#Hintergrund Ein PropTech (von Project A finanziert), das teure Immobilien in Großstädten verkauft

evernest, das von Christian Evers, zuletzt Chief Digital Officer beim Immobilienvermittler Engel & Völkers, gegründet wurde, kümmert sich um den "Kauf- und Verkauf von Wohnimmobilien in Europas Metropolen". Project A Ventures setzt bereits auf das Hamburger PropTech.
Ein PropTech (von Project A finanziert), das teure Immobilien in Großstädten verkauft

Wie bereits Anfang März berichtet, investierte der Berliner Kapitalgeber Project A Ventures kürzlich gemeinsam mit mehreren Business Angels in das ganz junge Hamburger PropTech MECE Immobilien. Project A hält derzeit 19,7 % am Unternehmen. Unter dem Namen evernest bereitet das Startup, das von Christian Evers, zuletzt Chief Digital Officer beim Immobilienvermittler Engel & Völkers, derzeit seinen Markteintritt vor.

In Stellenanzeigen beschriebt sich das junge Startup so: “Evernest definiert den Kauf- und Verkauf von Wohnimmobilien in Europas Metropolen neu. Wir bieten Maklern und deren Kunden eine einzigartige Plattform für ein transparentes, nahtloses und persönliches Kundenerlebnis. Dafür bringen wir die besten Köpfe aus der Technologie- und Immobilienbranche zusammen”. Auf der Website, die derzeit nicht zugänglich ist, heißt es weiter: “Mit unserem Team aus Immobilienexperten arbeiten wir daran, den Immobilienverkauf in Europas Metropolen auf ein neues Level zu heben. Aufgrund unserer langjährigen Markt- und Branchenkenntnis verfügen wir über große Expertise im Umgang mit individuellen Kundenwünschen und komplexen Vermarktungsprozessen. Zudem ermöglichen wir durch unser erfahrenes Maklerteam eine Kundenberatung die auf lokaler Expertise und einem weitreichenden persönlichen Netzwerk basiert”.

Ein Starttermin für evernest ist bisher nicht bekannt. Die derzeitige Corona-Krise dürfte aber ohnehin nicht der ideale Zeitpunkt sein, ein PropTech mit Fokus auf Wohnimmobilien zu starten. Letztendlich wird es aber auch in diesem Segment irgendwann in diesem Jahr wieder Nachfrage nach so einem Konzept geben. Zumindest Investor dürfte dies ziemlich klar sein, die Hauptstädter sind bekanntlich auch bei Homeday an Bord. Das Startup positioniert sich über den Satz: “Immobilienverkauf ohne Provisionsschmerz”. Ein Konkurrent zu Homeday soll evernest aber nicht sein.

Auf Anfrage teilt der Berliner Geldgeber mit: “Homeday und Evernest sind in zwei sehr unterschiedlichen Marktsegmenten der Branche unterwegs, die der Erfahrung nach eigentlich kaum Berührungspunkte haben. Homeday ist, wie bekannt, sehr in der Breite des Marktes aktiv, Evernest hat den Fokus auf Objekte in Großstädten mit einem eher höheren Preis pro Objekt. An dieser Grundlage wird relativ schnell klar, dass keine keine bemerkenswerten Überschneidungen existieren. Selbstredend gab es routinehalber in einem frühen Stadium eine portfolio-interne Prüfung und Rücksprache mit allen Beteiligten”.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.