#5um5 5 spannende Fakten über das Hype-Start-up Foodora

Foodora dürfte in deutschen Großstädten mittlerweile jeder kennen. An der Plakatwerbung in Berlin kommt zumindest derzeit kaum jemand vorbei. Zudem machen die vielen Fahrer, die man überall sieht, zusätzlich Werbung für das Start-ups, das 2014 unter den Namen Volo an den Start ging.
5 spannende Fakten über das Hype-Start-up Foodora

Unsere Rubrik “5 um 5” liefert jeden Tag um Punkt 5 Uhr insgesamt – wer hätte das gedacht – 5 wissenswerte Fakten, bahnbrechende Tipps oder hanebüchene Anekdoten rund um ein startupaffines Thema. Heute geht es um: 5 megaspannende Fakten über das Hype-Start-up Foodora.

Volo

Das Berliner Start-up Foodora, ein Lieferservice für Restaurants, die keinen eigenen Lieferservice unterhalten, ging aus dem Münchner Unternehmen Volo hervor, dass von Sergei Krauze, Konstantin Mehl, Emanuel Pallua, Stefan Rothlehner und Manuel Thurner gegründet wurde. Zunächst war die Jungfirma nun in der bayerischen Hauptstadt verfügbar. Für eine Liefergebühr von maximal fünf Euro lieferte Volo, das zum Start von Wayra, dem Start-up Accelerator von Telefónica angeschoben wurde, damals Essen von Restaurants aus. Konkurrenten von Foodora sind etwa Deliveroo, das amerikanische Doordash und UberEats.

Rocket Internet

Im Frühjahr 2014 übernahm Rocket Internet das Start-up, das damals 15 Mitarbeiter hatte, komplett und versetzte das Unternehmen von München nach Berlin. Kurz darauf wurde die Jungfirma dann mit dem Namen Foodora ausgestattet. Da beschäftigte der Lieferdienst bereits 50 Mitarbeiter und war in sechs Städten aktiv. Im Zuge der Übernahme kam auch Ex-Berater Julian Dames zu Foodora, der das Start-up heute gemeinsam mit dem ehemaligen Volo-Macher Pallua führt.

ds-foodora-plakat

Delivery Hero

Ende des vergangenen Jahres verkaufte Rocket Internet Foodora an seine Beteiligung Delivery Hero (damals 38,5 %). Der heldenhafte Lieferdienstvermittler hatte mit Urban Taste zuvor ein ähnliches Konzept in den Markt gedrückt. Urban Taste wurde nach der Übernahme dann direkt wieder beerdigt. Foodora war damals in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Finnland, Schweden, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Dubai und Hong Kong unterwegs. 2.000 Restaurants gehörten zum Zeitpunkt der Übernahme zum Kundenstamm.

Expansion

Inzwischen ist Foodora in 33 Städten und 10 Ländern vertreten. 7.500 Restaurants sind an den Lieferdienstservice, für den 6.000 Fahrer und über 900 Mitarbeiter arbeiten, angebunden. Bei seiner Fahrerflotte setzt das Start-up auf Voll- und Teilzeitkräfte in Festanstellung. Bei der Bewerbung seines Services setzt Foodora auch auf Plakatwerbung. “Unser Business Model ist einfach super lokal. Plakate sind eine der wenigen Massenmedien, mit denen wir wirklich auf die Kreuzung genau targeten können, was super wichtig ist um unser Offline Budget effizient zu nutzen”, sagte Mitgründer Pallua dazu.

Geschäftsmodell

Anders als Pizza.de, Lieferheld und Lieferando ist Foodora nicht nur ein Lieferservice, der Besteller und Lieferdienste zusammenbringt. Foodora ist ein Logistikunternehmen, das Bestellungen mit einer eigener Fahrerflotte ausliefert. In der Startphase versuchte das Start-up, das sich zum Großteil auf Städte ab 500.000 Einwohnern konzentriert, mit einem breiten Restaurantansatz zu überzeugen. Im Zuge der Expansion wurde den Machern aber deutlich, das “der Erfolg einer Stadt in der Startphase abhängig davon ist, die beliebtesten und hippsten Restaurants früh als Partner zu gewinnen”. Im Vergleich zu Lieferheld und Co. dürften die Warenkörbe bei Foodora durch die Zusammenarbeit mit Restaurants auch deutlich höher sein. Die Marketingkosten und die vielen Fahrer sorgen aber gleichzeitig für höhere Ausgaben. Foodora muss seinen vielen Fahrer auch immer gut auslasten und die Routen durch Städte wie Berlin gut planen.

Passend zum Thema: “Über das komplexe Geschäftsmodell von Foodora” und “foodora setzt auf hippe Restaurants als Marktöffner

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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