Vertical-Boom: Sportvertical fordert die netzathleten heraus

Neben der Groupon-Invasion gibt es derzeit zum Glück noch andere heiße Themen – Verticals beispielsweise. Die kürzliche Bewertung von US-Erfolgsnetzwerk Glam mit 750 Millionen Dollar wird das Thema sicherlich weiter anheizen. Die Cresces-Gruppe, […]

Neben der Groupon-Invasion gibt es derzeit zum Glück noch andere heiße Themen – Verticals beispielsweise. Die kürzliche Bewertung von US-Erfolgsnetzwerk Glam mit 750 Millionen Dollar wird das Thema sicherlich weiter anheizen. Die Cresces-Gruppe, die im Dezember die Mehrheit bei Vertical Network Media (www.verticalnetwork.de) übernommen hatte, schickt nun ein weiteres Unternehmen in diesem Segment ins Rennen. Gemeinsam mit Jens Klamer und Jens Neuman gründet Cresces das Start-up Sportvertical (www.sportvertical.de). Mehrheitsgesellschafter Cresces stattet das junge Unternehmen mit einem sechsstelligen Betrag aus. Klamer wirkte in den vergangenen Jahren beim Sportsites-Vermarkter sportwerk und kennt sich im Sportsegment somit bestens aus.

Zum Portfolio des sportlichen Verticals gehören zum Start fussball.com, onlinefussballmanager.de, fussballcup.de und formel1.net. Somit geht das Netzwerk auch sportliche Spielseiten an. Die Reichweite geben die Netzwerker mit 11 Millionen Visits und 125 Millionen PageImpressions an.”Ein vertikales Netzwerk zum Thema Sport aufzubauen, ergänzt unseren Bereich Medien perfekt“, sagt Cresces-Chef Florian H. W. Schmidt. Der Grundgedanke bei diesen vertikalen Netzwerken ist immer gleich: Die Anbieter bündeln kleine und mittlere Themen-Websites unter einem gemeinsamen Dach und vermarkten die so entstandene Reichweite. Erstaunlich ist bei diesem Engagement, dass sich Cresces damit selbst Konkurrenz macht. Der neue Marktteilnehmer Sportvertical, sei aber in Absprache mit Vertical Network Media entstanden, teilt der derzeitig umtriebige Investor mit. Ein Sport-Vertical ist nun von Vertical Network aber nicht mehr zu erwarten.

“Spricht für die Attraktivität des Themas”

Sportvertical dürfte aber den netzathleten (www.netzathleten.de) gehört Konkurrenz machen. netzathleten-Gründer Stefan Pfannmöller freut sich auf den Konkurrenten: “Wir warten schon seit einem Jahr auf Wettbewerb, dass nun der Versuch unternommen wird, spricht für die Attraktivität des Themas”, sagt er gegenüber deutsche-startups.de. Und weiter: “Sportvertical startet unter anderem mit zwei größeren Gamingseiten mit vielen Klicks zum Thema Fußball. Netzathleten setzt hingegen auf authentische, hochwertige Sport-Expertenseiten und erreicht dabei bereits über 1,5 Millionen Sportler”. Der Wettkampf ist somit eröffnet. Möge der bessere gewinnen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.