#StartupTicker Hamburger Fenster-Startup Vitraum ist insolvent

Vitraum ging 2015 an den Start. Das Hamburger Startup war in den vergangenen Jahren als digitaler Vermittler, der Menschen, die Fenster und Türen brauchen, und Handwerker oder Fachmonteure zusammenbringt, unterwegs. Hanse Ventures schob das Unternehmen einst an.
Hamburger Fenster-Startup Vitraum ist insolvent

+++ Das Hamburger Startup Vitraum, das als digitaler Vermittler Menschen, die Fenster und Türen brauchen, und Handwerker oder Fachmonteure zusammenbringt, ist insolvent. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Tjark Thies bestellt. Vitraum ging 2015 an den Start. Damals gehörten Tim-Alexander Karußeit, David Ranft und Martin Treusch von Buttlar zum Team der Neugründung.

+++ “Als digitaler Ansprechpartner verbinden wir den Komfort eines Online-Anbieters mit der Wertigkeit eines Offline-Handwerkbetriebes. Wir begleiten unsere Kunden von der Erstberatung über das Aufmaß und den Einbau bis zur Finanzierung”, hieß es zum Start in einer Stellenausschreibung des Unternehmens, das von Hanse Ventures angeschoben wurde.

+++ Später investierten die DailyDeal-Gründer Fabian und Ferry Heilemann, Rolf Schmidt-Holtz und McKinsey-Manager Michael Ollmann in Vitraum. In den vergangenen Jahren haben sich unbemerkt weitere Gesellschafter in Vitraum investiert. Rolf Schmidt-Holtz hielt zuletzt 18,3 % am Unternehmen. Burkhard Schwenker, ehemals Roland Berger, ist mit 17,7 % an Bord. Die AUG. PRIEN Bauunternehmung hält 30,1 % der Firmenanteile. Die RND Beteiligungsgesellschaft wiederum ist mit 9,4 % an Bord. Der ehemalige McKinsey-Manager Michael Ollmann ist noch mit 18,3 % an Bord. Hanse Ventures zu guter Letzt hält nicht mal mehr 3 % an Vitraum.

+++ Hintergründe zur Insolvenz sind bisher nicht bekannt. Allerdings befand sich das Startup bereits 2019 im sogenannten Pay to play-Modus. Das Stammkapital der Jungfirma wurde damals um 715.061 auf 773.549,00 Euro erhöht. Später kamen noch weitere 80.000 hinzu. Der letzte Jahresabschluss von Vitraum stammt aus dem Jahre 2017. Damals lag der Jahresfehlbetrag bei rund 1,3 Millionen Euro. Insgesamt kostete der Aufbau des Startups damit damals bereits 2,7 Millionen. Die Kapitalrücklage betrug damals 1,7 Millionen.

+++ Zum Hintergrund: In der Corono-Krise schlitterte zuletzt auch tausendkind in die Insolvenz.

+++ Im #StartupTicker tickert die Redaktion von deutsche-startups.de kurz und knapp, was in der deutschen Startup- und Digital-Szene so alles los ist.

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