Outfittery verschickt in sechs Monaten 3.000 Boxen

EXKLUSIV Knapp sechs Monate nach dem Start geben Julia Bösch und Anna Alex, die Gründerinnen von Outfittery (www.outfittery.de) erstmals einen Blick auf das Innenleben ihres Start-ups preis. 3.000 Boxen verschickte die Curated Shopping-Plattform […]
Outfittery verschickt in sechs Monaten 3.000 Boxen

EXKLUSIV Knapp sechs Monate nach dem Start geben Julia Bösch und Anna Alex, die Gründerinnen von Outfittery (www.outfittery.de) erstmals einen Blick auf das Innenleben ihres Start-ups preis. 3.000 Boxen verschickte die Curated Shopping-Plattform für Männer nach eigenen Angaben bisher. Zielgruppe von Outfittery sind shopping-unbegeisterte Männer. Die acht Style-Expertin des Unternehmens kümmern sich um die männlichen Modemuffeln und sprechen mit diesen ihre Outfitwünsche durch. Anschließend bekommt der Kunde eine Auswahl an Outfits kostenlos nach Hause geschickt. Bei bisher 3.000 verschickten Boxen verlassen somit momentan pro Monat rund 500 Boxen das Outfittery-Lager.

Klamotten, die den Kunden gefallen, müssen diese bezahlen. Den Rest kann jeder wieder zurück an Outfittery, ehemals Paul Secret, schicken. Wie Bösch und Alex berichten, “wählen die meisten Kunden Artikel im Wert von 300 Euro aus Ihrer Box aus und möchten alle zwei Monate eine neue Box erhalten”. Service, Versand und Rückversand sind für die Kunden kostenlos. Geld verdient Outfittery allein über den Verkauf der Waren, die den Kunden gefallen. “Die Preise, zu denen Outfittery die Artikel verkauft entsprechen üblichen Ladenpreise – ohne Aufschlag”, versprechen die Gründerinnen. “Da wir keine Verkaufsfläche haben, müssen wir keine teuren Ladenflächen bezahlen, sondern können es uns leisten uns voll auf den Kundenservice zu konzentrieren“, sagt Alex. Dafür stehen aber schon 30 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste der Jungfirma.

outfittery Gründerinnen

500 verschickte Boxen im Monat, ein Warenkorb in Höhe von rund 300 Euro und alle zwei Monate eine neue Chance, den bestehenden Kunden neu zu beliefern, klingen zum Start nicht schlecht und besser als das Konzept zum Start vermuten ließ. “Deutschlands Männer scheinen in der Tat auf so einen Service gewartet zu haben”, sagt Gründerin Bösch. Mal sehen, wie es nach dem Weihnachtsgeschäft bei Outfittery läuft und wie die Zahlen in sechs Monaten aussehen.

Hausbesuch bei Outfittery

ds-Haus- und Hoffotograf Andreas Lukoschek durfte sich Outfittery im August einmal ganz genau umsehen. Er fand neben dem erwähnten Bürohund, viele stylische Klamotten und zwei knutschende Mini-Schweine. Alle Eindrücke in unserer Fotogalerie.

ds_outfittery

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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  2. Roland Felbner

    Hübsche Mädels, Kompliment!!!
    Die Kennziffer 17 versendete Boxen pro Mitarbeiter pro Monat überzeugt mich allerdings noch nicht so ganz.



  3. martin

    500 Boxen pro Monat zu durchschnittlich 300 Euro Warenwert (davon dann vielleicht 20% Marge?), also 60 Euro.

    500 x 60 Euro = 30.000 Euro/Monat

    30 Mitarbeiter zum Durchschnittsgehalt von 2.000 Euro = 60.000 Euro /Monat

    Dazu Miete, Versand- und Retourkosten, Marketing und Technikkosten.

    Hmmm…

  4. Immerhin machen Julia und Anna Umsatz. Soll heutzutage bei jungen Unternehmen ja nicht mehr zwingend die Regel sein…..



  5. Sven

    mal nicht immer mäkeln… Hier häufen sich sonst nur Artikel von Unternehmen, die Pitches gewinnen und Geld einheimsen aber nach einiger Zeit mit keinem Umsatz untergehen.

  6. ….und martin, mach aus den 20% Marge ruhig mal das Drei-, Vier- oder Fünffache. Schon sieht die Rechnung gar nicht mehr allzu übel aus :)



  7. Martin

    @Martin:
    Im Modebereich hast Du wesentlich höhere Margen. Rechne also mal eher mit 150 Euro pro Box, dann sieht das doch schon ganz anders aus… vielleicht auch noch nicht rentabel, aber für ein so junges Unternehmen sehr respektabel.



  8. steve

    rund 65k umsatz pro monat sind das bei denen & nicht 30k ;)

    top – weiter so !



  9. Peter

    @roland/martin: davon abgesehen, dass die marge eher bei 40% liegt vergestt ihr anscheinend, dass wohl nicht vom ersten monat an 30 MA beschäftigt waren…



  10. max

    die kunden behalten aber auch wahrscheinlich im durchschnit nur 50% der sachen, wenn überhaupt…



  11. mike

    Ich kann mir die WerbeSPOTTs schon vorstellen:

    Treffen sich zwei Klonkrieger mit der selben Kleidung im Park: “Nicht schon wieder!” — “Outfitterie – Ihre Individualität passt in eine Box.”

