TaxTech-Übersicht Startups, die bei der Steuererklärung helfen

Etliche Startups haben erkannt, das Steuererklärungen nerven und versprechen Hilfe: Die Steuererklärung soll endlich ganz einfach werden. Wir stöbern einmal durch das boomende TaxTech-Segment. Vorher nur kurz eine Zahl: Die Zahl elektronischer Steuererklärungen ist zuletzt auf 21 Millionen gestiegen.
Startups, die bei der Steuererklärung helfen

In den vergangenen Wochen und Monaten sind eine ganze Reihe von Startups entstanden, die sich im weitesten Sinne um das Thema Steuern und um Steuererklärungen drehen. Unter diesen vielen TaxTech-Firmen ist unter anderem das Berliner Startup wundertax. Das junge Unternehmen betreibt mehrere Plattformen, die den Nutzern bei ihrer Steuererklärung helfen, die sich an spezifische Personen- und Berufsgruppen richten. Das Startup, zu dem etwa studentensteuererklaerung gehört, wurde 2016 von David Czaniecki, Jalyna Schröder und Daniel Hanemann auf die Beine gestellt.

“Schon während des Studiums hat man uns immer erzählt, dass wir später unbedingt unsere Studienkosten von der Steuer absetzen sollen. Als ich dann nach dem Abschluss meine erste Steuererklärung machen wollte, wurde schnell klar, dass dies keine einfache Angelegenheit werden wird. Ich selbst war mit der Flut an unverständlichen Formularen überfordert”, sagt David Czaniecki, Mitgründer von wundertax, zur Entstehungsgeschichte des Unternehmen. Czaniecki setzte sich dann hin und entwickelte ein Steuer-Tool speziell für Studenten.

“Und weil auch viele andere Personen- und Berufsgruppen Schwierigkeiten haben, selbst ihre Steuererklärung zu erstellen, haben wir nach und nach weitere spezialisierte Tools entwickelt, z.B. für Azubis, Soldaten, Polizisten, Lehrer oder Expats”, führt der wundertax-Macher aus. Neben wundertax wollen aber noch viel mehr Startups den Menschen im Lande beim leidigen Thema Steuern helfen. Wir stöbern einmal durch das boomende Segment. Vorher nur kurz eine Zahl: Die Zahl elektronischer Steuererklärungen ist zuletzt auf den Höchstwert von 21 Millionen gestiegen.

felix1.de
Hinter felix1.de steckt die bekannte ETL-Gruppe, der deutsche Marktführer in Sachen Steuerberatung. Das Corporate-Startup “hat sich zum Ziel gesetzt, die einfachste Steuerberatung Deutschlands zu sein. Das gibt unseren Mandanten mehr Zeit für andere Aufgaben und das beruhigende Gefühl von steuerrechtlicher Sicherheit”. Gegründet wurde das Unternehmen 2014 von den Steuerberatern Marc Müller und Andreas Reichert. 40 Mitarbeiter wirken derzeit bei felix1.de.

Mastertax
Mastertax aus Neu-Ulm, das vom Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Claus Baier geführt wird, positioniert sich als “Online-Steuererklärung für Studenten und Berufseinsteiger”. Ab 67 Euro geht es bei Mastertax los. Der finale Preis richtet sich aber “nach dem Aufwand der Leistung”.

smartsteuer
Das Unternehmen smartsteuer kümmert sich ebenfalls um Steuererklärungen. Mit dem Tool des Unternehmen ist es möglich, “die eigene Steuererklärung schnell und einfach zu erstellen sowie kostengünstig abzugeben”. Die Wurzeln von Smartsteuer, ehemals Konz Steuer, gehen bis ins Jahr 2006 zurück. 2012 stieg Haufe-Lexware bei smartsteuer ein. Seit September 2013 gehört das junge Unternehmen komplett zu Haufe-Lexware.

Steuerbot
In Stuttgart werkeln Marc Neumann, Jochen Schöllig und Waldemar Wunder an ihrem Startup Steuerbot. “Schluss mit Papierkram, komplizierten Fragen und Angst vor der Steuererklärung. Wir führen dich Schritt für Schritt mit einfachen Fragen innerhalb eines Chats zum Ziel”, versprechen die Jungunternehmer.

SteuerGuru
Aus Dresden stammt SteuerGuru. Das Startup wird von Sebastian Schulz geführt. “Hol dir in wenigen Minuten deine Studienkosten zurück” steht in dicken Lettern auf der Startseite des TaxTech-Unternehmens. Zielgruppe sind somit – wie bei einigen anderen Firmen in dieser Liste – Studenten.

taxbutler
Das TaxTech-Startup taxbutler wurde von Matthias Raisch ins Leben gerufen. Unterstützung bekommt er vom Medienmanager Alexander Fechner. WF Ventures und einige Business Angels investierten bereits in das junge Unternehmen. Studenten, Berufseinsteiger und Angestellte, die bis 10.000 Euro verdienen, zahlen bei taxbutler je Steuererklärung 27 Euro. Arbeitnehmer die bis 30.000 verdienen zahlen 47 Euro und für Arbeitnehmer, deren Einkommen über 30.000 Euro liegt, kostet eine Steuererklärung 87 Euro.

Taxdoo
Das Hamburger Startup Taxdoo wurde 2016 von Matthias Allmendinger, Roger Gothmann und Christian Königsheim gegründet. Das junge Unternehmen ermöglicht Onlinehändlern es, ihre internationalen Umsatzsteuer-Verpflichtungen zu automatisieren. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investierte bereits in das Steuer-Startup.

Taxfix
Mit Taxfix wollen Mathis Büchi, Manuel Stofer und Lino Teuteberg, die bereits smallpdf gegründet haben, den “Markt der Steuer-Software auf den Kopf stellen”. “Unsere Vision ist es, den Prozess der privaten Steuererklärung grundlegend zu verändern”, sagt Mitgründer Büchi. Der schwedische Investor Creandum und der Schweizer Geldgeber Redalpine investierten bereits 2 Millionen Euro in das junge Berliner Steuer-Unternehmen.

wundertax
Das Berliner Startup wundertax betreibt mehrere Plattformen, die den Nutzern bei ihrer Steuererklärung helfen, die sich an spezifische Personen- und Berufsgruppen richten – darunter etwa studentensteuererklaerung. Das Startup wurde 2016 von David Czaniecki, Jalyna Schröder und Daniel Hanemann auf die Beine gestellt. Capnamic Ventures und PROfounders Capital investierten bereits 4 Millionen Euro in das junge Unternehmen.

Zasta
Auf den schönen Namen Zasta hört ein weiteres Steuer-Startup aus Berlin. Das Unternehmen verspricht seinen Nutzern die Erstellung einer “automatischen Steuererklärung”. Auf der Website heißt es zum Konzept weiter: “Zasta macht der Angst vor der Steuererklärung ein Ende. Du musst keine Belegen suchen, keine komplizierten Formulare ausfüllen und definitiv keinen Wartezettel im Finanzamt ziehen. Dank Deiner steuerlichen Vollmacht kann Zasta alle lästigen Schritte einer Steuererklärung für Dich erledigen”.

Buchhaltung-Special: Zum Abschluss noch ein Blick auf das boomende Segment der Buchhaltungsdienste, die momentan meist mit klassischen Steuernberatern zusammen arbeiten. Hier wären an dicken Fischen Albus White, Billomat, Candis, FastBill, sevDesk, Smacc und Zeitgold zu nennen.

Bonus in Sachen TaxTech: Der Online-Steuerberater, freeFibu, steueragenten.de, steuerberaten.de, SteuerGo, venvie.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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