Gründerzeit. Aus einem Zelt-Alptraum wird bornintents

Angestellt sein ist nicht immer einfach – selbständig werden auch nicht. Trotzdem versuchen Stefan Clauss aus Hamburg und Stefan aus Berlin ihr Glück: Sie wollen der Outdoor-Gemeinde über das Internet individuell ausgestattete und […]

Angestellt sein ist nicht immer einfach – selbständig werden auch nicht. Trotzdem versuchen Stefan Clauss aus Hamburg und Stefan aus Berlin ihr Glück: Sie wollen der Outdoor-Gemeinde über das Internet individuell ausgestattete und designte Zelte liefern. Ihre Idee trägt den Namen bornintents (www.bornintents.com). Auf dem Weg zur Unternehmensgründung begleitet deutsche-startups.de die beiden vom ersten Schritt an. Jede Etappe, jede Gefühlswallung und jeder Stolperstein wird dokumentiert. Da einer der Gründer noch bei einer großen Firma angestellt ist, kann sein Nachname noch nicht preisgegeben werden.

Was bisher geschah:
Mit Konrad Zinke von den “Wirtschaftssenioren” haben die beiden Krefelder einen kompetenten Mentor an die Seite gestellt bekommen. Gemeinsam erstellen sie den Businessplan, den sie für das Förderprogramm “Exist” benötigen.

Folge 12: Eine Evolution in Sachen Design
Während das Thema “Förderungen” nun so richtig in die Gänge kommt, beackern die beiden Gründer Clauss und Stefan das Feld “Design” weiter. Für diesen Bereich konnten sie einen renommierten Partner gewinnen: Prof. Lutz Pankow, Professor für Industriedesign an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg (HFBK), will einige seiner Studenten für das Projekt aquirieren. Schließlich finden sich drei Studierende, die das nötige Know-How und viel Motivation für das Designprojekt von bornintents mitbringen.

Als sich Clauss zum ersten Mal mit ihnen trifft, lautet der Arbeitsauftrag schlicht und einfach: “Designentwicklung für ein neuartiges, aufblasbares Zelt”. Er legt ihre eigenen bisherigen Pläne und Entwürfe noch nicht dar. “Schließlich wollen wir offen sein für komplett neue Ideen und Ansätze und die Studenten nicht in irgendeiner Richtung beeinflussen!”

Problematisch ist lediglich, dass sich die Designstudenten zum aktuellen Zeitpunkt am Ende ihres Semesters befinden und daher sehr beschäftigt mit der Erstellung ihrer Abschlussarbeiten sind. Doch kurz darauf ist der Berg geschafft und die Studenten machen sich voller Elan an das Projekt “Zeltdesign”. Nach 14 Tagen intensiver Arbeit stellen sie ihre ersten Entwürfe vor. Clauss und Stefan sind überwältigt von der Professionalität und Vielfalt ihrer Arbeiten: “Die Studenten haben in einem evolutionären Prozess absolut geniale Designentwürfe geliefert.” Dabei haben sie sich inspirieren lassen durch Themen wie mikrobiologische Systeme oder Blutgefäße aber auch durch urbane Architektur, platonische Körper und andere aufblasbare Produkte. “Unser ganzer Konferenzraum war überschwemmt von ihren Zeichnungen!”

Interessant finden die beiden Krefelder, dass ihr bisheriges selbst entwickeltes Design immer wieder auftaucht und an manchen Stellen weiter entwickelt wurde. Schließlich wählen sie fünf vielversprechende Designprinzipien aus und bitten die Studenten, in einem weiteren Schritt diese Designs zu vertiefen. Wieder ziehen sich die Designer zurück und erarbeiten neue Entwürfe. Nach einer zweiten Präsentation, die Clauss\’ und Stefans Erwartungen erneut übertrifft, legen sich die beiden auf ein Design fest, welches sie nun weiter verfolgen wollen. Der Entwicklungsprozess hat seine Zeit gedauert, doch nun sind sie mit dem Ergebnis höchst zufrieden.

Ausblick
In der nächsten Woche lesen Sie, wie die beiden Gründer kurzerhand einen Kreativ-Workshop einberufen, um weitere Impulse von außen zu erhalten.

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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.