#Hintergrund Über 25 Startups aus dem Ruhrgebiet, an denen keiner vorbeikommt #EmscherEinhörner

Der Pott kocht schon lange nicht mehr. Und das ist auch gut so! Dafür erblühen zwischen Duisburg, Bottrop, Essen, Bochum und Dortmund immer mehr Startups. Hier einmal über 25 Startups und Grownups aus dem Ruhrgebiet, die wirklich jeder kennen sollte.
Über 25 Startups aus dem Ruhrgebiet, an denen keiner vorbeikommt #EmscherEinhörner

Rund 200 Jahre prägten Kohle und Bergbau das Ruhrgebiet. Obwohl deren Ende seit Jahrzehnten absehbar war, sucht die Region noch immer nach einer neuen Identität. Dabei haben viele junge Menschen, die nicht wie andere weggezogen sind, in der Region längst ein neues Ruhr-Image geschaffen. Menschen, die ihren eigenen Traum verfolgen, Unternehmen gründen und so auch die in der Gegend dringend benötigten Arbeitsplätze schaffen, sind längst zu Identitätsstiftern geworden. Genau davon handelt das brandneue Buch “Wann endlich grasen Einhörern an der Emscher“. Hier einmal über 25 Startups und Grownups aus dem Ruhrgebiet, an denen keiner vorbeikommt.

9elements
In Bochum kommt wirklich niemand, wirklich überhaupt niemand, der sich in der Startup-Szene bewegt, an Sebastian Deutsch vorbei. Das umtriebige Kind des Ruhrgebiets kennt gefühlt jeden, und wirklich jeder kennt ihn oder hat schon einmal etwas von ihm gehört. Bereits 1999, noch während des Studiums, hoben Sebastian Deutsch und Mitstreiter Eray Basar 9elements, damals eine simple Agentur rund um Programmier-Dienstleistungen, aus der Taufe. Inzwischen arbeiten rund 80 Mitarbeiter für das profitable Unternehmen und seine Ableger.

Bannerkönig
Ein Industriegebiet, wie es sie viele in Deutschland gibt. Etwas außerhalb gelegen. LKWs stehen auf Parkplätzen, es reiht sich Halle an Halle. Die Eingänge zu den Bürogebäuden ähneln sich in ihrer tristen und unscheinbaren Art. Den richtigen Aufgang zu einer der größten Firmen für Digitaldruck zu finden, ist daher nicht leicht. Denn statt eines großen bunten Banners weist lediglich ein kleines Schild auf den Sitz von Bannerkönig hin. Dabei ist der Name doch Programm: Kaum ein anderes Unternehmen könnte sich so ein großes Werbeplakat drucken.

Bauduu
Um Lea-Maria Zimmermann herum, da stehen dutzende gigantische Todessterne aus der bekannten Filmsaga Star Wars, etliche hochpreisige Autos der Luxusmarke Porsche und mehrere megagroße Schaufelradbagger. Viel Platz braucht die sympathische Ruhrgründerin für diese großen Raumschiffe und Fahrzeuge allerdings nicht, denn alle sind komplett aus kleinen Lego-Steinchen. 2013 gründete die gelernte Bankkauffrau und studierte Betriebswirtin gemeinsam mit ihrem Mann Patrick Zimmermann in Castrop-Rauxel Bauduu, einen Vermietservice für Lego-Sets.

Beautyself
Unter dem Namen Beautyself will das Bochumer Gründerpaar Olivia und Sebastian Janus Transparenz in den milliardenschweren Hautpflege-Markt bringen. Nutzerinnen und Nutzer, welche die Plattform ansteuern, finden dort eine Mischung aus Community, Verkaufsservice, aus Preisvergleich sowie Beratungs- und Infodienst rund um das breite Thema Hautpflege. Für Olivia Janus, die vorher im Marketing bei einem Bekleidungsunternehmen gewirkt hat, ist Beautyself die erste Gründung. Sebastian Janus, 1985 in Bochum geboren, ist bereits seit rund 20 Jahren unternehmerisch unterwegs.

