Der Social-Bookmark-Dienst Mister Wong (www.mister-wong.de) hat seinen Weg gemacht. Der Ableger der Agentur construktiv ist aus der deutschsprachigen Zweinullszene nicht mehr wegzudenken. Im ersten Quartal dieses Jahres bescheinigte die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) dem im Frühjahr 2006 gestarteten Dienst stattliche 1,70 Millionen Unique User. Im Vergleich zum Vorquartal ist dies zwar nur ein kleines Plus von 3,7 % oder 0,06 Millionen Nutzern, aber Mister Wong hat damit eine größere Reichweite als etablierte Angebote wie Zeit online, Kicker und n-tv.de.
Offizielle IVW-Zahlen gibt es von Mister Wong noch nicht – erst im Herbst weist die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern die Visits und Page Impressions aus. Die bisherige inoffizielle Messung durch die IVW ergab im Juni 8,2 Millionen Page Impressions – im Vormonat waren es rund eine Million Seitenabrufe weniger. Mit rund 8 Millionen Page Impressions ist Mister Wong zwar keine Klickmaschine, aber auf Augenhöhe mit Plattformen wie rtl2.de, Frankfurter Rundschau online und NetZeitung. Obwohl offenkundig alle üblichen Verdächtigen bei Kai Tietjen, dem Geschäftsführer von construktiv, schon einmal angeklopft haben, um bei Mister Wong einzusteigen, blieb er standhaft und macht weiter sein Ding.
36,0 % der User zwischen 14 und 29 Jahre alt
Bei der Geschlechterverteilung gibt’s beim Social-Bookmark-Dienst keine Überraschung: 54,7 % der Nutzer sind Männer und dementsprechend 45,3 % Frauen. Damit spiegelt Mister Wong sehr gut den Gesamtmarkt wieder: 55 % Männer, 45 % Frauen. 23,2 % der Mister Wong-Nutzer sind zwischen 20 und 29 Jahre alt – im Vergleich zum Gesamtmarkt (19,5 %) ein überdurchschnittliches Ergebnis. Insgesamt sind 36,0 % der User zwischen 14 und 29 Jahre alt. Andere neuere Webdienste wie Lokalisten (60,2 %), MyVideo (51,2 %) und studiVZ (74,7 %) kommen auf deutlich höhere Zahlen in dieser Altersklasse. Mister Wong hat somit nicht nur bei trendaffinen jungen Onlinern seinen Platz gefunden, sondern ist längst auch dem älteren Durchschnittssurfer ein Begriff.
Mister Wong in Zahlen*
| Unique User | Woche | 0,43 Millionen |
| Monat | 1,70 Millionen |
| Geschlecht | Männer | 54,7 % |
| Frauen | 45,3 % |
| Alter | 14-19 | 12,8 % |
| 20-29 | 23,2 % | |
| 30-39 | 22,8 % | |
| 40-49 | 21,2 % | |
| 50-59 | 11,6 % | |
| 60+ | 8,4 % |
| Bildung | kein/oder Hauptschulab. | 31,7 % |
| Mittlere Reife | 39,1 % | |
| Hochschulreife | 29,2 % |
| Tätigkeit | in Ausbildung | 18,7 % |
| beruftstätig | 65,0 % | |
| nicht/nicht mehr berufstätig | 16,3 % |
* Quelle: AGOF (internet facts 2008-I)
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Kommentare
Wo ist die Geschichte? wo ist Nachricht? Wenn man ohne ersichtlichen Grund so einen Text veröffentlicht, dann riecht das nach PR.
Kommentar von Peter Lustig 06. Juli 2008 @ 09:02Die Zahlen sind die Geschichte. Alle wollen immer Zahlen. Und ich finde die Strukturdaten von Websites sehr spannend. Letzte Woche gab es die Strukturdaten von einigen Social Networks, heute die Daten von Mister Wong.
Kommentar von Alexander Hüsing 06. Juli 2008 @ 09:16Als Webmaster wäre mir 1/5 der Reichweite von Mister Wong auf Kicker.de oder N-tv.de wesentlich lieber, da diese Portale in der Vermarktung wesentlich stärker sind, während diese Social Bookmark Dienste zur Zeit bis auf Keyword Advertising kaum nennenswerte Vermarktungsmodelle bietet.
Kommentar von wumme 06. Juli 2008 @ 11:0631,7% der Nutzer kein oder Hauptschulabschluß – da hab ich arge Zweifel an der Erhebung (auch der Frauenanteil von 45% erscheint mir sehr hoch.)
Kommentar von Karl 06. Juli 2008 @ 11:10Mister Wong ist eines der seriösesten Startups überhaupt. Bla.bla PR usw. danke Alex für den interessanten Bericht.
