarten – das haben andere auch schon geschafft! Ansonsten: Die echten Profis um Rat fragen!

  11. Pingback: deutsche-startups.de – Neue Startup-Schmiede: Netzathleten-Gründer ziehen Inkubator VentureStars hoch | VentureStars

  12. Pingback: Kurzmitteilungen: Yachtico, Rheingau Founders, MySweetsBox, smava, Fidor, Tradoria, Rakuten :: deutsche-startups.de

Aktuelle Meldungen

Alle