Couponplatz
Die Deutschen gelten als Sparfüchse. Ihre Devise lautet: “So viel und so günstig wie möglich.“ Mit dem Versprechen, beim Einkauf möglichst viel Geld sparen zu können, erfreuen sich nicht nur die Discounter und günstige Modeketten großer Beliebtheit, sondern auch das Thema Couponing – ein Trend, der vor rund zwei Jahrzehnten aus den USA über den großen Teich nach Deutschland schwappte. Zwei, die das Thema hierzulande maßgeblich voranbringen, sind Alexander Schüle und Christoph Thye, Gründer von Couponplatz. Sie sagen: „Deutschland ist in Sachen Couponing ein Entwicklungsland, aber daran arbeiten wir.“

Babymarkt
Kinderwagen, Babybettchen, Wickeltisch, Spieluhr und Schnuller – alles da? Wenn sich ein Baby auf den Weg macht, ist die Vorfreude bei den werdenden Eltern groß,
und mit wachsendem Bauch der Schwangeren steigt der Nestbautrieb. „Unsere Zielgruppe sind Frauen im 5./6. Monat“, sagt Bastian Siebers, Geschäftsführer von Babymarkt, dem größten Online-Händler rund um Babys und Kleinkinder. Das Dortmunder Unternehmen hat etwa 100.000 verschiedene Produkte im Sortiment – von der Erstausstattung über Babyspielzeug bis hin zu Stramplern und Matschhosen für den Kita-Besuch. Durchschnittlich 5.000 Pakete werden täglich an die Kunden verschickt

Die Bewerbungsschreiber
Das Bochumer Startup Die Bewerbungsschreiber, das im Jahre 2011 an den Start ging, hilft seinen Kunden beim Verfassen von Bewerbungen – egal ob für Lagerarbeiter, Betriebswirte oder Vertriebsassistenten. Neben kompletten Bewerbungsmappen schreibt und designt das Startup auch einzelne Bewerbungsschreiben, Lebensläufe sowie sogenannte Motivationsschreiben. Geführt wird das erfolgreiche Unternehmen von Stefan Gerth und Holger Manzke. Inzwischen erwirtschaftet die Firma mit rund 40 Mitarbeitern – darunter viele Freelancer – pro Jahr einen siebenstelligen Umsatz.

Fleetbird
Für viele Gründungswillige ist klar: entweder gleich und direkt in die Hauptstadt, um die eigene Business-Idee an den Start zu bringen, oder aber wenigstens ein paar Jahre
später immerhin eine kleine Dependance in der Stadt an der Spree eröffnen. Die Verlockung ist groß: Immer nah an der Szene, die möglichen Investoren nicht weit. Aber ist das tatsächlich immer so? – Nein! „Es muss nicht immer Berlin sein“, sagt Philip Müller, Jahrgang 1988, Gründer von Fleetbird, einer White-Label-Lösung für Mobilitätsanbieter. Das Team ist den umgekehrten Weg gegangen, ist aus dem quirligen Berlin nach Dortmund gezogen.

GastroHero
Gastronomen, die im Internet nach Kühlschränken, Spül- maschinen oder Salattheken suchen, landen ganz schnell bei GastroHero, einem Onlineshop aus Holzwickede. Das Unternehmen, immer noch ein Hidden Champion, ein Geheimtipp in der bundesweiten Startup-Szene, wurde 2013 von Jens Peter Schütte, Andreas Korsus und Mark Baukmann gegründet. In Sichtweite zum Dortmunder Flughafen und an einem zweiten Standort in Köln arbeiten inzwischen rund 170 Mitarbeiter für das B2B-Unternehmen, das zuletzt einen Umsatz in Höhe von rund 60 Millionen Euro erwirtschaftete.

G Data
Auf vielen Computern weltweit ist die Antivirensoftware von G Data installiert. Kein Wunder: Bereits im Jahre 1985 gegründet, ist das Unternehmen einer der größten Hersteller von IT-Sicherheitslösungen. G-Data-Mitgründer Andreas Lüning war sogar der erste Mensch überhaupt, der eine Antivirensoftware programmiert und kommerzialisiert hat. Das Softwarehaus erwirtschaftet pro Jahr inzwischen rund 40 Millionen Euro Umsatz, beschäftigt knapp 500 Mitarbeiter. Und was die wenigsten wissen: G Data ist ein Unternehmen mit Sitz in Bochum.

Ingpuls
Der Zufall führte Christian Großmann, André Kortmann und Burkhard Maaß, die Gründer von Ingpuls, zusammen. Sie trafen sich erstmals im Oktober 2002 an der Bochumer Ruhr-Uni bei einem Mathe-Vorkurs kurz vor dem Start ihres Maschinenbau-Studiums. Ein Glücksfall für die heutigen Ruhrpreneure. Nach ihrem Studium blieben die drei an der Ruhr-Uni und stemmten gemeinsam ihre Promotionen. Bereits zuvor hatten die Materialwissenschaftler ihr Herz für sogenannte Formgedächtnislegierungen, kurz FGL, entdeckt. Genau um solche Mechanismen geht es heute bei Ingpuls.

