Axel Springer Plug and Play 8 Start-ups bilden die zweite Klasse des Accelerators

Der Startschuss ist erfolgt: Auch das Accelerator-Programms von Axel Springer Plug and Play geht in die zweite Runde. Erneut ziehen acht Start-ups in die abgefahrenen Räume des Accelerators in Berlin-Kreuzberg. “Wir freuen uns […]
8 Start-ups bilden die zweite Klasse des Accelerators

Der Startschuss ist erfolgt: Auch das Accelerator-Programms von Axel Springer Plug and Play geht in die zweite Runde. Erneut ziehen acht Start-ups in die abgefahrenen Räume des Accelerators in Berlin-Kreuzberg. “Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und geben gemeinsam Gas, um die Geschäftsmodelle erfolgreich im Markt zu etablieren”, sagt Jörg Rheinboldt, seit Oktober bei Axel Springer Plug and Play an Bord.

Die erste Klasse des Axel Springer Plug and Play Accelerators bestand ebenfalls aus acht Start-ups. Dies waren Asuum, classiqs (früher eflear), mpax, nextsocial, papayer, Solid Sound Labs, TickTickTickets und ZenGuard. “Mit Asuum, Papayer und Zenguard haben bereits drei Start-ups eine Anschlussfinanzierung durch externe Investoren erhalten. Weitere Finanzierungen werden in Kürze erwartet”, verkündet das Medienhaus stolz. In Zenguard investierte Project A Ventures, welches ebenfalls von Springer finanziert wird. Mit der ersten Klasse des Springer Accelerators zeigt sich Jens Müffelmann, Leiter des Geschäftsführungsbereichs Elektronische Medien bei Springer, bereits im Oktober zufrieden: “Bei Axel Springer Plug and Play haben rund 40 % der Start-ups bereits vor dem Demo Day eine Anschlussfinanzierung durch externe Investoren erhalten”, sagte er im Interview mit deutsche-startups.de. Angst, dass viele der Springer Start-ups scheitern, hat Müffelmann nicht: “Gerade beim Programm von Axel Springer Plug and Play nehmen wir das Risiko eines Scheiterns doch bewusst in Kauf. Wir wollen hier ja gerade etwas ausprobieren. Sie können es mit einer Nachwuchsakademie im Fußball vergleichen. Sie fördern sehr viele junge Talente – aber nicht alle werden später Profifußballer. Trotzdem machen Sie es. Übersetzt für uns heißt das: Wir investieren in hoffnungsvolle neue Geschäftsideen und Technologien, wissen aber auch, dass nicht jede davon langfristig kommerziell erfolgreich sein kann”.

Nun aber zur zweiten Klasse des Axel Springer Plug and Play Accelerators, welche wieder drei Monate zusammenbleibt. Das Programm umfasst erneut eine Anschubfinanzierung, Mentoring, Workshops und den Zugang zum internationalen Netzwerk von Axel Springer und des Plug and Play Tech Centers im Silicon Valley. Mit dem Accelerator will, Springer vor allem “mediennahe Geschäftsideen fördern”.

Axel Springer Plug and Play: Die zweite Klasse

1o1
1o1 (www.1o1media.com) ist ein online Video-on-Demand Marktplatz. Filmemacher und Rechteinhaber können ihre Werke auf die Plattform laden, verwalten und Zuschauern direkt regional oder weltweit anbieten. Der Filmemacher behält jederzeit die volle Kontrolle und Rechte an seinen Werken.

blogfoster
blogfoster (www.blogfoster.com) ist eine Softwarelösung zur individuellen Monetarisierung und Analyse von Blogs weltweit. Alle Bereiche der Webseitenvermarktung, die vormals von Vermarktern und Agenturen für Webseitenbetreiber abgewickelt wurden, können nun über das einfach zu bedienende Drag & Drop Interface von blogfoster gesteuert werden (auch via Tablet oder Smartphone).

embraase
embraase (www.embraase.com) ist eine SaaS Lösung, mit der in bereits veröffentlichten Apps und Mobile Games anhand von Nutzungsdaten Inhalte optimiert, erweitert und einzelne App Elemente getestet werden können – in Echtzeit und ohne Update. Mobile Apps müssen ständig weiterentwickelt werden um relevant zu bleiben, allerdings ist der reguläre Update-Prozess zeitaufwendig und bindet teure Entwicklungsressourcen.

Get2play
Get2play (www.get2play.com) ist eine E-Learning-Plattform für Musik, die Spaß und Motivation in den Vordergrund stellt. Dazu ermöglicht Get2play dem Schüler sein Instrument von überall aus zu lernen. Auf Get2play können Schüler ihren idealen Lehrer finden und per Videochat Unterricht nehmen, mit interaktiven Videotutorien aktuelle Songs erlernen oder Kurse von erfahrenen Musikdozenten belegen. Get2play war bereits beim ProSiebenSat.1 Accelerator an Bord.

Jobspotting
Jobspotting (www.jobspotting.com) ermöglicht das Entdecken und Verfolgen von interessanten Karriereoptionen, nicht nur für aktive Jobsuchende. Es ersetzt die klassische, mühevolle Stichwortsuche durch personalisierte Empfehlungen, basierend auf Fähigkeiten und Präferenzen. Die drei Gründer, die zuvor für Google gearbeitet haben, entwickeln dafür spezielle Algorithmen und semantische Analyseverfahren.

cartmi
cartmi (www.cartmi.com) macht das Einkaufen im Internet einfach – mit nur einem Klick zum Wunschprodukt. Mit dem Smartphone, dem Tablet und dem Desktop kann in jedem beliebigem Onlineshop das gewünschte Produkt ausgewählt und in den übergreifenden cartmi-Warenkorb gelegt werden. Dort kann mit einmalig gespeicherten Daten mit nur einem Klick eingekauft werden.

Socius
Socius (www.sociuslive.com) bietet eine Online-Platform, die es Marken ermöglicht mediale Inhalte zu aggregieren, verwalten und veröffentlichen. Mit Socius kann jede Marke anregende und hochwertige Social Hubs kreieren und eigene Inhalte, mit echten Fanmeinungen aus den sozialen Medien kombinieren.

Vintagehub
Vintagehub (www.vintagehub.com) ist eine Shopping Community für gebrauchte Designer-Mode. Mitglieder können ihren eigenen Kleidungsstil präsentieren und sich mit anderen Nutzern vernetzen. Ähnlich wie bei Instagram oder Facebook hat jeder Nutzer seinen eigenen, personalisierten News Feed („Style Feed“), der sich ständig mit neuen Produkten aktualisiert – siehe dazu “Preloved Fashion: Über 20 Start-ups wollen unsere gebrauchten Klamotten“.

Hausbesuch im Springer Accelerator

Der Axel Springer Plug and Play Accelerator ist auf jeden Fall einen Besucht wert. Allein die Wände erzählen stundenlang Geschichten. Die Start-ups sind aber auch interessant. Einige Eindrücke in unserer Fotogalerie.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.