#Zahlencheck Holidu = 7,8 Millionen Verlust – HomeToGo = 13,1 Millionen

Der Aufbau von Holidu kostete bis Ende 2016 rund 7,8 Millionen. Wettbewerber HomeToGo verbrannte bisher 13,1 Millionen. Ende 2016 beschäftigte Holidu durchschnittlich gerade einmal 30 Arbeitnehmer. Inzwischen sind es rund 150 Mitarbeiter.
Holidu = 7,8 Millionen Verlust – HomeToGo = 13,1 Millionen

In der vergangenen Wochen haben wir mit den Brüdern Johannes und Michael Siebers, den Gründern von Holidu, einer Metasuche für Ferienhäuser und Ferienwohnungen, über den Stand der Dinge in ihrem Unternehmen gesprochen. “Manchmal reiben wir uns die Augen, wie rasant sich Holidu in den vier Jahren seit der Gründung entwickelt hat”, sagte Johannes Siebers. Inzwischen arbeiten mehr als 150 Mitarbeiter bei Holidu. “Wir arbeiten mit über 500 Partnern zusammen und können unseren Nutzern so eine Auswahl von mehr als 10 Millionen Ferienhäusern und Ferienwohnungen bieten. Unser Buchungsvolumen pro Jahr liegt im dreistelligen Millionenbereich”, führte Siebers weiter aus.

Ergänzend werfen wir noch einmal einen Blick auf die blanken Zahlen des Startups, das bis Ende 2016 rund 23,4 Millionen Euro (Kapitalrücklage) einsammeln konnte. Vor zwei Jahren lag der Jahresfehlbetrag des Unternehmens, eine kleine Kapitalgesellschaft, bei 6,7 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es nur rund 1 Million. Insgesamt kostete der Aufbau von Holidu bis Ende 2016 rund 7,8 Millionen Euro. Spannend dabei: Ende 2016 beschäftigte Holidu durchschnittlich gerade einmal 30 Arbeitnehmer.

Zum Vergleich ein Blick auf den Wettbewerber HomeToGo: Bis Ende 2016 sammelte das Berliner Startup, ebenfalls eine kleine Kapitalgesellschaft, 21,3 Millionen ein (Kapitalrücklage). Der Jahresfehlbetrag lag damals bei 8,2 Millionen. Im Jahr zuvor waren es 4,2 Millionen Euro. Insgesamt sammelte HomeToGo, das gerade Lakestar, Mojo Digital One und Perpetual Ventures als Investoren gewinnen konnte, bis Ende 2016 Verluste in Höhe von 13,1 Millionen an. 2016 wirkten durchschnittlich 58 Arbeitnehmer bei HomeToGo.

Fazit: Im Gegensatz zu HomeToGo flog Holidu bisher extrem unter dem Radar. Die große Zeit von HomeToGo begann aber auch erst in den vergangenen beiden Jahren. 2017 stieg Rocket Internet bei HomeToGo ein, kurze Zeit später verkündete das junge Unternehmen den Sprung – zumindest in den Kernmärkten – in die schwarzen Zahlen. Holidu hat sich seit Ende 2016 aber auch massiv verändert. Beeindruckend ist etwa das Wachstum von 30 auf 150 Mitarbeiter.

Holidu im Zahlencheck

2016: 6,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 1 Million Euro (Jahresfehlbetrag)

HomeToGo im Zahlencheck

2016: 8,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 4,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Holidu

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.