Wettkampf der Lieferdienste: Lieferheld kooperiert mit bloomsburys – Lieferando startet Auslandsexpansion

Im Segment der Lieferdienstvermittler, einem der “10 Trends, die die deutsche Gründerszene momentan bewegen“, liefern sich die großen Kontrahenten Lieferando (www.lieferando.de) und Lieferheld (www.lieferheld.de) weiter einen spannenden Wettstreit. Während Lieferando zum Sprung über […]
Wettkampf der Lieferdienste: Lieferheld kooperiert mit bloomsburys – Lieferando startet Auslandsexpansion

Im Segment der Lieferdienstvermittler, einem der “10 Trends, die die deutsche Gründerszene momentan bewegen“, liefern sich die großen Kontrahenten Lieferando (www.lieferando.de) und Lieferheld (www.lieferheld.de) weiter einen spannenden Wettstreit. Während Lieferando zum Sprung über die Landesgrenzen ansetzt und jetzt auch in Frankreich (siehe oben), Österreich, der Schweiz und Polen aktiv ist, geht Lieferheld eine Kooperation mit dem Restaurant-Lieferservice bloomsburys (www.bloomsburys.de) ein. Heldenhafte Kunden können dadurch ab sofort in rund 50 ausgewählten Restaurants, mit denen bloomsburys momentan in Berlin und Hamburg zusammenarbeitet, Essen online bestellen.

“Die Zahl der Online-Essensbestellungen nimmt nicht nur in Deutschland, sondern auch international enorm zu. Mit unseren Erfahrungen lässt sich das Lieferando-Modell sehr gut internationalisieren. So können viele bereits bestehende Strukturen genutzt oder übertragen werden. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Auslandsmärkten verzeichnen wir ein sehr starkes Wachstum. Mit dem momentanen Erfolg sind wir auf dem besten Weg, einen international führenden Player aufzubauen“, ist Kai Hansen, Gründer und Geschäftsführer von Lieferando sicher. In den vier neuen Auslandsmärkten arbeitet das Start-up nach eigenen Angaben bereits mit 750 Vertragspartnern zusammen.

Spanien steht ebenfalls auf der Agenda

Wobei von diesen 750 Vertragspartnern allein 450 auf Frankreich bzw. Paris entfallen, denn bisher ist Lieferando in Frankreich nur in der Hauptstadt aktiv. Hungrige Onliner in anderen französischen Städten will die Lieferando-Crew, die in Frankreich als taxiResto auftritt, erst demnächst bedienen. In Österreich arbeitet Lieferando mit 250 Pizza-, Pasta- und Sushi-Betrieben zusammen. In der Schweiz sind es nur 50 Partner. Macht zusammen 750 Partnerbetriebe in drei Ländern. In Polen, wo Lieferando smakuje heißt, muss sich der Lieferdienstvermittler somit erst noch einen Partnerstamm aufbauen.

Als weiteren Markt scheinen die Lieferando-Macher Spanien im Auge zu haben – dort heißt Lieferando el pedido. Die rasante Expansion macht klar, dass Lieferando nun im großen Stil zum internationalen Player aufsteigen will. In Deutschland hat Lieferando gerade erst den kleinen Mitbewerber eat-star übernommen. Konkurrent Lieferheld setzt in Deutschland zunächst einmal auf die angesprochene Kooperation mit bloomsburys und erweitert damit sein Angebot erheblich. Der Restaurant-Lieferservice wurde 2005 von Sabine Anna Huber und Dominik Pantelides gegründet. bloomsburys liefert die Speisen von bekannten und angesagten Restaurants in Berlin und Hamburg, die sonst keinen Lieferdienst anbieten, mit einer eigenen Logistik aus. Die Liefergebühr beträgt dabei 5,50 Euro pro Restaurant und Lieferung.

Einer Kooperation sehen wir mit Spannung entgegen

“Wir freuen uns sehr, dass wir mit bloomsburys einen weiteren, sehr wichtigen Partner von den Lieferheld Vorteilen überzeugen konnten – mehr Umsatz und eine größere Reichweite. bloomsburys ergänzt unser Angebot optimal und bringt ein großes Plus an Auswahl und an Qualität auf unsere Plattform”, sagt Doreen Huber von Lieferheld. In Berlin arbeitet bloomsburys unter anderem mit leckeren Resraurants wie der Ming Dynastie, der Schnitzelei und dem Tipica zusammen. bloomsburys-Chefin Huber hofft vor allem von der “großer Reichweite” des helfenhaften Lieferdienstes zu profitieren: “Bereits in den ersten Gesprächen haben uns die Lieferhelden überzeugt. Einer Kooperation sehen wir mit Spannung entgegen.”

bloomsburys könnte für Lieferheld langfristig ein spannender Partner sein: Nicht nur, weil das Unternehmen ein hochpreisiges Segment bedient, sondern vor allem weil der Restaurant-Lieferservice über eine eigene Logistik für Auslieferungen verfügt. Nach Informationen von deutsche-startups.de plant jedoch auch Mitbewerber Lieferando eine Kooperation mit bloomsburys. Die Verträge sollen schon unterschrieben sein. Am Ende ist dann bloomsburys der eigentliche Gewinner des Lieferdienstbooms im Lande. Man darf gespannt sein, wie der Wettkampf der Lieferdienste weitergeht. Und wann Lieferheld im Ausland aktiv wird. Lieferando hat in dieser Sache nun die Nase vorn.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. M. Weber

    Hatte Lieferando nicht mal ein Lied? Oder war das Your Delivery? Fand ich lustig :-)



  2. Alexander Hüsing

    Ein Lied? Jetzt bin ich aber gespannt!



