#Zahlencheck Mycs-Verluste liegen bereits bei 15,6 Millionen

Der Aufbau von Mycs kostete bereits stattliche 15,6 Millionen Euro. Der nicht gedeckte Fehlbetrag betrug zuletzt bereits rund 1,9 Millionen. Umsatzzahlen der kleinen Kapitalgesellschaft, die damals durchschnittlich 81 Mitarbeiter beschäftigte, sind nicht bekannt.
Mycs-Verluste liegen bereits bei 15,6 Millionen

Das junge Berliner Unternehmen Mycs, dass Ess-, Schreib und Couchtische sowie Kleiderschränke, Regale, Sideboards und Kommoden anbietet, sucht derzeit 30 Millionen Euro weiteres Wachstumskapital – nachzuhören im ds-Podcast Startup-Insider. Bis Ende 2017 flossen bereits 13,7 Millionen Euro in die Jungfirma, die 2014 von Christoph Jung und Kachun To gegründet wurde. Investoren sind unter anderem Beringea, Zimmerman Investments und Global Founders Capital (GFC).

Der Jahresabschluss für 2017 zeigt aber auch einen enormen Verlust in Höhe von 7,8 Millionen (Vorjahr: 5,4 Millionen). Insgesamt kostete der aufbau von Mycs bereits stattliche 15,6 Millionen. Der nicht gedeckte Fehlbetrag betrug somit zuletzt bereits rund 1,9 Millionen. Umsatzzahlen der kleinen Kapitalgesellschaft, die damals durchschnittlich 81 Mitarbeiter beschäftigte, sind nicht bekannt.

Die Zahlen zeigen somit ein Startup im klassischen Wachstumsmodus. Mit allen Vor- und Nachteilen. “Die mycs GmbH ist derzeit aber auf den Zufluss von Beteiligungskapital von Investoren angewiesen”, heißt es klipp und klar im Jahresabschluss. 2018, im Jahr nach dem aktuellen Jahresabschluss sind im Handelsregister zumindest gleich mehrere Erhöhungen des Stammkapitals sichtbar – was auf mehrere kleinere Beträge als Investmentsummme hindeutet. Nun scheint das Startup mit den angesprochenen 30 Millionen aber das ganz große Rad drehen zu wollen. Was im Möbelsegment nicht ganz so einfach ist – siehe Home24, Westwing und Co.

Mycsim Zahlencheck

2017: 7,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 5,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 2,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.