Pizza Wars – Krieg der Lieferdienste: Griff Lieferheld Lieferando an? Alle Beteiligten nehmen Stellung

Im Segment der Lieferdienstvermittler geht es ordentlich zur Sache: Pizza.de (www.pizza.de), Lieferheld (www.lieferheld.de) und Lieferando (www.lieferando.de) überziehen sich seit Monaten gegenseitig mit Abmahnungen. Mal geht es um die Verwendung von Logos, mal um […]
Pizza Wars – Krieg der Lieferdienste: Griff Lieferheld Lieferando an? Alle Beteiligten nehmen Stellung
  • Von Alexander Hüsing
    Montag, 23. April 2012
  • 54 Kommentare
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Im Segment der Lieferdienstvermittler geht es ordentlich zur Sache: Pizza.de (www.pizza.de), Lieferheld (www.lieferheld.de) und Lieferando (www.lieferando.de) überziehen sich seit Monaten gegenseitig mit Abmahnungen. Mal geht es um die Verwendung von Logos, mal um die Zahl der Partner-Restaurants und mal um fehlende Lizenzen, um Online-Zahlungen abzuwickeln. Vor allem Lieferheld und Lieferando kämpfen gefühlt um jede Mini-Salami. “Insgesamt laufen rund ein Dutzend Verfahren”, schreibt “Der Spiegel” in seiner aktuellen Ausgabe. In dem Artikel geht es darum, dass die Berliner Staatsanwaltschaft gegen die Lieferheld-Macher wegen des Verdachts auf Computersabotage ermittelt.

“Laut Durchsuchungsbeschluss soll das Unternehmen mittels Internetattacken ‘mehrfach’ seinen ebenfalls in Berlin ansässigen Konkurrenten Lieferando für dessen Kunden unerreichbar gemacht haben”, berichtet das Nachrichtenmagazin. Mit der genannten Computersabotage sind Denial of Service-Attacken (DDoS) gemeint. Unter dem Ansturm der unzähligen sinnlosen Anfragen gingen die Server von Lieferando in die Knie, der Lieferdienst war allein im Dezember in der Hauptbestellzeit am Abend stundenlang nicht erreichbar. Die Folge: Massive Umsatzausfälle bei Lieferando. Weswegen das Start-up nun auch Schadenersatz “im niedrigen siebenstelligen Bereich” fordert.

Razzia bei Lieferheld

Eine Spur am Tag der DDoS-Attacken führt zu einem von Lieferheld angemieteten Server. Bei einer Razzia am vergangenen Mittwoch versuchten die Beamten des Landeskriminalamts Berlin nun Beweise für diese Angriffe gegen Lieferando in den Büroräumen von Lieferheld zu finden. Ein trauriger Höhepunkt im harten Wettstreit der Lieferdienste. deutsche-startups.de fragte bei allen Beteiligten nach, was an dem Sachverhalt dran ist. Nachfolgend dokumentieren wir in übersichtlicher Form die wichtigsten Äußerungen der Streithähne. Angereichert ist diese Übersicht mit anderen öffentlichen Äußerungen der Beteiligten.

“Erheblicher Schaden entstanden”

“Uns ist mit diesen Attacken auf unsere Webseite erheblicher Schaden entstanden und wir mussten enorme Anstrengungen unternehmen, um diesen zu bereinigen. Es ist erschreckend, dass es von einem Mitbewerber anscheinend für nötig empfunden wird, zu solch unlauteren Mitteln zu greifen und somit zusätzlich auch dem Ruf der gesamten Branche zu schaden. Wir werden auch in Zukunft hart daran arbeiten, unseren Kunden und Partnern ein Höchstmaß an Vertrauen und Qualität zu bieten”.
Jörg Gerbig, Mitbegründer und Geschäftsführer von lieferando.de

“Lieferheld setzt einen Webcrawler ein”

“Lieferheld hat keine ‘Hackerangriffe’ auf Lieferando oder andere Websites durchgeführt. Lieferheld setzt einen sogenannten Webcrawler ein, um Werbeaussagen von Lieferando zur Anzahl der Partner zu überprüfen. Um diesen branchenüblichen Webcrawler-Einsatz handelt auch das beschriebene Ermittlungsverfahren. Lieferando selbst, aber auch Unternehmen wie zum Beispiel Google setzen solche Webcrawler täglich ein”.
Fabian Siegel, Geschäftsführer von Lieferheld