  3. Christian

    Gibt es eigentlich jemanden der diese Dienste je genutzt hat??

  4. Schöne Aktion im Lieferheld-Blog. Das Start-up feiert 3.000 Lieferdienste mit einem großen Teamfoto.

    http://blog.lieferheld.de/2011/08/24/3000-restaurants-bei-lieferheld/



  5. Johannes

    Tja, das sind ja alles tolle Zahlen, aber die entscheidenden Zahlen fehlen:
    1) Umsatz
    2) Mitarbeiter
    3) Gewinn oder Verlust

    Das ist doch am Ende des Tages das einzige, was zählt!!! Mich würde freuen, wenn DS da mal ein bisschen mehr bei den Gründern nachhakt.



  6. Daniel

    ich habe es bisher nie genutzt und werde es wohl auch nie machen.



  7. Alexander Hüsing

    @Daniel

    Und warum nicht?



  8. Rene

    Pizza.de habe ich ca. 50mal genutzt, hat vielleicht einmal etwas laneger gedauert, lieferando jetzt 4 mai im Buero wegen paypal, 1mal hat ca. 90min gedauert, erst nach anruf nach 60 ,
    Min, scheinbar losgwfahren, bzw. Auftrag verarbeitet. Einmal ist die bestellung gar nicht angekommen, anderer dienst. Liegt teilweise an den diensten selber denke ich, aber man muss die wohl auch schulen wie oft sich die die emails anschauen solen. Davon abgesehen sind die gutem dienste nicht hier. Loeferheldd kenne ich nicht



  9. TheRiddler

    Hm. Lieferheld knackt die 3.000 Bestellungen nach 274 Tagen.
    Wow. 3.000 x 15 € Durschnitt pro Bestellung sind 45.000 €. Wenn man jetzt noch das Essen abzieht. Bleibt einen nur noch zu sagen – Jungs lasst gut sein.



  10. Miguel

    @TheRiddler – da hast Du nicht richtig gelesen: Es sind 3000 RESTAURANTS nach 274 Tagen auf der Webseite von LH gelistet. Von daher geht Deine Rechnung nicht auf… Wäre aber in der Tat mal interessant zu lesen, wie viele Bestellungen die nach 300 Tagen (also in knapp 1 Monat) abgewickelt haben. Diese Zahl mal 15 dürfte ein realistischer Ansatz für eine Umsatzschätzung sein, ja.



  11. metoo

    Ich hab mir die DailyDeal-Gutscheine geholt und war sehr enttäuscht, dass man diese nur bei sehr wenigen einlösen kann. Hat sich irgendwie wie Verarsche angefühlt. Da lös ich irgendwann mal die Gutscheine ein und bleib dann bei Pizza.de.



  12. Stefan Straubinger

    @Riddler: LUL! Es ging um 3.000 gelistete Lieferdienste!



  13. Peter

    @Miguel:
    Wieso ist denn 15 Euro ein realistischer Umsatzwert pro Bestellung für Lieferando?
    Davond bleiben doch höchstens 20 Prozent hängen, so dass die eine unheimlich hohe Burnrate haben müssen…



  14. Miguel

    @Peter – dann lass es 20 Euro pro Bestellung sein, die Kunden im Durchschitt ausgeben. Eben, ich (und auch TheRiddler) sprach vom Umsatz. Ich würde mal schätzen, dass durchschnittlich pro Tag 80-100 Bestellungen abgewickelt werden. Das macht in 274 ca. 22 bis 27 Bestellungen seit Launch. Wenn dann jeder für 20 Euro bestellt hat, sind das max. 540.000 Euro Umsatz. Wenn davon tatsächlich 20% bei LH hängen bleiben, dann sind es roundabout 100.000 €. Oder 300 Euro am Tag. Davon kann man einen Entwickler zumindest bis zum Mittagessen beschäftigen (3-4 Stunden) :-)



  15. André

    @Peter: 100 Bestellungen pro Tag? Soviel sind das doch nicht!

  16. BTW:
    Warum nennen sich die Liefer****- Dinger eigentlich Liefer****? Die liefern doch gar nichts.

    Deutlich passender wäre doch ein Name wie “Essen- Makler”, “Essen- Vermittlung” etc. Dann wäre für jeden gleich klar, was diese Dinger machen.

    Auch Maskottchen der Lieferdienste haben visuell alle das Thema verfehlt. Überall entsteht der falsche Eindruck, daß die VC- Dinger ausliefern.



  17. TheRiddler

    Ach Leute tut mir leid, ich habe mich geirrt – kommt bei den Besten sogar mal vor. Verdammte Axt!



  18. Robert C. Mendez

    4 Mio Investorengelder! Hey Leute… damit kann man jeden Ballon aufblasen und in dieser Branche ists doch eh völlig unwichtig was als Gewinn hängenbleibt. Was zählt ist die Bewertung (=Verluste). Also schaun wir einfach mal was für eine Millardenbewertung diesmal dabei rauskommt ;-)

  19. ..in Berlin hat man in den meisten Fällen seinen Lieferanten im Kopf, die Nummer gespeichert und auch die Karte der “Speisen”. Es gibt einfach zu wenig Gründe über einen Dritten zu kaufen und dies auch noch im Netz, wo die Bestellung einfach umständlicher ist – es sei denn ich will mich mal wieder überall outen..aber da geht der Zug langsam aber sicher zurück. Nennt mir den Vorteil, ich verstehe ihn einfach nicht – und wen ich den kenne, sagt mir wo die Marge ist.

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  23. Hero-Hamster

    Lieferando ist nicht seriös. Ich habe letztens mein Passwort im Klartext zugeschickt bekommen. :)

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