Kommentar von Tom 06. Juli 2008 @ 13:31Ich find den Bericht wirklich interessant. Und das veröffentlichen dieser Zahlen ist nun wirklich keine PR – zumal es doch an erster Stelle eher die potentiellen Konkurrenten interessieren sollte. Fragt sich nur wieviel der von AGOF gemessenen User tatsächlich Mitglieder bei Mister Wong sind ;-)
Kommentar von Ron 06. Juli 2008 @ 14:40Ich finde Zahlen von Start-Ups auch immer gut :) Aber mich würde mal interessieren, wieviele Besucher von Google kommen.
Zudem glaube ich, dass 1.7 Mio Besucher/User gerade mal dazu reichen mit Werbung ein paar tausend Euro Umsatz im Monat zu machen.
Kommentar von biernot 06. Juli 2008 @ 15:32Zahlen, Zahlen, Zahlen… ich hätte von Mr Wong mehr erwartet. Eine Seite die (fast) jeder kennt, sollte meiner Meinung nach bessere Zahlen vorweisen. Aber da sieht man mal wieder, das man trotz Google auch keine Wunder vollbringen kann. Allerdings bin ich mir auch nicht sicher, ob die Bookmarkdienste noch auf dem “steigenden Ast” sind.
Kommentar von Gossip Reporter 06. Juli 2008 @ 18:53Mister Wong zieht seine recht vielen UU sicherlich über “Falschklicker” bei Google, die eigentlich zu einem Ergebnis und nicht so einer weiteren Linkliste wollen. Daher ist die user experience von MW eher negativ. Mich würde auch die PI/Visit Ratio und Verweildauer interessieren, die sieht sicherlich nicht so gut aus wie bei den genannten Zeit online, N-TV & Co.
Kommentar von Jens 06. Juli 2008 @ 19:40biernot: Ich such mir grad nen Wolf, finde aber die Quelle nicht. War in irgendeinem Wong Blog oder, auf jedenfall sagt Mr-Wong, sie würden sechsstelligen Werbeumsatz im Monat machen. Wenn ich den Artikel finde, reiche ich ihn nach.
Kommentar von Philipp 06. Juli 2008 @ 21:24@Phillipp
Kommentar von biernot 06. Juli 2008 @ 22:40Sowas veröffentlicht Mister Wong? Ich hab meine Schätzung aus eigenen Erfahrungen abgeleitet…
Glückwünsch an Kai Tietjen!
Du hast mit deinem Team ein tolles Unternehmen aufgebaut.
Wünsche Euch noch viel Erfolg!!!
Kommentar von Max 07. Juli 2008 @ 00:41biernot: War keine Veröffentlichung im Sinne von “So und soviel Geld verdient Wong 07, Plan für 08 blabla”. Es war ein Einleitungssatz in einem Artikel der um WongSL ging… Nachdem Motto “Jeden Monat haben wir einen sechsstelligen Umsatz durch Werbeeinnahmen auf Mr-Wong, daher haben wir uns entschieden, eine eigene Lösung zu entwickeln… Mit dieser Lösung blablabla”. Du verstehst mich schon :D
Ich würde das aber auch vermuten. Simple Überlegen: 80% der Wong Besucher kommen über Google, d.h. sie suchen nach irgendwas. Nun ist auf den Wong Resultat Seiten oben AdSense Werbung, nicht irgendeine AdSense Werbung, nene, AdSense Premium (d.h. völlig frei anpassbar, kriegt man von Google nur per Invite). Klickraten auf die Dinger sind wesentlich höher als bei normalen AdSense und auch die Vergütung soll anders sein (höherpreisige Ads, besserer Share). So genau kenn ich die Konditionen von diesem Premium AdSense nicht. Vergleiche dazu: http://labnol.blogspot.com/2007/04/privilege-of-being-adsense-premium.html und http://www.linkrain.com/articles/benefits-of-an-adsense-premium-publisher-7-ad-units-on-a-single-page/
Ich denke, von Deinen vermuteten 1000 Euro ist Mister-Wong meilenweit entfernt ;) Man kann dem Mister-Wong Team nur gratulieren, der Erfolg ist definitiv beeindruckend.
Kommentar von Philipp 07. Juli 2008 @ 07:11Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast! (bzw. Lügen mit Statistiken)
Kommentar von Kommentator 07. Juli 2008 @ 13:18@ Kommentator
Von welcher Statistik redest du jetzt? Diese ganzen Zahlen stammen ja nicht direkt von Mister Wong, sondern von der AGOF. Natürlich kann man immer über jede Datenerhebung diskutieren, die AGOF ist letzendlich aber die deutschsprachige Instanz zum Thema Web-Daten.
Kommentar von Alexander Hüsing 07. Juli 2008 @ 13:35Ich würde sagen ein PAAR tausend Euro. Aber jeder kann sich die Sache ja selber ausrechnen: (8.2 Mio PI * vermuteter AdSense eCPM)/1000 = X
Kommentar von biernot 07. Juli 2008 @ 14:00Es ist doch sehr interessant, dass durch die ganze Bank hinweg jede Alters- und Berufsgruppe bei Mr.Wong vertreten sind.
Kommentar von Jazzanova 18. Juli 2008 @ 11:56