“Technik nicht im Griff”

“Wenn das bei Lieferando zum Zusammenbruch der Systeme führt, haben sie ihre Technik nicht im Griff.”
Fabian Siegel, Geschäftsführer von Lieferheld im “Spiegel”

“Anzeige gegen Unbekannt gestellt”

“Webcrawler sind marktüblich. Mittels verschiedener Verfahren crawlt die Konkurrenz unsere Website. Wir werden momentan immer noch gecrawlt, und werden Lieferheld künftig auch nicht davon abhalten. Wir haben zudem lediglich Anzeige gegen Unbekannt gestellt, da ein solcher Absturz nicht durch das ‘übliche’ Crawlen durch Lieferheld passiert.”
Jörg Gerbig, Mitbegründer und Geschäftsführer von lieferando.de

“2.500 Bestellvorgänge in der Stunde”

“Unsere Server wickeln bis zu 2.500 Bestellvorgänge in der Stunde ab, ihre Konfiguration wurde von einem Spezialisten abgenommen, der auch für die Sicherheit der Bundesbank-Server zuständig ist”.
Jörg Gerbig, Mitbegründer und Geschäftsführer von lieferando.de im “Spiegel”

“Wiederholt falsche Angaben”

“Mit dem Einsatz von grundsätzlich legalen Webcrawlern hat Lieferheld in der Vergangenheit beweisen können, dass Lieferando wiederholt falsche Angaben zur Anzahl der Partnerrestaurants gemacht hat. Das Ergebnis dieses Webcrawlers wurde unter anderem vom Landgericht Berlin in seiner Einstweiligen Verfügung gegen Lieferando verwendet. Lieferando wurde in dieser Verfügung untersagt, falsche Angaben über die Anzahl der auf Lieferando verfügbaren Restaurants zu machen.”
Fabian Siegel, Geschäftsführer von Lieferheld

“Die Geschäftsführer wären auch schön dumm”

“An der Story ist nichts dran! Lieferheld trackt ob die Anzahl der Restaurants, die Lieferando ausweist, korrekt ist. Mehr nicht. Die Geschäftsführer wären auch schön dumm, wenn sie sich für eine Aktion gegen einen kleinen Mitbewerber strafbar machen würden”.
Kolja Hebenstreit vom Lieferheld-Investor Team Europe

“Es wurde nichts beschlagnahmt”

“Bei dem Besuch der Berliner Polizei handelte es sich ferner auch nicht um eine Razzia: Die Beamten haben ermittelt und versucht den Sachverhalt aufzuklären. Wir wussten nichts von einem Ermittlungsverfahren. Die Beamten haben ein paar Fragen gestellt, wir haben den Sachverhalt aufgeklärt. Es wurde nichts beschlagnahmt. Nach circa einer Stunde waren die Herren wieder weg. Wir erwarten daher, dass das Emittlungsverfahren eingestellt wird.”
Fabian Siegel, Geschäftsführer von Lieferheld

“Nicht so dumm”

“Ich bin doch nicht so dumm, mich für einen möglichen Nachteil eines wesentlich kleineren Mitbewerbers strafbar zu machen”.
Fabian Siegel, Geschäftsführer von Lieferheld im “Spiegel”

“Ambitionierter Wettkampf”

“Es herrscht kein Krieg im Liefersegment. Es ist eher ein ambitionierter Wettkampf.”
Jörg Gerbig, Mitbegründer und Geschäftsführer von lieferando.de

“Schon verwunderlich”

“Ich empfinde dies auch nicht als Krieg. Es ist aber schon verwunderlich, welcher Fokus auf strafrechtliche Anzeigen hier gelegt wird. Wir konzentrieren uns lieber darauf das bessere Produkt und den besseren Service zu bieten sowie schneller zu wachsen.”
Fabian Siegel, Geschäftsführer von Lieferheld

