Best of 15 Fragen Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?

Jeden Freitag beantwortet ein Gründer oder eine Gründerin unseren Fragebogen. Er lebt von der Vergleichbarkeit der Fragen. Heute präsentieren wir die interessantesten Antworten auf die Frage: Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?

Jeden Freitag beantwortet ein Gründer oder eine Gründerin unseren standardisierten Fragebogen, den es inzwischen auch in gedruckter Form und als eBook gibt – siehe “Hinter den Kulissen deutscher Start-ups“. Der kurze Fragenkatalog lebt von der Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Fragen, die alle Gründerinnen und Gründer beantworten müssen. Heute präsentieren wir die interessantesten und besten Antworten auf die Frage: Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?

Ich habe aktiv nach interessanten Geschäftsideen Ausschau gehalten. Ich bin schnell auf den Möbelmarkt gestoßen, weil ich gemerkt habe, dass es praktisch keine guten Angebote gibt, die qualitativ über Ikea liegen, aber immer noch erschwinglich sind. Konkret habe ich nach einem Bett gesucht und bin verzweifelt, als ich bei BoConcept und Co. mit Lieferzeiten von 12 Wochen und sehr hohen Preisen konfrontiert wurde. Am Ende wurde es dann doch wieder ein Ikea-Bett, ich wollte nicht drei Monate auf einer nackten Matratze schlafen wollte und nicht mehr als 1000 Euro ausgeben.
Christoph Jung von mycs

Die besten Ideen kommen, wenn man sich kurz vom Tagesgeschäft befreit und darüber nachdenkt, was Kunden und User in 2 bis 3 Jahren gebrauchen könnten. Wir machen das auch heute noch so – auch wenn die Zeit dafür manchmal sehr rar ist. Aber nur so können wir weitere innovative Ideen und Features für unsere Kunden entwickeln.
Dino Bongartz von The ADEX

Ich war vor der Gründung von crowdshop bei einem Mittelständischen Unternehmen als Betriebsleiter tätig. Dort ist mir aufgefallen, dass wir bei der Beschaffung von C-Teilen und Material für die Produktion aufgrund von relativ kleinen Abnahmemengen und vielen Zwischenhändlern sehr hohe Preise zahlen müssen. Diesen Umstand wollte ich verändern und habe daher mit crowdshop einen Onlineshop entwickelt, der ganz ohne Zwischenhandel auskommt – die Ware wird einfach von den Herstellern direkt zu unseren Kunden geliefert. Selbst die Metalle halten wir nicht auf Lager und werden direkt von den Stahlproduzenten oder Großhändlern direkt an unsere Kunden ausgeliefert.
Arasch Jalali von crowdshop

Mein Mitgründer, Alexander Zacke, war mit dem Problem konfrontiert, dass sich hochwertige Kunstobjekte, Antiquitäten und Sammlerstücke – gemeinhin Luxusobjekte im Sekundärmarkt – über den Online-Kanal nicht mehr zu einem fairen Preis verkaufen ließen, da rund um die großen Marktplätze des frühen 21. Jahrhunderts ein Vertrauensproblem entstanden ist. Mit diesem Problem ist er zu mir gekommen und dann haben wir gemeinsam Auctionata gegründet.
Georg Untersalmberger von Auctionata

Ich hatte in meinen bisherigen Firmen immer die Verantwortung für Tech-Teams von jeweils einigen hundert Software-Profis. Für Recruiting ging da jeweils massiv viel Zeit drauf, denn schnell genügend begnadete Software-Experten zu finden und einzustellen, ist für jede Firma eine riesige Herausforderung.
Der Prozess mit Stellenanzeigen und Bewerbungsschreiben oder gar Headhuntern nervt ungemein und ist enorm ineffizient. Nach 2500 Bewerbungsgesprächen mit IT-lern hatte ich die Nase voll. Das muss doch einfacher gehen!
Die Idee war schnell geboren: Da Unternehmen sowieso schon um die besten Talente buhlen und diese sich de facto aussuchen können, zu welchem Arbeitgeber sie gehen, ist es für beide Seiten am einfachsten, wenn sich die Firmen direkt bei den Software-Experten bewerben. Über Marktplätze kommen Angebot und Nachfrage zusammen. Mehr Transparenz über Gehalt und verwendete Technologien ist zum Vorteil für beide Seiten.
Frank Geßner von 4scotty

