#5um5 5 knallharte Fakten zum FinTech-Wunderkind N26

Seit 2013 arbeiten Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal, die Köpfe hinter N26, daran, die Bankenwelt zu verändern. Zunächst wollte das Duo eine Prepaidkarten-Lösung für Jugendliche etablieren. Aus dem Konzept wurde dann N26, eine kostenloses Girokonto. Daraus wurde dann N26, die Bank.
5 knallharte Fakten zum FinTech-Wunderkind N26

Unsere Rubrik “5 um 5” liefert jeden Tag um Punkt 5 Uhr insgesamt – wer hätte das gedacht – 5 wissenswerte Fakten, bahnbrechende Tipps oder hanebüchene Anekdoten rund um ein startupaffines Thema. Heute präsentieren wir 5 knallharte Fakten zum FinTech-Wunderkind N26.

Ursprung

Ursprünglich wollten Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal, die Köpfe hinter N26, mit papayer, einer Prepaidkarten-Lösung für Jugendliche, durchstarten. Mit dieser Idee enterte das Duo die erste Klasse des Axel Springer Plug and Play Accelerators. So verkauften die Gründer ihr Konzept einst: “Sicheres Bezahlen für Jugendliche mit Kontrollfunktionen für die Eltern – eine Paymentkarte für Jugendliche, die Eltern online oder per Smartphone-App in Echtzeit steuern können”. Im Zug der Teilname an Plug and Play – damals im Jahren 2013 – zog das Startup von Wien nach Berlin.

Startschuss

Im Januar 2015 ging N26 – damals hieß das Produkt noch Number26 – an den Start. Damals bezeichnete Gründer Stalf das Smartphone als “die Bankfiliale der Zukunft”. Das Konzept zum Start: Number26 bietet – in Kooperation mit Wirecard – ein Girokonto inklusive MasterCard an – kostenlos. “Wir verrechnen dem Kunden keine Gebühren. Wenn die Kunden ihre Karte einsetzen, verdienen wir. Dann zahlt der Händler eine kleine Gebühr, von der wir einen Teil abbekommen. Zusätzlich verdienen wir wie eine traditionelle Bank an den Geldern die unsere Kunden auf ihren Konten liegen haben”, sagte Stalf bereits 2014 zum Geschäftsmodell von Number26. 2015 führte das Startup dann eine weitere Monetarierungsstufe ein, einen “flexiblen Dispositionskredit”. Zudem verlangte das Start-up kurze Zeit später Gebühren für Bareinzahlungen. 2016 ergatterte N26 eine eigene Banklizenz. Zeitgleich erfolgte die Umbenennung in N26. 380 Mitarbeiter arbeiten derzeit für die Jungfirma.

Investoren

Im Sommer 2014 investierten Earlybird, Redalpine und Valar Ventures 2 Millionen Euro in das junge Unternehmen, dass sich da schon von der Idee einer Prepaidkarten-Lösung für Jugendliche zu etablieren, verabschiedet hatte. Zuvor hatte unter anderem Business Angels Stefan Klestil das Startup finanziell unterstützt. 2015 investiert schließlich Startup-Ikone Peter Thiel in Number26. Insgesamt flossen damals 10 Millionen Euro in die FinTech-Firma. Gerade pumpten Tencent und Allianz 160 Millionen in N26. Insgesamt flossen nun schon 215 Millionen Dollar in das FinTech.

Kunden

Nach eigenen Angaben verfügt N26 über “mehr als 850.000 Kunden”. Bis 2020 will das FinTech mehr als 5 Millionen Kunden anlocken. Derzeit ist N26 in 17 Ländern unterwegs. Dies wären: Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien, Slowakei und Spanien. Zeitnah sollen Großbritannien und die USA dazukommen.

Zahlen

Laut Jahresabschluss lag der Jahresfehlbetrag im Jahren 2016 bei rund 14,7 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es knapp 4,7 Millionen Euro. Insgesamt verbrannte das Startup von 2012 bis 2016 knapp 19,6 Millionen Euro. Nach zwei Jahren Anlauf verfüge N26 über ein “profitables Kundenportfolio”, sagte Mitgründer Stalf kürzlich. “Heute verdienen wir mit jedem Kunden Geld”. Bis das Unternehmen schwarze Zahlen schreibt, dürfte es bei den Expansionsplänen aber noch länger dauern.

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Foto (oben): N26

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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