#5um5 Wie sorgt ihr für gute Team-Stimmung? “Koks und Kicker”

"Wer denkt, das Gründerleben sei glamourös, kennt es nur aus dem Fernsehen. Gründen bedeutet in erster Linie hart arbeiten, hinfallen, noch mal machen, stolpern, Lösung finden!", sagt Tristan Niewöhner, Gründer von persomatch.
Wie sorgt ihr für gute Team-Stimmung? “Koks und Kicker”

Unsere Rubrik “5um5” liefert jeden Tag um Punkt 5 Uhr insgesamt – wer hätte das gedacht – 5 wissenswerte Fakten, bahnbrechende Tipps oder hanebüchene Anekdoten rund um ein startupaffines Thema. Heute spricht Tristan Niewöhner, Gründer von persomatch, über seinen Gründeralltag. persomatch beschreibt er als “effektives Personalrecruitment”. Kunden des Startups können Stellenanzeigen direkt bei Google buchen.

Wie startest Du in einen ganz normalen Start-up-Arbeitsalltag?
Im Start-up-Arbeitsalltag ist kein Tag ist wie der andere. Das macht es auch so interessant und spannend. Zum Kaffee am Morgen gibt es die ersten E-Mails, danach Termine beim Kunden, oft sind wir auf Messen vertreten, halten Vorträge oder sind einfach im Büro. Jeder Tag bietet immer wieder neue Herausforderungen.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Die erste Hürde ist die Idee im Kopf aufs Papier zu bringen, dann Investoren und danach die ersten Kunden zu überzeugen. Wenn man noch unbekannt ist und keine nennenswerten Referenzen hat, macht es das nicht einfacher. Dann ist persönlicher Vertrieb unglaublich wichtig, auch wenn es am Anfang recht zeitintensiv ist. Wenn man dann aber erstmal Kontakte geknüpft und positives Feedback bekommen hat, dann weiß man, wofür man das alles tut.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer?
Gründer, besonders die aus dem universitären Umfeld, verbringen häufig zu viel Zeit mit Denken und Grübeln statt mit Handeln. Fangt an zu Handeln! Zu meiner Zeit als Gründercoach hat mir ein gründungsinteressierter Student mal stolz davon berichtet, wie viele Bücher zum Gründen er bereits gelesen hatte. Seine Frage an mich war, wie viele er noch lesen muss, bevor er tatsächlich gründen kann. Mein Rat an ihn war: Man sollte viele Dinge einfach machen und ausprobieren. Nichts gegen Bildung und Weiterbildung, das braucht man zweifelsohne. Aber ob deine Idee funktioniert, erfährst du nicht, wenn du über andere Ideen liest, sondern wenn du es ausprobierst und einfach machst

Die Start-up-Szene lebt von einer gewissen Hochglanz-Euphorie. Wie glamourös ist das Gründerleben wirklich?
Wer denkt, das Gründerleben sei glamourös, kennt es nur aus dem Fernsehen. Gründen bedeutet in erster Linie hart arbeiten, hinfallen, noch mal machen, stolpern, Lösung finden! Natürlich gibt es Momente, in denen man als Gründer auf der Bühne steht, um seine Idee voranzubringen. Aber das ist ja nicht der eigentliche Job. Wegen des Glamours sollte man nicht gründen, sondern einfach, weil man liebt, was man tut. Und bitte vergesst nicht: Ich habe in Bielefeld gegründet.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?
Koks und Kicker (lacht). So ist doch das Bild des wild-glamourösen Gründerlebens. Aber auch da ist die Realität nüchterner. Bei uns herrscht gute Stimmung, weil im Team jeder seine Ideen einbringt, Verantwortung trägt und Entscheidungsfreiheit hat. Da unterscheidet sich ein Start-upvermutlich wirklich von traditionellen Firmen. Kürzlich hatten wir einen Schülerpraktikanten bei uns, der eigenverantwortlich an einem kleinen Projekt im Bereich Videobearbeitung arbeiten konnte. Ihn hat das total motiviert und wir haben wiederum einen ganz jungen, frischen Blick auf Sachen bekommen, an denen wir schon lange arbeiten. Wenn alle motiviert sind, ist die Stimmung automatisch gut.

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Foto (oben): persomatch

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.