Mister Wong feuert Mister Wong

Der Social-Bookmark-Dienst “Mister Wong” hat sich nach Rassismusvorwürfen von seinem Comic-Maskottchen getrennt. Der verschmitzt lächelnde Asiate kam im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht gut an. Kurz vor dem Start des Bookmark-Dienstes in den […]

Der Social-Bookmark-Dienst “Mister Wong” hat sich nach Rassismusvorwürfen von seinem Comic-Maskottchen getrennt. Der verschmitzt lächelnde Asiate kam im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht gut an. Kurz vor dem Start des Bookmark-Dienstes in den USA kann Kai Tietjen, Geschäftsführer beim Betreiber construktiv, eine solche Diskussion gar nicht gebrauchen und schickt das eigentlich recht lustige Comicfigürchen kurzerhand ins Datennirvana. Im amerikansichen “Mister-Wong”-Blog nimmt er zu den Sache ausführlich Stellung: “It was never my intention, nor that of my company, to hurt anyone with the use of the illustration. We are extremely sensitive to this issue and the feelings of others”.

Um dauerhaft in den USA Fuss zu fassen, ist der Rausschmiss des Comic-Maskottchens (auch wenn sich in Deutschland bisher niemand darüber beschwert hat) der richtige Schritt, denn Kooperationspartner hätten die Bremer mit einer Rassismusdiskussion im Hintergrund vermutlich ansonsten keine gewinnen können. Das Corporate Design von “Mister Wong” ist nun aber völlig im Eimer.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Kai

    Besseres PR kann der Herr Wong doch nicht bekommen… jeder Blog und jede Nachrichtenagentur hat die Story aufgegriffen. Well done, Wongers!



  2. tim

    sie könnten die situation natürlich nutzen und einen Logowettbewerb in USA und DE draus machen, das könnte man so ja vielleicht sogar ein wenig größer aufziehen…

  3. Tja, das schade ist nur dass Mister Wong damit sein “Gesicht” verloren hat. Aber dennoch war die Entscheidung richtig. Es ist zwar schade, dass die Rassismus-Karte immer so schnell gespielt wird und das auch noch von den US-Amerikanern. Mister Wong ist ja schon länger in China unterwegs und vor dort gab es ja bisher auch keine Beschwerden. Und der Slogan “ping pong, king kong, Mister Wong” war ja auch wirklich bescheuert…



  4. Cheater

    Man muß aber nicht gleich sein CD ändern, nur weil ein drittklassiger Blog einem ans Bein pisst. Sorry, aber als Unternehmer braucht man etwas mehr Standfestigkeit. Gleich bei ein wenig Gegenwind die Segel streichen, ist lächerlich.

  5. Da fragt sich nur, warum noch niemand etwas gegen Super-Mario und Luigi von Nintendo unternommen hat. Da sind die italienischstämmigen US-Amerikaner wohl nicht sensibel genug. Diese politische Korrektheit wird immer absurder.

  6. Die USA ticken einfach anders. auch um andere Werfiguren wie Uncle Ben’s gab’s es zuletzt heftige Diskussionen.

    siehe FAZ

  7. Ein guter Vergleich. Nur hat Mars trotz aller Kritik an Uncle Ben festgehalten, weil sie wußten, wie wichtig Ikonen (Icons) sind. Mit bildlichen Marken kann man Menschen viel leichter ansprechen als mit reinen Wortmarken. Bilder können Emotionen leichter transportieren. Eine entsprechende Auswertung von Startup-Logos wäre ein interessanter Artikel.

  8. Ikonen sind wichtig. Mars ist aber auch eine Nummer größer als construktiv. Ein Großkonzern kann so eine Sache einfacher durchziehen als eine kleine Agentur. Und auch wenn Mars an Uncle Ben festhält, ist die Sache für das Unternehmen noch nicht ausgestanden. Die Sache kommt immer wieder hoch. So etwas kann ein kleines Unternehmen komplett lähmen.

  9. Es gibt sachen die sind nur noch lächerlich und das gehört definitiv dazu. schade das man immer gleich an rassismus denkt nur weil es nicht jeden in die tüte passt

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  15. Gordon Smith

    Alle bisherigen Kommentare oben bestätigen die deutsche Sicht der Dinge. Menschen andere Kultur werden hierzulande viel zu oft durch in den Medien Kakao gezogen. Für auto-normalen Deutsche ist das nicht schlimmes – man ist ja schließlich nicht direkt betroffen.
    Versucht erstmal nach zu denken, wie weit Vorteile sind verbreitet sind, dass Manschen nicht mal in der Lage sind diese als solche zu erkennen! Immer nur Ami-Bashing anstatt Selbstkritik. Ein echt ein armes Zeugnis!

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