Mobile Musikflatrate: Musikdienst simfy drängt aufs Telefon

Beim Musikdienst Simfy (www.simfy.de) bleibt derzeit keine Zeit zum Luft holen. Seit dem Bündnis mit Music Networx, dem Betreiber des Livemusikdienstes Concert Online, der inzwischen simfy live (www.simfylive.de) heißt, sorgt das kleine Start-up […]
Mobile Musikflatrate: Musikdienst simfy drängt aufs Telefon

Beim Musikdienst Simfy (www.simfy.de) bleibt derzeit keine Zeit zum Luft holen. Seit dem Bündnis mit Music Networx, dem Betreiber des Livemusikdienstes Concert Online, der inzwischen simfy live (www.simfylive.de) heißt, sorgt das kleine Start-up regelmäßig für Schlagzeilen. Nun schickt simfy seine – kürzlich angekündigte – überarbeitete Version und ein Premium-Angebot ins Rennen.

Die wichtigste Neuerung betrifft zunächst einmal die Songauswahl: Durch Vereinbarungen mit allen Majorlabels und etlichen Independentlabels sind bei simfy nach eigenen Angaben nun mehr als 6,2 Millionen Titel verfügbar. Zuletzt stieg EMI zum erlauchten Kreis der Lizenzgeber. Warner Music ist mit einer Einschränkung dabei: Die Songs des Majorlabels sind nur für Nutzer des neuen Aboangebotes verfügbar. “Der Abodienst von simfy ist nutzerfreundlich, flexibel und sehr umfangreich. Gleichzeitig garantiert simfy eine angemessene Vergütung für Künstler und Labels.”, sagt Marec Lerche, Senior Manager Business Development bei Warner Music. Und auch die Gema ist bei der neuen Version von simfy an Bord. Eine Einigung, die dem Musikdienst Spotiy bisher verwehrt blieb.

Auch künftig ist die Basisversion von simfy kostenlos. Mit der Premium-Variante wird der Musikdienst zum mobilen Abspielgerät. Nutzer von Smartphones können ihre Playlists so überall mitnehmen. Das Besondere daran: Der Service, der auf dem iPhone und allen Androidgeräten funktioniert, läuft auch im im Offline-Modus. Die mobile Musikflatrate kostet 9,99 Euro pro Monat. Für Schüler und Studenten soll es demnächst ein Rabattabo für 6,99 Euro geben. Gerade die Verbindung mit dem Handy dürfte simfy ordentlich Schub geben. Weiteren Schub wird sicherlich die angekündigte Desktop-Applikation geben. simfy-Macher Christoph Lange drückt unterdessen weiter aufs Tempo und kündigt schon die nächste Offensive an: Nach dem Relaunch plane simfy auf dem europäischen Markt zu expandieren.

“Ein einzigartiges Angebot”

Doch damit noch immer nicht genug: Neben dem Musikdienst simfy und der Konzertmitschnittplattform simfy live forciert das junge Doppel-Unternehmen auch den Ausbau von simfy for brands, einem White-Label-Angebot für Musikstreaming, welches bereits von Coca Cola, piczo.com und spickmich.de eingesetzt wird. “Durch die Verbindung von Musikplattform, Live-Musik-Vermarktung und Marketingberatung entsteht hier ein einzigartiges Angebot. Wir führen die Interessen von Musikliebhabern und Künstlern wie Produzenten zusammen. Dabei ist simfy ein zentraler Partner der Musikindustrie und liefert eine langfristig tragfähige Lösung als Gegenpol zur Musikpiraterie”, sagt Gerrit Schumann vom simfy Mehrheitsgesellschafter Music Networx.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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