Klingt im Grunde nach viel Rauch um nichts. Die Wettbewerber crawlen gegenseitig ihre Websites. Und dieser Umstand alleine führt nicht um Absturz der Server, darin sind sich die Streihähne einig. Im ambitionierten Wettkampf der Lieferdienste nutzen die Kontrahenten aber offenbar jede Gelegenheit, sich in Position zu bringen bzw. der Konkurrenz eins auszuwischen. Zumal diese Geschichte ganz offensichtlich gezielt im “Spiegel” platziert wurde, um das Thema der Masse näherzubringen. Was dabei zu kurz kommt: Im vergangenen Jahr gab es zahlreiche Attacken auf Lieferdienste. So berichtete “heise online” bereits im Sommer 2011 von solchen Angriffen. Zitat: “Im Visier sind vor allem deutsche Pizza-Dienste und Immobilien-Portale”. Somit scheint es äußerst denkbar, dass jemand ganz anderes die Server von Lieferando in die Knie gezwungen hat.

Foto: istockphoto

Im Fokus: Weitere Artikel zum Wettstreit der Lieferdienste in unserem Special Lieferdienste

Hausbesuch bei Lieferheld

Anfang November 2011 durfte sich deutsche-startups.de beim Berliner Start-up Lieferheld einmal ganz genau umsehen. In den riesigen Büroräumen – umweit der Friedrichstraße – arbeiten über 100 Lieferhelden in sehr schicken Räumlichkeiten. Das Büro ist vollgepackt mit Bildern von Superhelden aller Art, etlichen großen Pappkameraden und ganz ganz vielen leeren Pizzakartons. Einige heldenhafte Eindrücke gibt es in unserer kunterbunten Fotogalerie.

ds_lieferheld

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Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Insider

    Ausgewogener Artikel, der zeigt was hinter der Sache steckt: nichts. Es ist eine versuchte PR Story von Lieferando auf Kosten von Lieferheld.

    Gerbig rudert ja schon zurück und wird wohl bereuen, dass er eine eigene Pressemitteilung verschickt hat. Wenn ich Lieferheld wäre, würde ich ihn wegen Verleumdung anzeigen.

    Und hier sieht man auch wieder wie professionell Alexander im Vergleich zu Joel ist. Fakten bringen statt Bildzeitung spielen.



  2. Sascha

    “Ich bin doch nicht so dumm, mich für einen möglichen Nachteil eines wesentlich kleineren Mitbewerbers strafbar zu machen”.

    Was hieße das eigentlich für einen größeren Konkurrenten?

  3. @Sascha

    Darüber habe ich auch schon nachgedacht.



  4. Charisma

    Wie läuft das ganze eigentlich ab? Darf Restaurant xy sich nicht bei lieferheld und liefernardo listen lassen gibt doch kein patent darauf.



  5. Marcel

    Und jetzt guckt euch mal alle frei verfügbaren Metriken an. In denen ist lieferando.de überall größer.



  6. Insider

    Dann würde man das immer noch nicht machen, weil es illegal ist und nicht ethisch. Siegels Punkt ist ja eher, dass man bescheuert sein muss um gegen einen kleinen Konkurrenten das Risiko einzugehen.



  7. Marcel

    kleiner Konkurrent? lieferheld.de und lieferando.de im Vergleich? Welche Zahlen hast du? Teile doch mal hier mit der Allgemeinheit…



  8. Einer der Kleinen :-)

    Also ich arbeite bei einem der “kleinen” Konkurrenten und kann definitiv bestätigen, dass wir (vor allem am letzten Jahresende) massiv angegriffen wurden. Das passt genau mit dem Ausfall von Lieferando zusammen.
    Unsere IT hat da aber direkt gegengesteuert, zumal die “Hauptpower” der Angriffe sicherlich auf die “Großen” zielte. Ich habe das damals regelmäßig gecheckt und immer waren unsere Konkurrenten merklich “langsamer”, nur Lieferheld nicht.
    Für uns steht also seit langem fest, dass Lieferheld über mindestens Wochen massive Angriffe gegen alle Konkurrenten gefahren hat. Aber wir hatten technisch (fast) keine Ausfälle dadurch und haben weitergearbeitet, anstatt dauernd mit Anwälten zu sprechen.

  9. an den GF dieser Firmen muss man pauschal zweifeln. Immer mit dem bösen Finger auf andere zeigen (damit meine ich jetzt nicht unbedingt die “Hacker-Attacke”)..

    Wie wäre es denn mal mehr in das eigene Unternehmen zu investieren und glaubwürdiger zu werden.

