Mit Sabunta geht Rocket Internet in Nigeria vor Anker

In den vergangenen Wochen war immer wieder davon zu hören und zu lesen, dass der umtriebige Inkubator Rocket Internet nun auch in Nigeria vor Anker geht. Mit Sabunta (www.sabunta.com), einem Schuh- und Modeshop, […]
Mit Sabunta geht Rocket Internet in Nigeria vor Anker

In den vergangenen Wochen war immer wieder davon zu hören und zu lesen, dass der umtriebige Inkubator Rocket Internet nun auch in Nigeria vor Anker geht. Mit Sabunta (www.sabunta.com), einem Schuh- und Modeshop, gibt es nun endlich ein eindeutiges Lebenszeichen des weltweit aktiven Brutkastens im westafrikanischen Staat, der an Benin, Niger, Tschad und Kamerun grenzt. Dass das Rocket-Team dabei schon wieder einmal sein Erfolgskonzept zalando kopiert, ist aber keine Überraschung. Geführt wird Sabunta von Leonard Stiegeler, ehemals Business Development Manager bei Zando (www.zando.co.za), dem südafrikanischen zalando-zappos-Klon aus dem Hause Rocket.

Bisher konzentrierten sich die Aktiviäten von Rocket Internet auf dem afrikanischen Kontinent hauptsächlich auf Südafrika. Eine Ausnahme bildet Ägypten: Den Staat am Nil bedient der Inkubator auch mit Namshi (www.namshi.com), einem Mode-Shop, der seinen Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat und Länder wie Saudi-Arabien, Bahrain, Oman, Kuwait, Katar und eben auch Ägypten mit Schuhen und Klamotten versorgt. Zudem ist auch der Amazon-Klon Mizado (www.mizado.com) in Ägypten aktiv. In Südafrika hat Rocket bisher unter anderem mit dem Möbelshop 5rooms (www.5rooms.com), dem Kosmetikdienst Glossybox (www.glossybox.co.za) und wie erwähnt dem Modeshop Zando Spuren hinterlassen.

Amazon-Konzept steht offenbar schon in den Startlöchern

In Nigeria soll offenbar neben Sabunta, dessen Platzhalterseite eine Kopie der ersten bamarang-Startseite – nur mit anderem Logo – ist, bald auch ein Amazon-Konzept das Portfolio von Rocket bereichern, berichtet zumindest TechLoy. Zuletzt rollte der Inkubator Amazon-Konzepte in Südostasien im großen Stil aus. Über die weiteren Pläne von Rocket Internet im bevölkerungsreichsten Land Afrikas ist noch nichts bekannt. Denkbar aber, dass bald in Deutschland aktive Marken des Inkubators in Westafrika ihre Zelte aufschlagen. Warum eigentlich gerade Nigeria? Laut International Telecommunication Union sind zwar nur 28,4 % der Nigerianer online, in absoluten Zahlen sind dies aber knapp 46 Millionen Menschen. Somit sind in Nigeria mehr Menschen im Netz unterwegs als in Italien, der Türkei oder Spanien.

Im Fokus: Das weltweite Rocket-Internet-Imperium im Überblick – nach Ländern sortiert

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.