#CaptableCheck Energieversorger halten schon knapp 28 % der Thermondo-Anteile

Die Investoren halten bereits rund 74,8 % am Unternehmen Thermondo. Auf die beiden klassischen Energiefirmen E.ON und Eneco entfallen dabei knapp 28 %. Zum Vergleich: Die Gründer von Thermondo kommen zusammen noch auf knapp 20 %.
Energieversorger halten schon knapp 28 % der Thermondo-Anteile

In den vergangenen Jahren flossen bereits 51 Millionen in Thermondo. Das Berliner Startup digitalisiert seit 2012 die Welt der Heizungsbauer. Der Aufbau des Unternehmens kostete aber auch schon 31 Millionen – siehe “Rohergebnis steigt um 48 %, Verlust liegt bei 11,8 Millionen“. Zu den Investoren von Thermondo gehören unter anderem Vorwerk Ventures, der niederländische Energieversorger Eneco und Holtzbrinck Ventures.

Sehr spannend ist bei Thermondo ein Blick auf die Gesellschafterliste des Unternehmens. Clean Venture, das Investmentvehikel von Thermondo-Gründer Philipp Pausder und Florian Tetzlaff hält noch 17,6 % am Unternehmen. Mitgründer Kristofer Fichtner ist dagegen nur noch mit 3 % an Bord. Der Energieriese E.ON hält 19,4 % der Firmenanteile. Holtzbrinck Ventures ist mit 14,6 % dabei. Rocket Internet hält über drei Investmentvehikel zusammen 11,2 %. Die IBB Beteiligungsgesellschaft ist weiter mit 9,2 % beteiligt. Der Energieversorger Eneco hält 8,2 % der Anteile. Vorwerk Ventures wiederum 7,1 % und der Münchner Geldgeber 10x ist mit 5,1 % an Bord.

Picus Capital, also Alexander Samwer, ist dagegen nicht mehr am Digi-Heizungsbauer beteiligt. Die Anteile von Picus gingen bei der letzten Investmentrunde an Eneco. Picus hat somit im Rahmen eines Secondaries Geld vom Tisch genommen. Spannend bei Thermondo: Die Investoren halten rund 74,8 % am Unternehmen. Auf die beiden klassischen Energiefirmen E.ON und Eneco entfallen dabei knapp 28 %. Zum Vergleich: Die Gründer kommen zusammen noch auf knapp 20 %. Sollten sich in den kommenden Monaten oder Jahren noch weitere, größere Geldgeber für Thermondo interessieren, könnten die strategischen Investoren in Form von Energieversorgern durchaus ein Problem sein. Zumindest aber sollte klar sein, dass der ein oder andere kleinere Geldgeber aussteigen müsste, um noch Platz in der Gesellschafterliste machen zu können. Das ist bei entsprechenden Summen aber meist selten ein Problem

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Foto (oben): Thermondo

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.