Zinsgold geht an den Start FinTech: Rocket Internet will es noch einmal wissen

Erst vor wenigen Wochen verkündete Rocket Internet eine größere Koop mit der FinTech Group - nun folgt mit Zinsgold das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit. Hinter Zinsgold verbirgt sich - ganz unspektakulär - eine Plattform für die Anlage von Festgeld.
FinTech: Rocket Internet will es noch einmal wissen

Die zweite FinTech-Welle bei Rocket Internet rollt! Unter dem Namen Zinsgold startet die Firmenschmiede – in Zusammenarbeit mit der FinTech Group – eine Plattform für die Anlage von Festgeld. “Durch die Zusammenarbeit mit der in Deutschland ansässigen Bank biw bieten wir den Anlegern eine besonders hohe Sicherheit für ihr Kapital”, sagt Zinsgold-Gründer Frank Biedka, früher unter anderem zalando. “Die moderne Bank-Technologie unseres Partners hat es uns ermöglicht, das Geschäftsmodell in kurzer Zeit umzusetzen.” Erst Ende Juli hatten die FinTech Group und Rocket ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben.

Schon einmal, 2014, setzte Rocket Internet massiv auf das Boomthema FinTech. Damals entstanden kurz hintereinander Projekte wie Lendico, Zencap und Spotcap. Davor hatte der Internet-Investor etwa bei Finanzdiensten wie Paymill und Payleven die Finger im Spiel. Die Bilanz von Rocket Internet in diesem Segment ist aber negativ. Zencap wurde an Funding Circle weitergereicht, Payleven gerade erst an den Wettbewerber SumUp rüber geschoben, Paymill schlitterte kürzlich in die Insolvenz. Spotcap und Lendico müssen erst noch beweisen, dass sie ein Erfolg sind.

Der Vorteil für Rocket Internet in der Zusammenarbeit mit der FinTech Group ist simpel: Das Unternehmen verfügt via Bank biw über eine Banklizenz. Was Kosten und Zeit spart. Bankleistungen wie Kontoführung, Zahlungsverkehr, Kreditvergabe und Trade Execution von Wertpapieren sind für Rocket Internet nun gar kein Problem mehr. Ein großer Wurf ist Zinsgold aber nicht. Es geht schließlich nur um die Anlage von Festgeld. Das bieten andere Start-ups auch – siehe “5 Alternativen zum Sparbuch“.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.