    Eine notarielle beglaubigte Bestätigung über die Anzahl von Restaurants die man unter Vertrag hat, wenn man meint das nötig zu haben, als zu behaupten die Anzahl beim Konkurrenten wäre nicht korrekt.

    Wenn die Lieferdienste gute Zahlen produzieren würden, würden diese sicherlich im Vordergrund stehen und nicht Zahlen über potentielle Kunden=Restaurants.



  10. Roland

    Schaut man sich die Entwickler-Stellenanzeige und die aktuelle Ladezeit von Lieferando an, sieht man sofort wo das Problem liegt.

    Vielleicht sollte man bei Copycats doch nicht zu stark an den Fähigkeiten der Entwickler oder eines Entwicklungsleiters sparen…

  11. “Lieferheld setzt einen sogenannten Webcrawler ein, um Werbeaussagen von Lieferando zur Anzahl der Partner zu überprüfen.”

    Wo ist eigentliche der ehrliche Geschäftsmann hin? Wenn es um den Kunden ginge, würde man alle Hände voll zutun haben sich um seine Kunden zu kümmern und das Angebot zu verbessern. Sätze wie der obige zeugen doch davon, dass man anscheinend nur auf der Suche nach Material ist für eine Schlammschlacht… peinlich.

  12. Kolja Hebenstreit von Team Europe hält die Aktion inzwischen sogar für eine “Kampagne gegen Lieferheld”.

    Zitat: “Jetzt kommt es raus. Es ist eine Kampagne gegen Lieferheld. Sehr durchschaubar.

    http://www.facebook.com/alexander.huesing/posts/10150838000964439?ref=notif&notif_t=feed_comment

  13. Ich versteh auch nicht was das mit den Restaurantszahlen soll, ehrlich gesagt. Interessiert doch keinen, ob da ne Klitsche mehr zum liefern dabei ist oder weniger… Wichtig ist doch, dass man:
    a) die Top-Addressen dabei hat, was Qualität angeht, und
    b) die Top-Addressen dabei hat, was Preis/Leistung angeht.

    Darauf sollte man sich fokusieren, auch in der Kommunikation. Dann kommt da auch nicht so eine Humbug-Schlammschlacht bei raus… aber naja, das ist genau das was mich an Berlin derzeit stört.



  14. Marshall Arts

    Laut DoubleClick AdPlanner hat Lieferheld doppelt so viele Unique Visitors wie Lieferando. In Google Trends for Websites erscheint lieferando.de mangels Traffic noch nicht einmal. Alles andere könnte “theoretisch” auch manipuliert worden sein, vor allem Alexa.



  15. Loco

    Die entscheide Frage ist, wie aggressiv waren die Crawler eingestellt? Wie viele Abrufe wurden pro Sekunde generiert?

    Dem verantwortlichen CTO muss bewusst gewesen sein, welchen Schaden er verursachen kann, wenn zuviele Requests innerhalb kürzester Zeiträume auflaufen.

    @Kolja: Bitte keine Opferrolle einnehmen von wegen “Kampagne” und so.

  16. Kampagne ist sicherlich ein hartes Wort, zumal Lieferando Anzeige gegen Unbekannt gestellt hat. Der Spiegel-Artikel und das oberste Zitat von Gerbig erwecken leider den Eindruck, dass Lieferando gezielt gegen Lieferheld vorgegangen ist. Letztendlich gibt es eine Spur – und dieser ist die Polizei nachgegangen.

  17. Sehr guter Artikel, Alexander! DAS nenne ich Journalismus.

    Mich wundern nur 2 Sachen:

    1. Egal, was man vom Spiegel denkt, so würden die sich in der Regel nicht mit der Print-Redaktion in so ein kleines Goldfischbecken wie Lieferdienste begeben, wenn da nicht was dran wäre.
    2. Es muss einen begründeten Anfangsverdacht für die Polizei geben. Dieser wird auch nicht “mal eben” durch ein bisschen rumschreien von Lieferando entstehen. Fraglich ist wirklich, ob es sich “nur” um eine Befragung der Lieferheld-Verantwortlichen handelt oder doch eher eine “Razzia” stattgefunden hat.