Maschinensucher
Nicht weit vom Essener Hauptbahnhof liegt das schicke Büro von Maschinensucher, einem erfolgreichen OnlineMarktplatz für gebrauchte Maschinen. Mehrere tausend Händler bieten über die Plattform insbesondere stehende Maschinen wie Abfüllanlagen, Fräsen und Förderbänder an. Die Inserate richten sich an Firmen, die auf der Suche nach günstigen Maschinen sind. Thorsten Muschler, 1973 in Essen-Werden geboren und dort aufgewachsen, startete Maschinensucher bereits während seines Studiums – im Jahre 1999 in der grauen Internet-Vorzeit. Hauptquartier war zunächst sein ehemaliges Kinderzimmer.

Masterplan.com
Mitten in der Bochumer Innenstadt haben Stefan Peukert und Daniel Schütt innerhalb weniger Jahre bereits zwei bemerkenswerte Startups aufgebaut. Zum einen schufen die beiden Jungunternehmer 2011 die Firma Employour. Der milliardenschwere Medienkonzern Bertelsmann übernahm das Startup, das bis heute mehrere Websites zu den Themen Karriere- und Berufsplanung betreibt, im Jahre 2015. Nun ist das Duo mit Masterplan.com, einem megaspannenden Video-Lerndienst, der sich an Unternehmen und deren Mitarbeiter richtet, unterwegs.

MotionMiners
Ende 2017 gründeten Sascha Feldhorst, Sascha Kaczmarek und René Grzeszick dort MotionMiners. Das Unternehmen, ein Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML), zeichnet mit mobilen Sensoren und Kleinstfunksendern, sogenannten Beacons, die Bewegungen von Mitarbeitern auf. Ziel dieser Technologie ist es, die körperliche Belastung von Mitarbeitern zu messen, sie zu reduzieren und die Prozesszeiten in Unternehmen zu verkürzen. Derzeit gehören elf Vollzeitmitarbeiter und zehn Studenten zum Team des Startups.

MySugardaddy
Hinter dem Dortmunder Unternehmen MySugardaddy stehen die beiden Gründer Thorsten Engelmann und Philip Cappelletti, die seinerzeit ihre gemeinsame Tätigkeit bei ThyssenKrupp in der internen Revision zusammenbrachte. Viele Business-Ideen der beiden verliefen im Sand, andere wurden verworfen oder funktionierten nicht – bis ihnen im Jahr 2009 die Idee zu MySugardaddy bei einer Tasse Kaffee in einem Starbucks-Laden kam. Es war die Zeit, als auch andere Dating-Seiten das Licht der Netzwelt erblickten. Aber einfach so eine weitere Kennenlernplattform wollten Engelmann und Cappelletti nicht an den Start bringen.

Myster.de
Diverse Startups kümmern sich um die wichtige Digitalisierung im altehrwürdigen Handwerkersegment, so auch das junge Unternehmen Myster.de. Die von Mirco Grübel 2016 gegründete Firma konzentriert sich derzeit auf die Renovierung von Wand und Boden. Konkret geht es um das Streichen, Verputzen und Tapezieren von Innenwänden sowie das Verlegen und Entfernen von Bodenbelägen jeglicher Art. Der in Menden im Sauerland geborene Myster-Macher beschreibt seine Firma als einen „Online-Service für Renovierungsarbeiten“. Myster.de ist somit mehr als die „Gelben Seiten“, in denen man lediglich Handwerkeradressen aus der Umgebung findet, und bietet auch alle Materialien an, welche die Handwerker brauchen.

Der Palmenmann
Dattelpalme, Arikury-Palme oder die Rote Latan-Palme – Thomas Knappe kennt sie alle mit Namen, weiß, was sie mögen und wo sie am besten gedeihen. Die meisten von ihnen hat er sogar selbst ausgesucht. Wenn er durch seine Gewächshäuser geht, dann zupft er hier die verdorrten Blätter ab, steckt dort den Daumen in die Erde, um zu prüfen, ob seine Pflanzen noch ausreichend gewässert sind, und rückt die Töpfe zurecht. „Am liebsten würde ich sie alle in meinem Garten pflanzen“, sagt er, aber in dem ist schon jetzt gar kein Platz mehr für all die unterschiedlichen Gewächse.

