“Mittlerer einstelliger Millionenbetrag” – Qeep sammelt Kapital ein

Bereits Anfang November deutete eine Meldung bei der Europäischen Kommission auf eine größere Finanzierungsrunde bei der 2006 gestarteten Handy-Community Qeep (www.qeep.de) hin. Nun ist das Vorhaben offiziell: XAnge, KfW und Bertelsmann Digital Media […]

Bereits Anfang November deutete eine Meldung bei der Europäischen Kommission auf eine größere Finanzierungsrunde bei der 2006 gestarteten Handy-Community Qeep (www.qeep.de) hin. Nun ist das Vorhaben offiziell: XAnge, KfW und Bertelsmann Digital Media Investments statten das Start-up mit einem “mittlerem einstelligen Millionenbetrag” aus. Angeführt wird diese zweite Finanzierungsrunde vom französischen Risikokapitalgeber XAnge, der zuletzt vermehrt in Deutschland investierte. Zum internationalen Portfolio des Unternehmen gehören beispielsweise Assima, Compario, Nexway. In Deutschland investierte XAnge bereits in den Neuwagenvermittler MeinAuto.de und den Onlineshop Mister Spex. Bertelsmann Digital Media Investments, der Beteiligungsableger des Medienhauses Bertelsmann, investierte bereits 2007 “mehrere Millionen Euro” in die Qeep-Mutter Blue Lion. Der Kapitalgeber hielt vor dieser Finanzierungsrunde knapp 38 % der Qeep-Anteile.

“Das Konzept und das bisherige Wachstum haben uns beeindruckt. Wir glauben, dass wir durch unser Know-How und die finanziellen Mittel Qeeps Entwicklung nachhaltig beschleunigen können”, sagt Bernhard Schmid, Partner von XAnge. Über sechs Millionen Mitglieder sind nach eigenen Angaben bei Qeep registriert. Die Handy-Community läuft momentan auf über tausend Java-fähigen Endgeräten. Wie Qeep-Gründer Cornelius Rost im Interview mit deutsche-startups.de kürzlich erzählte, ist die Handy-Community besonders stark in Großbritannien und Südafrika. Monatlich zählt das Unternehmen mehr als 500 Millionen mobile Seitenaufrufe und über 1,5 Millionen Multiplayer-Spielteilnahmen. Geld verdient das Start-up mit dem Verkauf von virtuellen Gegenständen, der Vermarktung der Zugriffe und Skill Games, bei denen die Nutzer um kleine Einsätze spielen können.

Smartphone-Boom als Herausforderung

Eine große Herausforderung für Qeep dürfte der Smartphone-Boom sein. Qeep-Macher Rost sieht sein Start-up dafür aber gut gerüstet: “Der Massenmarkt, auf den wir uns im mobilen Internet fokussiert haben, findet heute noch nicht überwiegend auf Smartphones statt. Das ändert sich jedoch, und deshalb werden wir in den nächsten Monaten einige ausgewählte Smartphones-Versionen auf den Markt bringen, um uns neue Kundengruppen zu erschließen. Durch die kritische Masse an Usern und Gamern, die wir aus dem Java-Bereich mitbringen, sollten wir auf den Smartphones sehr gute Startvoraussetzungen haben”. Das Kapitial aus der zweiten Finanzierungsrunde soll deswegen auch “vor allem in die Produktentwicklung und die internationale Expansion von Qeep fließen”.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.