    Lieferando macht den besseren Job, verfügt aber über ein wesentlich kleineres Funding und ist somit gegen den Größenwahn von Lieferheld relativ chancenlos. Die Frage bleibt, ob Lieferheld mit der Art in der dort gerade Geld verbrannt wird am Ende einen so großen Vorsprung rausarbeitet, der eine deutlich bessere Bewertung und weiteres Funding ermöglicht. Hier stehen die Lieferheld-Jungs stark unter Druck!

  18. Natürlich muss es einen Anfangsverdacht geben. Eine Spur am Tag der Attacken führt zu Lieferheld.



  19. Marcus

    Luakasz, der drahtzieher und chef des ladens ist immer noch in U-haft, nehme ich an. sonst hätte er längst stellung nehmen müssen. dass TEV mit schmutzigen mitteln arbeitet ist längst bekannt. lukasz will schliesslich sein vorbild oli samwer längst auch mit krimineller energie rechts überholen um wenigstens nr 2 zu werden.
    wir sehen uns beim nächsten heureka ceo-dinner oder besser paten-dinner?



  20. Marshall Arts

    @Alexander Hüsing, genau so wird es Lieferando sicher auch darstellen und damit versuchen, sich aus der Affäre zu ziehen. Dass dies jedoch so einfach klappen wird, wage ich zu bezweifeln. Na, warten wir mal ab…



  21. Marcel

    Nur mal kurz: Liesst hier irgendjemand die genauen Aussagen:
    “Strafanzeige gegen Unbekannt” – anscheinend nicht gegen Lieferheld sondern gegen Unbekannt. Wenn lieferando gezielt gegen Lieferheld gegangen wäre, wieso haben Sie dann nicht Anzeige gegen Lieferheld gestellt?

    Ausserdem: Auch ein Crawler, auch wenn er nur falsch eingestellt ist, der einen Konkurrenten abschiesst ist Computer Sabotage. W



  22. roy

    neulich gab es doch schon mal eine razzia bei tev wegen einer anderen sache…. weiss jemand details?

    und was ist mit der sache, dass lieferheld rechtsmissbrauch beging und eine einstweilige verfügung gegen die printer von lieferando erwirkte?? angeblich weil sie gefährlich strahlung aussendeten… weiss jemand details?

  23. Zitat Lieferheld- Blog:

    “Die 350 Lieferheld-Mitarbeiter haben in den letzten 18 Monaten ein weltweit agierendes Unternehmen mit weltweit über 19,000 Restaurants in 10 Märkten aufgebaut”.

    Respekt! Das sind in 18 Monaten mehr Restaurants, als Burger King weltweit in Jahrzehnten aufgebaut hat.

    ;-)



  24. Loco

    @Olaf: super Leistung. 19 Tsd.+ Restaurants anrufen (oder crawlen?) und Speisekarte runtertippen. Gaaanz groß.



  25. Grisu

    Wieso abtippen…die werden schön geklaut wie man bei youtube hier schön sehen kann…http://www.youtube.com/watch?v=iv3AubnYXwI

    Ich mach jetzt auch ein Startup – Nenne es aBey … content besorge ich mir gerade ;)

  26. “Ich bin doch nicht so dumm, mich für einen möglichen Nachteil eines wesentlich kleineren Mitbewerbers strafbar zu machen”.
    Solche Sätze erinnern mich immer wieder an Christoph Daum und Karl-Theodor zu Gutenberg ;-).



  27. Grisu

    @Gründercoach: Da musste ich auch zwangsläufig dran denken!
    Ich sag nur: “…mit einem absolut reinen Gewissen…”

    Und ähnlich wie bei Wulff…schon komisch wenn soviele Indizien auf einen zeigen!



  28. Einer der Kleinen :-)

    Ich arbeite bei einem der “kleinen” Konkurrenten und kann definitiv bestätigen, dass wir (vor allem am letzten Jahresende) massiv angegriffen wurden. Das passt genau mit dem Ausfall von Lieferando zusammen.
    Unsere IT hat da aber direkt gegengesteuert, zumal die “Hauptpower” der Angriffe sicherlich auf die “Großen” zielte. Ich habe das damals regelmäßig gecheckt und immer waren unsere Konkurrenten merklich “langsamer”, nur Lieferheld nicht.
    Für uns steht also seit langem fest, dass Lieferheld über mindestens Wochen massive Angriffe gegen alle Konkurrenten gefahren hat. Aber wir hatten technisch (fast) keine Ausfälle dadurch und haben weitergearbeitet, anstatt dauernd mit Anwälten zu sprechen.