Die Grundlage für figo habe ich nicht selber gelegt, sondern wir haben figo im Laufe der Zeit zu dem entwickelt was es heute ist. Den Need für das, was wir heute als Banking Service Provider anbieten, habe ich seit Ende der 90er Jahre in meinen vorherigen Jobs immer wieder wahrgenommen.
André M Bajorat von figo

Die Idee zu Shpock ist uns bei einem Team-Workshop gekommen. Dabei ist uns aufgefallen, dass die vorhandenen Lösungen für den privaten Kauf und Verkauf von Gebrauchtwaren nicht mehr zeitgemäß sind. Wir haben die Textwüsten der alten Plattformen ersetzt und den Marktplatz für das Smartphone-Zeitalter optimiert. Das Einstellen eines Produktes muss 30 Sekunden und nicht 10 Minuten dauern.
Katharina Klausberger von shpock

Cornelius und ich haben uns bei KaufDA kennengelernt, wo er für den Aufbau des Mobile Teams zuständig war und ich für das Business Development. Cornelius ging 2012 dann zu ebay, ebenfalls in den Bereich Mobile, wo er auch noch tätig war, als Apple im Sommer 2013 den iBeacon-Standard definierte. Für uns war sofort klar, dass die neue Technologie eine unglaubliche Nutzungsvielfalt mit sich bringen würde. Da wollten wir mit einem eigenen Unternehmen dabei sein und den Markt mitgestalten.
Michael Kappler von Beaconinside

Die letzten Jahre habe ich mich intensiv mit dem Internet der Dinge beschäftigt und mich gefragt, welche Anwendungen dieser Vision von der Vernetzung von allem zum Durchbruch verhelfen werden. Bei einer Kernfrage bin ich dann hängen geblieben: welche Killer-Applikationen schaffen es, das Internet der Dinge für uns alle erlebbar zu machen?
Dabei ging es mir dann auch mehr um Interoperabilität und die Plattform, auf der solche Anwendungen entwickelt werden können, als um die Anwendungen selbst. Und so habe ich angefangen, mir ein gutes Entwickler-Team zusammenzustellen, mit dem ich eine solche Plattform aufbauen kann. Damit wollen wir quasi das „WordPress“ für das Internet der Dinge werden.
Harald Zapp von relayr

Die Idee kam von einem unserer Gesellschafter, der das Unternehmen als One-Man-Show gestartet hat und dann sehr schnell das Ruder an meinen Geschäftsführerkollegen Björn und mich übergeben hat. Unsere Stärke ist das Skalieren von Unternehmen.
Marcus Schmitt von vjsual

Im Fall von Sclable hat es sich aus speziellen Umständen heraus ergeben: Als Entwickler von Business Applikationen haben wir versucht, uns das Leben leichter zu machen. Zunächst war Sclable also ein Werkzeugkasten für den Eigenbedarf. Mehr daraus zu machen war dann irgendwann einfach logisch.
Roland Rust von Sclable

Wir sahen, wie das Gerät „Fernseher“ aus dem Leben vieler Menschen verschwand. Gleichzeitig stieg der Konsum von Serien und Webinhalten. Daran war aus unserer Sicht keineswegs das Gerät schuld, sondern der Service, der an das TV Gerät gebunden war bzw. bis heute ist. Dies wollten wir ändern. Außerdem fanden wir es natürlich reizvoll, mit einem eigenen Unternehmen gleich den größtmöglichen der existierenden Werbemärkte – die TV-Werbe-Etats – zu adressieren. Jetzt – 5 Jahre später – sind wir langsam soweit, dass diese Werbeetats wirklich ins Digitale wandern.
Marcel Düe von Tweek

15 Fragen als eBook und in gedruckter Form

“Hinter den Kulissen deutscher Start-ups: 45 Gründer über den Aufbau ihres Unternehmens”, heißt der erste Titel der neuen Buchreihe von deutsche-startups.de. Unser erstes Buch, ein Best-of der Rubrik 15 Fragen an, steht unter dem Motto: Von Gründern lernen, sich von deutschen Unternehmern inspirieren lassen. 45 Gründer berichten von Ihren eigenen Erfahrungen, geben wertvolle Tipps und teilen ihre Inspirationen mit den Lesern. Weitere Infos über “Hinter den Kulissen”

Foto: New Idea from Shutterstock.com

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.