#DealMonitor

Sinch zahlt 48 Millionen für MessengerPeople – Babbel verschiebt IPO – Hanse Ventures investiert in clime

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um clime, musicube, Sinch und MessengerPeople, Kupfer und Bugfoundation, YK Group und shopping24 sowie Babbel.
Sinch zahlt  48 Millionen für MessengerPeople – Babbel verschiebt IPO – Hanse Ventures investiert in clime
Mittwoch, 22. September 2021VonTeam

Im aktuellen #DealMonitor für den 22. September werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

clime
+++ Der Hamburger Investor Hanse Ventures, Invisible Hand Ventures und Sevenbee Ventures investieren eine ungenannte Summe in clime – siehe LinkedinDas junge Berliner ClimateTech, das 2021 von Lennart Pantlen, Jannis Possekel und Oktavio Port gegründet wurde, möchte Unternehmen helfen, den Co2-Abdruck seiner Mitarbeiter zu reduzieren. In der Selbstbeschreibung heißt es: “We help all employees reduce their CO2-footprint and offset the rest with individually selected climate projects”. Hanse Ventures investierte zudem kürzlich auch in So’Use, ein digitales Bestellsystem aus Leipzig. Das Startup wurde 2018 von Ben Kamran Wollscheid, Joachim Müller und Thomas Niermann gegründet. 

musicube
+++ Next Media Accelerator (NMA) und Wacken-Macher Holger Hübner investieren eine sechsstellige Summe in musicube. Das Hamburger Startup entwickelt mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz ein System, das das Finden von Musik einfacher machen soll. Zielgruppe sind dabei Streaming-Dienste, Labels und Musik-Profis. Sony Music Deutschland setzt bereits auf das junge Unternehmen, das von David Hoga gegründet wurde.

MERGERS & ACQUISITIONS

MessengerPeople
+++ Das schwedische Unternehmen Sinch, ein Anbieter von Cloud-Kommunikation für Mobile Customer Engagement, übernimmt MessengerPeople. Die Jungfirma aus München, die sich als Software-as-a-Service-Unternehmen für Conversational Messaging positioniert, wurde 2015 von Franz Buchenberger, Peter Pock, Kristof Nast-Kolb und Maximilian Tietz als WhatsBroadcast gegründet. Sinch lässt sich die Übernahme 48 Millionen Euro kosten – davon 33,6 Millionen Euro in bar und 14,4 Euro in Form von Sinch-Aktien. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Müller Medien, media + more venture, Wessel Management und “weitere namhafte Geldgeber” investierten 2019 rund 5 Millionen Euro in den damaligen Chatbotdienst. Mehr als 700 Kunden – darunter TUI Deutschland, Women’s Best und die Regierung des indischen Bundesstaates Telangana – nutzen MessengerPeople derzeit. Das Unternehmen beschäftigt über 40 Mitarbeiter:innen. “In the year ending December 2021, MessengerPeople is expected to generate revenues of EUR 5.1 million, Gross Profit of EUR 4.5 million, and Adjusted EBITDA of EUR 0.6 million. Underlying revenue growth compared to the previous year is expected to reach 35 percent”, teilt Sinch zur Übernahme mit.

Bugfoundation
+++ Das Familienunternehmens Kupfer, das unter anderem “Original Nürnberger Bratwürste” vertreibt, übernimmt Bugfoundation – siehe Linkedin. “Die Marke Bugfoundation gesellt sich damit in ein Portfolio aus veganen und fleischhaltigen Produkten und wird damit weiter in professionellen und hingebungsvollen Händen bleiben”, heißt es im Beitrag des Unternehmens. Das Osnabrücker Unternehmen Bugfoundation, das 2014 von Baris Özel und Max Krämer gegründet wurde, bietet einen Insektenburger, bestehend aus Buffalokäferlarven sowie vegetarischen Zutaten, an.

shopping24 
+++ Die YK Group, die bisher aus Yieldkit und digidip besteht, übernimmt shopping24. Der Hamburger Otto-Ableger kümmert sich seit 1997 um die Themen “Produktsuchmaschinen, Shopping-Portale und White-Label-Lösungen für Händler, Publisher und Advertiser”. “Die YK Group wird mit ihrer Buy-and-Build-Strategie von Waterland Private Equity finanziert, die sich im Februar als Mehrheitseigentümer an Yieldkit beteiligt hat”, teilt das Unternehmen mit.

STOCK MARKET

Babbel 
+++ Der Berliner Sprachlerndienst Babbel, der sich über den Verkauf von Abos finanziert, verschiebt überraschend seinen Börsengang. Man habe gemeinsam mit den Aktionären beschlossen, das Vorhaben aufgrund der derzeit ungünstigen Marktbedingungen zu verschieben, teilt das Unternehmen mit. Eigentlich wollte Babbel an der Börse zeitnah rund 180 Millionen Euro einsammeln. Die Zeichnungsfrist sollte bis zum 22. September laufen. Babbel wollte an der Börse eine Bewertung von bis zu 1,26 Milliarden Euro erzielen. Der Umsatz des Unternehmens stieg 2019 um 16 % von 106,4 Millionen Euro auf 123,9 Millionen. Der Konzernjahresfehlbetrag lag 2019 bei rund 3 Millionen. Im Vorjahr waren es noch 12,4 Millionen. 2020 erwirtschaftete Babbel einen Umsatz in Höhe von 147 Millionen Euro. Mehr über Babbel

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74