  29. lieferando ist aktuell extrem langsam unterwegs, zt. Sogar nicht erreichbar.
    Also entweder ist gerade wieder eine böse DDoS Attacke im gange oder Lieferando verkraftet den PR-Traffic mal so gar nicht.
    Würde auf letzteres tippen.
    Dann ist es auch klar, dass das portal beim crawlen durchaus offline gehen kann.
    Früher gab es “webseiten” die man mit dauerhaftem F5-drücken abschießen konnte.. dachte aber eigentlich aus der zeit sind wir raus..

    #fail #lieferando #schwach :)



  30. E-Commerce Fan

    @Gründercoach: Guttenberg passt auch deswegen, weil Herr Hebenstreit und Herr Siegel beide den gleichlautenden Satz ausgesprochen haben.



  31. Marcel

    @ TECHIE: Lieferheld war auch nicht erreichbar

  32. Wie kommt Lieferheld eigentlich zu der Aussage, dass Lieferando kleiner sei? Weil sie Pizzakartons höher stapeln können?

  33. Lieferheld vs. Lieferando … wenn da mal nichts hochkocht ;)

  34. Pingback: Pizzakrieg im Lieferland « stohl.de



  35. Toto

    lol der geilste Kommentar @Daniel

    Denke dennoch wird allgemein schwierig zu beweisen sein wer denn nun die Attacke ausgeführt hat. Wer weiß vielleicht hat Anonymous etwas gegen die Liferservices ^^



  36. Daniela

    Solange Berichterstattungen von einem Banner des Hauptinvestors einer der Kontrahenten gekrönt werden, kann man den Inhalt doch nicht als das Ergebnis einer seriösen journalistischen Recherche betrachten – oder doch?

  37. Werbekunden können bei ds keinen Einfluss auf die Berichterstattung nehmen…



  38. Olaf

    @Lukas:
    > Lieferheld vs. Lieferando … wenn da mal nichts hochkocht ;)

    Wer es noch nicht verstanden hat, und auch wenn der Artikel mit dem Foto einer Pizza bebildert ist:

    Bei Liefer**** kocht keine Pizza, und auch keine Pasta. Liefer*** kocht nichts und liefert nichts! Liefer**** ist ein zwischen Pizzabäcker und Endkunde geschalteter Makler.



  39. E-Commerce Fan

    @Olaf: Ich glaube da bist du falsch informiert, siehe: http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/sabotage-lieferdienste-im-visier-berlin-krieg-der-pizza-boten,7169128,14971904.html
    .
    Da sitzt der Generaldirektor von Lieferheld selbst auf der Vespa und liefer Pizza aus.
    Es gibt ja auch Immomakler die Häuser bauen.

  40. Pingback: Pizza wars: police investigate delivery firm’s ‘cyberattack’ — European technology news

  41. >Da sitzt der Generaldirektor von Lieferheld selbst auf der Vespa und liefer Pizza aus.

    Genau das ist die Verdummung, die ich meine. Selbst Du glaubst scheinbar, daß Lieferheld außer auf dem PR- Foto irgendetwas liefert.

    Die beschreibendere Beschreibung für Lieferheld wäre “Essenmakler”, “Mitesser” etc.



  42. Wayne Rooney

    Olaf, und was genau lieferst du eigentlich? Ich meine abgesehen von deinen geistigen Ergüssen unter Lieferservice-Artikeln und den Kreditkarten-Spam-Links?



  43. Dieter

    @Olaf und was ist dann Amazon ? Ein Warenmakler und Mitesser ?
    Amazon baut schließlich auch nichts selber, sondern vertreibt nur.
    Das Niveau nähert sich langsam der Zimmertemperatur.

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  45. Hauke

    Thuisbezorgd ist auch betroffen!

    “Hallo allemaal,

    Het ziet er naar uit dat we een DDOS-aanval hebben moeten verduren. Onze excuses voor de problemen die jullie hebben ondervonden bij het bestellen. We gaan ons best doen te achterhalen wie verantwoordelijk was en zullen kijken hoe we dit in de toekomst kunnen voorkomen.

    Met vriendelijke groet,
    Thuisbezorgd.nl”

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