Pflegix
Pflegix, im Jahre 2016 von Tim Kahrmann und Andreas Helget gegründet, positioniert sich als ein Marktplatz für Pflegebetreuung und Alltagshilfe. Zielgruppe sind Menschen, die Unterstützung suchen, und diejenigen, die Hilfe anbieten. Provokant formuliert könnte man behaupten, das Startup profitiert vom schlechten Gesundheits- und Pflegesystem in Deutschland. Dass Bedarf vorhanden ist, verdeutlicht die Anzahl der registrierten Hilfesuchenden und Helfer in der Datenbank: So bieten 11 000 meist gelernte Pflegekräfte, die in der Freizeit auf freiberuflicher Basis arbeiten, ihre Dienste an.

Point 8
Unternehmen auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten und aus riesigen Datenmengen Wissen auszulesen – das ist die Mission des Dortmunder IndustrialTech-Startups Point 8, Weihnachten 2015 von Florian Kruse, Tobias Brambach und Christophe Cauet gegründet. Der Name Point 8 sei, so Brambach, dem achten Schacht des Teilchenbeschleunigers und seinem Tunnel unter der Erde geschuldet. Mit Point 8 verbinden wir also eine Erinnerung an unsere damalige Forschungszeit“, erinnert sich Brambach. “Außerdem war die Domain noch frei“, lacht Kruse.

Pottsalat
„Spargel Tarzan“, „Tofu Trulla“, „Curry Peitsche“. – Auf so klangvolle Namen hören die Salate von Pottsalat. In Sachen Marketing setzt das knackfrische Unternehmen – es bietet seine Speisen in keinem Restaurant an, sondern liefert sie in einigen Stadtteilen von Essen bzw. angrenzenden Stadtbezirken von Mülheim, Gelsenkirchen und Oberhausen aus – voll und ganz auf Facebook. Und das macht die Pottsalat-Crew extrem gut! Zwei Jahre nach dem Start lobte sogar die bekannte Facebook-Managerin Sheryl Sandberg die Werbeaktivitäten der Jungfirma. Ein medialer und unternehmerischer Ritterschlag für Ben Küstner, der das Startup 2016 gemeinsam mit seiner Freundin Pia Gerigk und Alexandra Künne auf die Beine gestellt hat

Puppeteers
Nicht mal ein Jahr nach dem euphorischen Start war das Dortmunder Unternehmen Puppeteers fast schon wieder Geschichte. Anfang 2004 hatten sich neun hochmotivierte Menschen – darunter Gerd Kath und Martin Becker, die auch heute noch am Unternehmen beteiligt sind – zusammengefunden, um sich in der damals entstehenden 3-D- und Animationsszene zu etablieren. „Wir wollten 3-D-Animationen machen und fühlten uns in der Gruppe stark“, erinnert sich Mitgründer Becker an die wilde, aber lehrreiche Anfangszeit des Unternehmens, das heute am Phoenixsee in Dortmund zu Hause ist.

Q.One
Im Essener Norden, direkt an der Ausfallstraße zur viel befahrenen A42, sitzt ein Unternehmen, das sich nicht weniger vorgenommen hat, als die ganz Großen im Onlineshopping herauszufordern. Q.One um die Gründer Carsten Puschmann und Thomas Heidelbach ist eine jener Firmen, die mit ihrem Ansatz eigentlich eher in Metropolen wie Berlin oder München zu erwarten wäre. „Wir kommen aus dem Ruhrgebiet und wir bleiben auch hier“, sagt der hochgewachsene Ruhrpreneur Puschmann mit der schwarzen Brille, die ziemlich markant in seinem Gesicht wirkt.

Readbox
Dass Ralf Biesemeier irgendwann versuchen würde, die Buchbranche zu retten, hätte er sich als Schüler nicht vorstellen können. „Eigentlich bin ich überhaupt kein großartiger Leser“, sagt der Gründer von Readbox Publishing, einem Unternehmen, das seit 2008 Marketing- und Vertriebslösungen für Verlage und andere Anbieter bereitstellt. In der Vorstellung eines perfekten Urlaubstages im Liegestuhl kommt für ihn weder zwingend der Schmöker, der Krimi oder der Abenteuerroman vor. „Wenn ich lese, dann eher fachbezogene Bücher“, sagt der Ruhrpreneur.

rent-a-guide
Manchmal muss man gar nicht in die weite Welt hinaus, wenn Traumziele wie Rom, Paris, Dubai oder Marrakesch mitten in einem Büro in Bochum locken. Einmal auf den Eiffelturm, eine Führung durch die Sixtinische Kapelle oder rauf auf den 830 Meter hohen Burj Khalifa? – Das kann Florian Ziegler, Jahrgang 1979, allenfalls im Urlaub. Zwar beschäftigen sich der Gründer von Rent-a-guide und sein rund 20-köpfiges Team tagtäglich mit den schönsten Reisezielen und Destinationen, aber zum Reisen fehlt dem zweifachen Familienvater längst die Zeit.

