Mister Wong setzt auf Textwerbung

Der Social-Bookmark-Dienst Mister Wong, der nach eigenen Angaben rund drei Millionen Besucher im Monat hat, steigt im großen Stil in die Eigenvermarktung ein. Ab kommenden Montag können Werbungtreibende über Wong SL – ähnlich […]
Mister Wong setzt auf Textwerbung

Der Social-Bookmark-Dienst Mister Wong, der nach eigenen Angaben rund drei Millionen Besucher im Monat hat, steigt im großen Stil in die Eigenvermarktung ein. Ab kommenden Montag können Werbungtreibende über Wong SL – ähnlich wie beim großen Vorbild Google AdWords – Textanzeigen zu bestimmten Wunschbegriffen schalten. Zum Start stehen rund 3.000 Begriffe zur Verfügung. “Die Anzeigen werden nach Schlagwortbereichen geschaltet, so kann zum Beispiel ein Musikportal alle Anzeigenplätze rund um das Schlagwort MP3 belegen und so exakt die richtige Zielgruppe erreichen”, verspricht Betreiber construktiv.

Die kleinen Textanzeigen erscheinen jeweils am rechten Rand oberhalb der sogenannten Tag-Cloud. Auf jeder Seite ist Platz für drei Anzeigen. Auf Google verzichten die Mister-Wong-Macher auch künftig nicht. Die Anzeigen des Suchgiganten erscheinen weiter unterhalb der Hauptnavigation. Bei der Laufzeit der Wong-SL-Anzeigen sind 30, 90 oder 180 Tage möglich. Preislich geht\’s bei 99 Cent pro Tag los. Für populäre Tags wie Bilder, Download und Kostenlos muss man dagegen 120 Euro pro Monat auf den Tisch legen. Da die Plattform kinderleicht zu bedienen ist, dürften selbst unerfahrene Online-Nutzer mit Wong SL keine Probleme haben. Die Abrechnung erfolgt über Paypal.

Screenshot Wong SL

Zunächst ist der Textanzeigen-Dienst Wong SL nur für die Vermarktung der Social-Bookmark-Plattform Mister Wong gedacht. Langfristig will construktiv-Chef Kai Tietjen das Vermarktungssystem auch für andere Web-2.0-Plattformen öffnen. WongSL eigne sich für alle Websites und Communities die nutzergenerierte Inhalte und Schlagwortsysteme einsetzen. Für viele Web-2.0-Anbieter könnte diese Form der Tagvermarktung eine interessante zusätzliche Einnahmequelle sein.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Alex

    Hm auch eine interessante Art und Weise PR für sich zu machen. Wer schreibt denn hier die Artikel? Ich habe mal gelernt das vernünftiger Journalismus vor allem an seiner Objektivität gemessen wird.

    “Da die Plattform kinderleicht zu bedienen ist, dürften selbst unerfahrene Online-Nutzer mit Wong SL keine Probleme haben. ” Das ist eine Wertung. Diese ist weder objektiv, noch nachvollziehbar.

    … Aber ich verstehe schon, über irgendwas muss DS ja auch sein Geld verdienen.

  2. Oh, jetzt haben wir mal den umgekehrten Fall. Zuletzt haben sich immer nur Leser geschwert, weil wir zu objektiv, zu neutral über die Startup-Szene berichten. Eine Brise Kritik, eine kleine Wertung hier und dar gehört aber schon seit dem Start von deutsche-startups.de für mich zum Konzept. Vor allem wenn es in Bezug auf Nutzerführung, Navigation usw. geht.

    Und den Vorwurf, dass wir für eine solche Meldungen Geld bekommen ist an den Haaren herbeigezogen. Dann könnten wir den Laden auch gleich dicht machen. Wir sind unabhängig.



  3. Prvt. Ryan

    ..NIEMAND IST UNABHÄNGIG :-)



  4. Robert

    Also ich finde das wiegt jetzt auch nicht so schwer, was Alexander geschrieben hat – man sollte jetzt auch nicht päpstlicher sein als der Papst

    Übrigens… @Alexander:

    Wie wärs wenn ihr ein Forum schafft, wo wir uns mit Postings austoben können? Einerseits ist es ganz schön, dass man nicht zwei Kommentarfronten hat, aber andererseits führt man doch halt immer sehr sachbezogene und nicht generalistische Diskussionen. Ich fänds nicht schlecht.

  5. Pingback: nicozorn.com; ein Marketing-Blog » Archiv » Mister Wong startet Eigenvermarktung mit Wong SL

  6. “Die Abrechnung erfolgt über Paypal.” …. hmmmm… bin ich der einzige, dem das Kopfschmerzen bereitet? Habe mal bei SL angefragt, ob die denn wenigstens eine ordentliche Rechnung schicken.



  7. Coskun

    Im Grunde genommen, könnte jedes Unternehmen, dass über einen Riesenpool an Mitgliedern, bzw. Kundenpotential verfügt, eine Art Inhouse Adwordslösung herstellen und seinen Mitgliedern oder potentiellen Werbekunden anbieten. Und damit sogar noch etwas günstiger als bei Adwords selbst. Ich spinne die Angelegenheit noch weiter und frage mich, warum es keinen Anbieter gibt, der sich der Lösung so annimmt, in dem er eine Art Adword coded, den jeder in sein Portal einbettet und Werbekunden dann über diesen Anbieter 1. Channel, 2 . Zielgruppen und nach sonstigen Kriterien buchen können. Ganz ohne Adwords von Google.

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