#Zahlencheck Blacklane steigert Umsatz auf 44 Millionen, Verlust steigt auf 10,5 Millionen

Seit dem Start sammelte Blacklane Verluste in Höhe von 44,6 Millionen Euro ein. Im brandneuen Jahresabschluss verkündet das 2011 gegründete Unternehmen einen Umsatz in Höhe von knapp 44 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es gerade einmal 29,3 Millionen.
Blacklane steigert Umsatz auf 44 Millionen, Verlust steigt auf 10,5 Millionen

Der Limousinenservice Blacklane, der gerade seine Börsenpläne verkündete, legt Zahlen für 2017 vor. Im brandneuen Jahresabschluss verkündet das 2011 gegründete Unternehmen einen Umsatz in Höhe von knapp 44 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es gerade einmal 29,3 Millionen. Der Umsatz von Blacklane stieg zuletzt somit um etwa 27 %. Das erzielte Rohergebnis verbesserte sich zeitgleich von 5,7 Millionen auf 9,1 Millionen, also um rund 60 %. Der Großteil der Blacklane-Umsätze entfällt auf Europa und Nordamerika.

“Andere Weltregionen, insbesondere der Asien-Pazifikraum, befinden sich auf noch stärkerem Wachstumskurs, auch bedingt durch die dortige Erweiterung des Angebotes. Auch die Optimierung von Vertriebs- und Marketingaktivitäten trug dem Umsatzwachstum bei”, teilt das Unternehme mit. Der Personalaufwand belief sich 2017 auf üppige 11,8 Millionen. Im Vorjahr waren es nur 8,7 Millionen. 223 Mitarbeiter wirkten 2017 durchschnittlich bei Blacklane, im Vorjahr waren es nur 179.

Das Fazit für 2017 im Hause Blacklane lautet: “Als Resultat der Ausrichtung auf Wachstum wurden die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2017 weiter gesteigert. Die Prognose aus dem Vorjahr, das starke Umsatzwachstum fortzusetzen, wurde erreicht. Gleichzeitig erhöhte sich der Jahresfehlbetrag leicht gegenüber 2016”. Ganz konkret stieg der Jahresfehlbetrag von 8,9 Millionen auf rund 10,5 Millionen. Insgesamt häufte das Unternehmen seit dem Start bereits Verluste in Höhe von 44,6 Millionen an. Sorgen um Blacklane muss sich aber niemand machen: Anfang 2018 vrkündete das Grownup bekanntlich eine “Superlativ-Runde“. Zwischen 40 und 45 Millionen US-Dollar sollen dabei in das Unternehmen, das von Frank Steuer und Jens Wohltorf gegründet wurde, geflossen sein.

Kurzum: Blacklane präsentiert sich als Unternehmen im massiven Wachstumsmodus. 2018 rechnete der Limousinenservice sogar mit einem “leicht höheren negativen Cashflow gegenüber 2017”. Ob man mit solchen Sachen ein Börsenkandidat ist? In Deutschland eher nicht! Zumindest derzeit nicht. In drei Jahren sieht es bei Blacklane aber vielleicht schon deutlich besser aus.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2017
* Die Umsatzerlöse stiegen im Jahr 2017 auf knapp 44 Millionen EUR an, wobei der Großteil des Umsatzes auf die Regionen Europa und Nordamerika entfällt. Andere Weltregionen, insbesondere der Asien-Pazifikraum, befinden sich auf noch stärkerem Wachstumskurs, auch bedingt durch die dortige Erweiterung des Angebotes. Auch die Optimierung von Vertriebs- und Marketingaktivitäten trug dem Umsatzwachstum bei.
* Der Materialaufwand beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für bezogene Leistungen von Fahrdienstleistern. Auf Grund des starken Umsatzwachstums in 2017 ist dieser Posten dementsprechend ebenfalls gegenüber 2016 gewachsen.
* Der Personalaufwand belief sich 2017 auf 11,8 Millionen EUR und stieg somit deutlich unterproportional zum Umsatz.
* Insgesamt betrug das Jahresergebnis -10,5 Millionen EUR.
* In 2018 soll der Umsatz gegenüber 2017 deutlich übertroffen werden. Auf Grund der dafür notwendigen Aufwendungen für Personal und Technologie wird entsprechend mit einem leicht höheren negativen Cashflow gegenüber 2017 gerechnet.

Blacklane im Zahlencheck

2017: 44 Millionen Euro (Umsatz); 9,1 Millionen Euro (Rohergebnis); 10,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 29,3 Millionen Euro (Umsatz); 5,7 Millionen Euro (Rohergebnis); 8,9 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 19,9 Millionen Euro (Umsatz); 3,7 Millionen Euro (Rohergebnis); 11,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2014: 9,5 Millionen Euro (Umsatz); 1,5 Millionen Euro (Rohergebnis); 7,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2013: 5,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2012: 921.186 Euro (Jahresfehlbetrag)
2011: 9.986 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Blacklane

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.