Soccerwatch
Wenn Bayern München mal wieder gewinnt oder wenn das Revierderby zwischen Schalke und Dortmund unentschieden ausgegangen ist, dann berichten von der Tagesschau über sämtliche große wie kleine Zeitungen bis zu den Online-Portalen alle. Aber wenn der Kreisliga-Verein um die Ecke den Aufstieg geschafft hat – dann bekommt das mal wieder niemand mit. “25000 Vereine kicken in Deutschland, 1,8 Millionen Spiele gibt es pro Jahr – die allermeisten finden abseits der Öffentlichkeit statt“, sagt der Gründer von Soccerwatch Georg Moser, Jahrgang 1986. Das Essener Startup will dafür sorgen, dass auch der Amateurfußball die Bedeutung erhält, die er verdient.

Talpasolutions
Kohle. Staub. Bergbau. – Zugegeben, es klingt ein wenig erstaubt, doch wie kann man der alteingesessenen Montanindustrie einen frischen Anstrich verpassen? – Genau das wollen Sebastian Kowitz, Kai Meschede, Artem Zitzer und Philipp Lorenz mit Talpasolutions erreichen. Mit ihren Big-Data-Analysen begleiten sie Unternehmen der Bergbauindustrie. Kunden können so „transparenter, sicherer und effizienter arbeiten“.

Urlaubsguru
Seit 2012 sammeln Daniel Krahn und Daniel Marx, in der Startup-Szene nur als Daniel & Daniel bekannt, auf ihrer Plattform Urlaubsguru spannende und oftmals ex- trem günstige Reiseschnäppchen, die andere Leute dann bei den jeweiligen Anbietern buchen können. Anfangs war die Schnäppchensammelei lediglich als Hobby bzw. als Service für Menschen, die sich im Netz nicht so gut auskennen, gedacht. Aus diesem Hobby wurde in weni- gen Jahren ein äußerst profitables Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern und mehreren Ablegern in anderen Segmenten – etwa für modische Schnäppchen.

WG Held
Zu jeder guten Studentenzeit gehören Partys! Das Essener Startup WG Held, das 2014 an den Start ging, setzt genau an diesem Punkt an. Die Jungfirma, die von Chuong Nguyen und Genia Lewitzki gegründet wurde, versorgt Partys, besonders Feierlichkeiten in studentischen Wohngemeinschaften, mit Getränken und Snacks – und zwar komplett kostenlos. „Wir platzieren die Produkte unserer Kunden durch unsere studentischen Markenbotschafter, die Campus-Helden, in den privaten vier Wänden der Studenten“, erklärt Mitgründer Lewitzki das simple, aber erfolgreiche Konzept seines Unternehmens.

Die Geschichten von all diesen Startups und von noch vielen mehr gibt es in #EmscherEinhörner – siehe: “Wann endlich grasen Einhörern an der Emscher“.

Der digitale Pott kocht – #Ruhrgebiet


Mit hunderten Startups, zahlreichen Gründerzentren und -initativen, diversen Investoren sowie dutzenden Startup-Events bietet das Ruhrgebiet ein spannendes Ökosystem für Gründer. ds, die Gründerallianz Ruhr und der ruhr:HUB berichten gemeinsam über die Digitalaktivitäten im Revier.

Einhörner an der Emscher?! #BUCHTIPP

Das Buch “Wann endlich grasen Einhörner an der Emscher – Startups im Ruhrgebiet“ erzählt die spannendsten Startup- und Grown-Geschichten aus dem Ruhrgebiet. Viele mutige Ruhrgebietler setzten in den vergangenen Jahren ihre Ideen um und gründeten eigene Unternehmen. Diese spannenden Startups sind aber oftmals in der Region nicht bekannt. Das will dieses Buch ändern! Jetzt bestellen!

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.