Überblick Die millionenschwere FinLeap-FinTech-Familie

FinLeap ging 2014 an den Start. Inzwischen beschäftigen der FinTech-Brutkasten und seine Ableger mehr als 450 Mitarbeiter. Hier ein Überblick über die schnell wachsende FinLeap-Familie, deren Ableger ebenfalls bereits einige Millionen eingesammelt haben.
Die millionenschwere FinLeap-FinTech-Familie

Ziemlich leise entwickelte sich die Berliner FinTech-Schmiede FinLeap in den vergangenen Monaten zur gewichtigen Szenegröße. Gerade erst flossen 39 Millionen Euro in den 2014 gestarteten Company Builder, der im vergangenen Jahr bereits 21 Millionen eingesammelt hat. Bisher brachte der Hitfox-Ableger offiziell 12 Start-ups auf die Startrampe. FinLeap und die Ableger der Firmenschmiede beschäftigen insgesamt mehr als 450 Mitarbeiter aus mehr als 30 Nationen. Hier ein Überblick über die schnell wachsende FinLeap-Familie, deren Ableger ebenfalls bereits einige Millionen eingesammelt haben.

BillFront
An den Start ging BillFront Anfang 2015. Damals wollte Billfront App-Developer und Publisher schneller bezahlen als die bekannten App-Stores und Affiliate Netzwerke. Inzwischen geht es bei BillFront um “Finanzierungslösungen, die speziell auf Werbetechnologie Firmen, sogenannte Adtechs, zugeschnitten sind”. BillFront wurde von Christopher Vogt und Gregor Dimitrou gegründet.

Clark
Clark positioniert sich als Robo-Adviso rund um das Thema Versicherungen. Das Start-up wurde im Juni 2015 gegründet und wird Christopher Oster, Steffen Glomb, Marco Adelt und Chris Lodde geführt. 2016 flossen 13,2 Millionen Euro in Clark.

Element
Element ergänzte im Frühjahr die FinLeap-Familie. Zielgruppe des Unternehmens sind Start-ups, etablierte Unternehmen, Händler und auch bestehende Versicherer. Geführt wird Element von Wolff Graulich, zuletzt Bereichsleiter bei der AXA. Hinter Element verbirgt sich ein Insurance-as-a-Platform-Modell. Das neue Unternehmen möchte selbst “neue Versicherungsprodukte schaffen” und anbieten.

Elinvar
Der Berliner FinTech-Inkubator FinLeap und der Versicherungskonzern Talanx hievten Anfang Oktober mit Elinvar eine “integrierte Lösung für Vermögensverwalter” ins Netz. “Elinvar bildet alle notwendigen Schritte bei der Gewinnung neuer Kunden digital ab – selbstverständlich inklusive der regulierungskonformen Prüfungen und Dokumentationen. So können Sie als Vermögensverwalter auch Anlegergruppen mit niedrigeren Anlagevolumina oder in zusätzlichen Regionen ansprechen”, heißt es auf der Website zum Konzept des Start-ups.

financeAds
Mit financeAds International setzt das FinLeao-Team auf performance-basiertes Marketing für Finanzdienstleister. Konkret unterstützt das Unternehmen Finanzdienstleister bei der Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen im Internet.

FinReach
FinReach, 2014 gegründet, bietet Banken eine White Label-Technologieplattform rund um das Thema Kontowechsel-Antragsprozess an.

MoneyMap
Anfang Februar ging MoneyMap, ein digitaler Finanzhelfer, an den Start. Das Start-up vereint “Personal Finance Management, Vertragstool und Vergleichsrechner” unter einem Dach. “Das, was viele Nutzer bisher von der Organisation ihrer laufenden Kosten abgehalten hat, wird nun komplett von MoneyMap erledigt. Kostenlos, mit nur ein paar Klicks und vor allem ohne Papierkram werden Vertragsmanagement und Anbieterwechsel jetzt zu einer echten Option”, sagt Frank Broer, ehemals McKinsey&Company, der das Unternehmen gemeinsam mit Dmitry Kharchenko führt.

Pair Finance
Der Inkasso-Dienst Pair Finance will mit einer Kombi aus Machine Learning, digitalen Kommunikationsmitteln und Ansätzen aus der Verhaltensökonomie “eine neue Form des Forderungsmanagements schaffen”. Geführt wird das Satrt-up von Stephan Stricker und Eckhardt Weber. Mitgründerin Christine Kiefer ist schon länger nicht mehr an Bord.

savedo
savedo positioniert sich als “unabhängiger Marktplatz für die besten Festgeldanlagen” im boommenden FinTech-Segment. Zu den Investoren von Savedo gehören neben FinLeap Point Nine Capital, DvH Ventures und Business Angels “aus dem Start-up und Bankenumfeld”. 2016 flossen 5,6 Millionen in das Unternehmen.

solarisBank
Im Frühjahr 2016 startete die solarisBank. Es ist nach eigenen Angaben die “weltweit erste Banking-Plattform mit Vollbanklizenz”. Vor wenigen Wochen flossen beachtliche 26,3 Millionen Euro in das junge Unternehmen.

Valendo
Bereits 2015 startete FinLeap das Online-Pfandleihhaus Valendo. Inzwischen liegt der Fokus des Unternehmens im B2B-Segment. Valendeo bietet vor allem eine “sachwertbasierte Unternehmensfinanzierung” an. Firmen können über die Plattform ihre Warenbestände beleihen. Geführt wird das Start-up von Lars Bresan.

zinsbaustein.de
Zahlreiche Start-ups kümmern sich bereits um das Thema Crowdinvesting in Immobilien – so auch zinsbaustein.de, das 2016 an den Start ging. Unterstützt wird das Projekt durch den ehemaligen Immobilienscout-Macher Mark Stilke. Gegründet wurde das Start-up von Steffen Harting und Matthias Lissner.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.