    Zweiter:

    Ein Clown, ein Rocker und ein ehemaliger Kunststudent treffen sich auf dem Arbeitsamt. Sagt die Bearbeiterin: Den Clown und Rocker versteh ich, aber warum ziehst du dich so konisch an? — “Outfitterie – Wir leben, weil Sie sich nicht kleiden können.”



  12. Toto

    Ey ich frag mich immer was die mit so vielen Mitarbeitern wollen? Wenn das so ist, dann können die den Laden selbst bei 3000 Boxen im Monat schließen. Die Rechnung geht voll nicht auf, sehe ich ähnlich wie Martin. Mal schauen wie lange die sich halten.

  13. Roland Felbner:

    Michael Krause: Das 5fache von 20 % geht gar nicht. Das wären dann 100 %. Da müssten die ja das Zeugs umsonst bekommen und keine Kosten haben.

    Martin: Auch bei Markenklamotten?

    “momentan pro Monat rund 500 Boxen das Outfittery-Lager”

    “Dafür stehen aber schon 30 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste der Jungfirma.”

    Was machen die den ganzen Tag?

  14. Guten Morgen Herr Safferthal,

    wenn mich meine Mathematik- und BWL-Kenntnisse nicht gänzlich im Stich lassen, ist eine Marge von 100% dadurch zu erreichen, dass man ein Produkt mit einem Aufschlag von 100% auf den Einkaufspreis veräußert ;-)

    Beste Grüße und weiterhin viel Erfolg beim Kalkulieren! :)
    Michael Krause



  15. Andreas

    30 Mitarbeiter heißt nicht unbedingt 30 Festangestellte. Man möge mich korrigieren, aber üblich wäre:

    15 Vollzeitkräfte
    5 Praktikanten
    10 Minijobber oder Freelancer

    300 Euro Warenwert finde ich allerdings ziemlich beeindruckend!

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  17. Lucas

    100% Marge sind durchaus üblich. Das wäre dann bei den 300 Euro VK ein EK von 150 Euro. Gerade bei Markenklamotten ist die Marge eher noch höher.
    Von den 300 Euro können aber natürlich nicht 100% die Marge ausmachen. Wenn schon klugscheißen, dann richtig ;).

    Ich finde die Zahlen recht beeindruckend. Echter Umsatz nach 6 Monaten.

  18. Mhh, ich dachte die Marge wäre vom Verkaufspreis aus gerechnet. Naja egal. Ich verwende dieses Wort eigentlich nicht.

    Michael Krause: Ich kann schon kalkulieren. Ich gehöre nicht zu den ebay-Händlern, die vor lauter Gebühren und Steuern nicht mal ihren Gewinn ausrechnen können.

    Naja, das für die Importbuden (Adidas, …) die Marge höher ist als bei Noname ist mir klar. Die Händler-EKs kenne ich nicht. Ich kenne die nur von Unterhaltungsmedien … und dort ist die unterste Schublade.



  19. Rob

    500 sendungen ist schon ganz gut. Die Margen sind aber tatsächlich nicht so hoch.. Ich weiß das z.b. bei Jeans Margen von 35-50% auf den Endverkaufspreis drin sind.
    Allerdings gibt es gerade bei den größeren Herstellern Abnahmeverpflichtungen von ganzen Lots, wo eben auch Größen dabei sind, die schwerer verkäuflich sind.

    Das + ist für mich bei dem Konzept der Damen, dass sie keine Dumping-Preis Strategie fahren. Sollten sie es also schaffen,Stammkundschaft aufzubauen, kann das durchaus ein einträgliches Geschäft werden.

    Das einzige was mir unplausibel erscheint.. Wer kauft alle 2 Monate für 300€ Klamotten?! oO > Vor allem als Shopping- und Geschmacksmuffel…



  20. manu geitner

    Deshalb Herr Safferthal, weil Sie Margen und Werte der Branche nicht kennen, einfach mal klappe halten. Scheinbar tun sie auch nix ausser hier Dinge kommentieren die etwas mehr Unternehmergeist verlangen als ein Ebay Shop.

  21. manu geitner:

    Mit keiner Ahnung haben bin ich doch auf DS in guter Gesellschaft, wenn ich mir die vielen Kommentare hier in diesem Blog so durchlese. Aber so ist das halt in Foren und Blogs.



  22. Mike

    Völlig Zurecht, das größte Problem ist das europäische Onlinewiderrufsrecht. Damit sind Retourquoten von Modeaccessoirs und Kleidung systematisch höher als in außereuropäischen Ländern. Ich kann mir vorstellen das Männer dazu neigen Kleidung wie Nutzgegenstände anzusehen nach dem Motto “Hauptsache ich bekomme regelmäßig etwas Neues zum Tragen.”, jedoch wird sich auch hier erst zeigen müssen, ob die Branche genug Margen zulässt, um die Verluste aus Retouren wieder aufzufangen. Aber so wie ich die VCs kenne, wird einfach nur nach Umsätzn gepusht und in 5 Jahren verkauft. Damit verkrüppelt sich die dt. Startupcommunity nur selbst.

  23. Die hohe Retourquote ist aber meiner Meinung nach teilweise auch hausgemacht. Die Größenangaben sind oft erwürfelt. Es wäre auch nicht schlecht, wenn bei den Online-Shops alle möglichen Maße zu den Kleidungsstücken dabei stehen würden. Von der oft billigen Verarbeitung ganz zu schweigen. Sieht man leider nicht auf den Shop-Fotos.

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