Ausgeflirtet: Bailamo geht unter

Ende, Aus, vorbei: Die poppige 3D-Flirtwelt Bailamo (www.bailamo.de), bei der einsame Herzen auf einer sonnigen Insel auf Flirttour gehen konnten, ist nicht mehr. Das Flirteiland ist untergegangen. Laut Amtsgericht Charlottenburg wurde die Betreibergesellschaft, […]
Ausgeflirtet: Bailamo geht unter

Ende, Aus, vorbei: Die poppige 3D-Flirtwelt Bailamo (www.bailamo.de), bei der einsame Herzen auf einer sonnigen Insel auf Flirttour gehen konnten, ist nicht mehr. Das Flirteiland ist untergegangen. Laut Amtsgericht Charlottenburg wurde die Betreibergesellschaft, die Bailamo AG, “auf Grund der Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufgelöst”. Seit wenigen Tagen ist die Flirtwelt nicht mehr zu erreichen. Bailamo war eine erfrischende Alternative zu gewöhnlichen Chats. Per Maus oder Tastatur konnte man sein virtuelles Ebenbild durch die Traumwelt navigieren. Neu-Insulaner bekamen von verschiedenen Spielfiguren Hilfe angeboten, den Rest konnte man ohne Probleme selbst herausfinden. Denn um die Aufmerksamkeit des anderen Geschlechtes zu erlangen, konnte man auch tanzen, lachen oder einen Handstand machen. Nicht alles ließ sich gleich zum Start machen, deswegen musste man die Flirtwelt eifrig erkunden und mit den anderen Mitspielern plaudern, tanzen oder eines der vielen kleine Games zocken.

Der große Erfolg blieb allerdings aus: Anfang November des vergangenen Jahres verfügte Bailamo gerade einmal über 40.000 Nutzer. Hervorgegangen war Bailamo aus dem 3D-Welten-Produzent StageSpace. Neben Fabien Röhlinger gehörten Sven Woltmann und Adina Tkatsch zum Vorstand des jungen Unternehmens, welches zunächst in Karlsruhe residierte und 2008 nach Berlin umzog. Mitgründer Röhlinger stieg bereits vor etlichen Monaten bei Bailamo aus. Er bearbeitet seitdem mit Androidpit (www.androidpit.de), das Boomthema Android-Apps. Beim Betreiber Fonpit AG ist auch Bailamo-Macher Woltmann aktiv. Tkatsch kümmert sich laut Xing inzwischen um “Consultant Strategie & Positionierung”. Vor rund einem Jahr war die Bailamo-Crew noch auf Kapitalsuche. Das Geld sollte zur Markterschließung in Deutschland, Frankreich und Polen genutzt werden. Dieses Thema ist nun endgültig erledigt.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.