#Zahlencheck

Clue-Aufbau kostete bereits 22 Millionen

Bis Ende 2018 flossen bereits 28,7 Millionen Euro in die Jungfirma Clue, eine Zyklus- und Fruchtbarkeits-App. Seit dem Start kostete der Aufbau von Clue aber auch bereits schon rund 22 Millionen. Der letzte Jahresfehlbetrag lag bei 6,7 Millionen Euro.
Clue-Aufbau kostete bereits 22 Millionen
Donnerstag, 24. September 2020VonAlexander Hüsing

Das junge Berliner Startup Clue, eine millionenschwere Zyklus- und Fruchtbarkeits-App, legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2018. Die kleine Kapitalgeber erwirtschaftete demnach vor zwei Jahren einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro. Im Vorjahr war der Verlust leicht höher und lag bei 6,8 Millionen. Seit dem Start im Jahre 2012 kostete der Aufbau von Clue nun bereits rund 22 Millionen.

Bis Ende 2017 flossen aber auch schon 28,7 Millionen Euro in die Jungfirma, die 2013 von Ida Tin und Hans Raffauf gegründet wurde. Zu den Investoren von Clue gehören große Namen wie NGP Capital, Union Square Ventures und Mosaic Ventures. Im Jahresabschluss finden sich auch Infos zum derzeitigen Stand der Dinge bei Clue: “Die Gesellschaft hat zur Sicherstellung der Liquidität im Geschäftsjahr 2019 vom Bestandsinvestor Union Square Ventures zwei Wandeldarlehen mit einem Betrag von insgesamt 2,5 Millionen Euro in Anspruch genommen. Mit dem Beschluss vom 17. Januar 2020 wurde die Series C Finanzierungsrunde beschlossen und am 24. Februar 2020 eingetragen. Im Rahmen der Series C wurden weitere Kapitaleinlagen von mehreren Bestandsinvestoren geleistet und des Weiteren die Wandeldarlehen gewandelt. Einschließlich neuer Investoren ermöglicht die Series C Finanzierungsrunde eine Erhöhung der Kapitaleinlagen um insgesamt 13,5 Millionen Euro. Bis einschließlich 31. März 2020 sind bereits 9,6 Millionen Euro investiert und eingegangen. Die verbleibenden 4,0 Millionen Euro sind noch keinem Investor fest zugeordnet und die Gesellschaft hat 90 Tage zur Auswahl dieses Investors / dieser Investoren”. Darüber hinaus braucht das Startup 2021 aber weiteres Geld.

Zu den anderen Fakten rund um das FemTech: Nach eigenen Angaben verfügt Clue bereits über mehr als 10 Millionen Nutzerinnen. 2018 wirkten durchschnittlich 50 Arbeitnehmer für Clue. Im Vorjahr waren es 48.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2018
* Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB auf.
* Ausweislich der Liquiditätsplanung der Geschäftsjahre 2019 – 2021 ist die Gesellschaft weiterhin auf die Bereitstellung neuer Liquidität durch bestehende und neue Kapitalgeber angewiesen, da das Dienstleistungsangebot sich weiter im Aufbau befindet.
* Die Gesellschaft hat zur Sicherstellung der Liquidität im Geschäftsjahr 2019 vom Bestandsinvestor Union Square Ventures zwei Wandeldarlehen mit einem Betrag von insgesamt 2,5 Millionen Euro in Anspruch genommen. Mit dem Beschluss vom 17. Januar 2020 wurde die Series C Finanzierungsrunde beschlossen und am 24. Februar 2020 eingetragen. Im Rahmen der Series C wurden weitere Kapitaleinlagen von mehreren Bestandsinvestoren geleistet und des Weiteren die Wandeldarlehen gewandelt. Einschließlich neuer Investoren ermöglicht die Series C Finanzierungsrunde eine Erhöhung der Kapitaleinlagen um insgesamt 13,5 Millionen Euro. Bis einschließlich 31. März 2020 sind bereits 9,6 Millionen Euro investiert und eingegangen. Die verbleibenden 4,0 Millionen Euro sind noch keinem Investor fest zugeordnet und die Gesellschaft hat 90 Tage zur Auswahl dieses Investors / dieser Investoren.
* Das Interesse am Markt ist groß, was dem zunehmenden Bewusstsein für Frauengesundheit geschuldet ist. Dennoch wird die Gesellschaft im ersten Quartal 2021 auf die Bereitstellung weiterer Liquidität durch Kapitalgeber angewiesen sein. Deshalb begann die Gesellschaft im August 2019 damit, sich bei Startup-erfahrenen Darlehensgebern wie der Europäischen Investitionsbank, der Silicon Valley Bank und bei Kreos Capital Angebote einzuholen, um weiteres Kapital für Wachstum zu sichern.

Clue im Zahlencheck

2018: 6,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017
: 6,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 4,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 2,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Clue

Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.