Bald ist Weihnachten! Zwei Bremer verkaufen Tannenbäume über das Netz

Bei 123Tannenbaum.de können Onliner Nordmanntannen über das Internet kaufen. "Ziel muss es sein, weiter dreistellig pro Jahr zu wachsen! 50 Millionen Tannenbäume pro Jahr - allein in Deutschland - sind ein Markt, der noch enorm viel Potenzial für ein Start-up wie uns bietet", sagt Mitgründer Bastian Ziegler.
Zwei Bremer verkaufen Tannenbäume über das Netz

Das laufende Jahr geht knallhart seinem Ende entgegen. Somit steht Weihnachten bald wieder vor der Tür – und es geht schneller, als man denkt. Zum Jahresende kommen dann auch wieder einige Start-ups und Unternehmen zum Einsatz, die tatsächlich nur einmal im Jahr – zur Weihnachtszeit – funktionieren. Darunter 123Tannenbaum.de, ein Projekt von Oliver Huitema und Bastian Ziegler.

Seit mehreren Jahren verkauft das Duo Nordmanntannen über das Internet. “Wir wollen dem Kunden die Möglichkeit geben, seinen Tannenbaum ganz bequem und ohne großen Transportaufwand direkt nach Hause liefern zu lassen. Zusätzlich bieten wir hier noch geschmückte Mini-Bäume, Adventskränze und Winter-Blumensträuße an”, erklärt Ziegler die Idee hinter dem Baumshop. Die Idee, Nordmanntannen über das Internet zu verkaufen entstand, einst bei einem Glas Glühwein.

“Und knapp zwei Wochen später haben wir einfach angefangen Nordmanntannen zu verkaufen. Ich glaube am Ende hatten wir dann knapp 30 Kunden und jede Menge offene Fragen. Jetzt im Jahr 2016 und so einige verkaufte Tannenbäume später, sind wir von der Professionalität, der kompletten Abwicklung und dem Produktangebot wesentlich weiter und planen schon die nächsten innovativen Ideen für den Weihnachtsbaumversand 2017”. Umsatzzahlen wollen die Bremer nicht nennen. In diesem Jahr will das Tannenbaumteam aber zumindest eine vierstellige Anzahl Bäume absetzen.

Neben 123Tannenbaum.de setzen noch diverse andere Plattformen auf Weihnachtsbäume – etwa Kaisertanne, Meine Tanne und Tante Tanne. Ein wichtiger Konkurrent für alle sind aber vor allem die vielen lokalen Weihnachtsbaumanbieter. Die Weihnachtsbaumvermietung HappyTree dagegen ist in diesem Jahr keine Konkurrenz – das Start-up pausiert. “Wir sind davon ausgegangen, dass sich unsere Happy Trees innerhalb von zwei Jahren wieder vollständig erholen und wollten dieses Jahr das erste Mal nur Bäume ausliefern, die wir in den letzten zwei Jahren wieder eingepflanzt haben”, heißt es auf der Plattform. Doch leider bräuchten die Bäume noch ein Jahr, “um zu alter Stärke zurück zu finden”.

“Im klaren Gegensatz zu unseren Konkurrenten, verkaufen wir nicht einfach nur verschiedene Größen Nordmanntannen, sondern bieten unseren Kunden ganz klar den Vorteil, bei jeder Größe zwischen drei Qualitätsstufen frei wählen zu können! Der Kunde kann also selbst entscheiden, was ihm der Tannenbaum wert ist”, sagt Ziegler. Für die kommenden Jahre haben die 123Tannenbaum.de-Macher, die die das Projekt halbtags bzw. neben ihrer Arbeit als Freiberufler betreuen, große Pläne. “Ziel muss es sein, weiter dreistellig pro Jahr zu wachsen! 50 Millionen Tannenbäume pro Jahr – allein in Deutschland – sind ein Markt, der noch enorm viel Potenzial für ein Start-up wie uns bietet”, erklärt Ziegler. Neben dem B2C-Markt habe die Norddeutschen dabei auch das B2B-Segment im Auge.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.