IPO noch 2015 Nun soll auch noch HelloFresh an die Börse

Auch HelloFresh soll an die Börse - und zwar noch in diesem Jahr. Mit nicht einmal 100 Millionen Euro Umsatz ist HelloFresh aber derzeit noch ein recht kleiner Fisch im Rocket-Imperium. Da muss das Unternehmen nun schnell wachsen, damit sich die Sache für alle Beteiligten so richtig lohnt.
Nun soll auch noch HelloFresh an die Börse

Der Berliner Inkubator Rocket Internet macht nicht nur seine Ableger Global Fashion Group (GFG) und Global Online Takeaway Group (GOTG) fit für einen Börsengang, sondern auch den Lebensmittelversender HelloFresh. Wobei es Spekulationen über einen Börsengang von HelloFresh schon im vergangenen Jahr gab. Nun scheint die Sache aber deutlich konkreter: Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Kreise berichtet, heuerte das Unternehmen “bereits Berater für eine mögliche Erstnotiz in diesem Jahr an”.

Damit wird die schon lange Liste von möglichen Börsengängen immer länger – siehe “Neue IPO-Pläne bei Rocket (und weitere Börsenträume)” sowie “Start-ups, die wir wohl bald an der Börse sehen werden“.

Seit Ende Dezember 2011 liefert Hellofresh seinen Nutzern Zutaten und passende Rezepte ins Haus. Momentan ist das Start-up unter anderem in Deutschland, Österreich, Großbritannien, den Niederlanden, Australien und den USA unterwegs. Ursprünglich stammt das Konzept, Zutaten und Lebensmittel zu liefern, aus Schweden, wo Middagsfrid – gegründet von Kicki Theander – schon seit 2007 für das friedliche Familienzusammensein sorgt (Middagsfrid = “Abendessenfrieden”). Zu den Investoren des Start-ups gehören neben Rocket Internet auch Phenomen Ventures, Insight Venture Partners, Vorwerk Ventures, Holtzbrinck Ventures (auch an ds beteiligt) und Kinnevik. Insgesamt flossen somit bisher über 170 Millionen Euro in HelloFresh. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Hellofresh einen Umsatz in Höhe von 70 Millionen Euro. Zuletzt bewertete Rocket Internet HelloFresh mit 623,8 Millionen Euro. Rocket Internet hält 51,7 % an HelloFresh.

Mit nicht einmal 100 Millionen Euro Umsatz ist HelloFresh aber derzeit noch ein recht kleiner Fisch, da muss das Unternehmen aber schnell wachsen, damit sich die Sache für alle Beteiligten so richtig lohnt. Auch Rocket-Chef Oliver Samwer muss hier sein Gesicht wahren, bezeichnete er den Börsengang von Windeln.de doch kürzlich als eher kleinen IPO. Und windeln.de erzielte 2014 immerhin einen Bruttoumsatz in Höhe von 130 Millionen Euro. Bei der Bewertung hat HelloFresh aber die Nase vorn, windeln.de wurde zum Börsengang mit knapp 500 Millionen Euro bewertete.

Hausbesuch bei HelloFresh in New York

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Während der German NYC Week konnten wir auch bei HelloFresh reinschnuppern. Das US-Team des Start-ups sitzt in einem Raum bei BMW i Ventures. Einige Eindrücke der kleinen, aber feinen amerikanischen HelloFresh-Welt gibt es in unserer Fotogalerie.

Foto: Female hands cooking healthy dinner at kitchen from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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