Lebensmittel-Lieferung an die Haustür: supermarkt.de ist online

Es ist soweit: Der Onlinedienst supermarkt.de (www.supermarkt.de) beliefert Hanseaten ab sofort termingenau mit Lebensmitteln aller Art. Anfang September kündigte deutsche-startups.de den baldigen Start des neuen Liferdienstes an. Pünktlich zum Adventsgeschäft öffnet der Hamburger […]
Lebensmittel-Lieferung an die Haustür: supermarkt.de ist online

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Es ist soweit: Der Onlinedienst supermarkt.de (www.supermarkt.de) beliefert Hanseaten ab sofort termingenau mit Lebensmitteln aller Art. Anfang September kündigte deutsche-startups.de den baldigen Start des neuen Liferdienstes an. Pünktlich zum Adventsgeschäft öffnet der Hamburger Online-Supermarkt mit dem perfekten Namen nun seine Pforten. Damit bekommt der Online-Lebensmittelhandel neuen Input; obwohl das Konzept hierzulande im Ländervergleich noch eher skeptisch beäugt wird, scheint die Zeit langsam reif für diese Art von Onlinedienst. Zum Start wirbt das Start-up in Hamburg mit einer Postwurfsendung: Auf vier Seiten bietet das Prospekt Angebote und Infos zum Konzept (siehe unten).

Das Team um Dominik Mühl und Arne Stock, die von der Kabs-Gruppe (Kabs Polsterwelt, moebel.de und Co. unterstützt werden, hebt bei seinem Service vor allem auf den Vorteil der Planbarkeit ab: „Unsere Kunden haben die Möglichkeit, ihren Lieferungszeitraum stündlich genau zu planen – das ist deutschlandweit einzigartig“, erklärt Mühl. Wer bis um 19 Uhr bestellt, bekommt die Lieferung am nächsten Morgen ab acht Uhr zum Wunschtermin geliefert – bis um 22 Uhr. Auch samstags fahren die Kuriere zwischen 9 und 20 Uhr Lebensmittel aus. Zum Start lockt das Hamburger Unternehmen mit kostenlosem Lieferservice. Später werden sich die Lieferkosten zwischen 1,95 und 4,95 Euro bewegen, der Mindestbestellwert beträgt 25 Euro.

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Um auch für die moderne, anspruchsvolle Zielgruppe interessant zu sein, setzt supermarkt.de auf die Themen „Bio“ und Umweltbewusstsein: Viele Obst- und Gemüseprodukte entstammen biologischem Anbau aus dem Umland. Umweltbewusste Kunden können sich die Nahrungsmittel zur „grünen Stunde“ liefern lassen: Grün markierte Felder zeigen bei der Bestellung an, wann in der eigenen Nachbarschaft bereits Lieferungen geplant sind. Wer die eigene Lieferzeit daran anpasst, verhindert Einzelfahrten und bekommt zusätzlich einen vergünstigten Lieferpreis.

Obwohl die Deutschen im Vergleich zu Nachbarländern wie Großbritannien, die Niederlande oder der Schweiz noch sehr zögerlich sind beim Onlinekauf von Nahrungsmitteln, gibt es hierzulande immer mehr Anbieter: Froodies (www.froodies.de), Lebensmittel.de (www.lebensmittel.de) und Lieferladen (www.lieferladen.de) sind schon länger dabei, demnächst gehen food.de (www.food.de) und Emma-Mobil (www.emma-mobil.de) an den Start. Daneben ziehen große Lebensmittlerhändler wie Rewe und Kaisers Tengelmann kräftig mit. Einen Platzhirschen gibt es aktuell noch nicht.

Wie dem auch sei: Das potentielle Marktvolumen ist riesig und die Bereitschaft, sich Lebensmittel an die Haustür liefern zu lassen, wird in den kommenden Jahren stark zunehmen. Problematisch bleibt höchstens die Tatsache, dass viele Lieferdienste aus wirtschaftlichen Gründen nur in Ballungszentren und Großstädten liefern. Dabei ist gerade der ländliche Raum prädestiniert für diesen Onlineservice, da die Supermarkt-Abdeckung hier wesentlich geringer ist. Nun muss sich erweisen, welche Anbieter ganz vorne mitziehen und welche in die Fußstapfen von netconsum.de treten: Der Online-Supermarkt belieferte schon vor zehn Jahren Haushalte mit Lebensmitteln, konnte sich aber nicht lange am Markt behaupten.

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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.



  1. Sascha

    braucht kein Mensch. Ich lasse mir nicht von irgendwo ökologisch inkorrekt die Sachen durch die Wallachei fahren. Blödsinn.

  2. Dann dürftest du rein theoretisch nichts aus dem Internet bestellen… weil alle Bestellung aus dem Netz durch die Wallachei fahren :-) + deine eigene Fahrt zum nächsten Supermarkt ebenfalls ökologisch inkorrekt wäre!



  3. Daniel

    @Sascha
    bin mir nicht sicher, ob das wirklich so inkorret ist.
    Wenn etwa 20 Haushalte aus einem Stadtviertel von supermarkt.de mit optimiertem Routenplan beliefert werden, könnte das ökologisch korrekter sein, als wenn jeder selbst zum Supermarkt fährt.
    Vermutung: Wenn das Konzept bekannt wird und viele die grüne Stunde nuten, könnte das auch der Umwelt nutzen.



  4. Klaus

    Interessant vor allem für diejenigen, die sich aus beruflichen, persönlichen oder gesundheitlichen Gründen nicht durch die Wallachei bewegen können.

    Viel Erfolg.

  5. Gute Idee, nur die Leute die diesen Service am meisten bräuchten ( z.B. Allein lebende auf dem Lande) werden davon leider wieder mal nicht profitieren.

  6. Super Projekt, und (abweichend von vielen ganzen anderen Startups) mit SUPER TOP Domainname!



  7. John

    Spannend. Ob sich das wohl durchsetzt…



  8. John

    Webvan… das war der Name der mit einfällt ;)
    Die Aldi getrimmten Kunden sind kaum dafür zu gewinnen, aber mal sehen. Rewe usw. versucht es ja auch.



  9. Siegmar

    Hm – ich glaube nicht, dass sich so ein Konzept mit der Lebensmittellieferung so richtig durchsetzt – oder vielleicht bin ich hierfür einfach nicht der richtige Typ!?

  10. Pingback: Blog von Jens Ihnow



  11. Frank

    “Obwohl die Deutschen im Vergleich zu Nachbarländern wie Großbritannien, die Niederlande oder der Schweiz noch sehr zögerlich sind beim Onlinekauf von Nahrungsmitteln, gibt es hierzulande immer mehr Anbieter: ”

    Bitte nicht vielen (regionalen) Biokistenlieferanten vergessen, die haben da einige Vorarbeit geleistet.

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