Neue Finanzspritze für AdScale

Gleich zwei interessante Neuigkeiten aus dem Hause AdScale (www.adscale.de). Zum einen hat der Online-Marktplatz für Werbung die zweite Finanzierungsrunde abgeschlossen, zum anderem vermeldet das Unternehmen eine spannende Personalie. Aber der Reihe nach: Die […]

Gleich zwei interessante Neuigkeiten aus dem Hause AdScale (www.adscale.de). Zum einen hat der Online-Marktplatz für Werbung die zweite Finanzierungsrunde abgeschlossen, zum anderem vermeldet das Unternehmen eine spannende Personalie. Aber der Reihe nach: Die beiden Start-Investoren Holtzbrinck Ventures und European Founders Fund (beide auch an deutsche-startups.de beteiligt) unterstützen AdScale in der zweiten Finanzierungsrunde noch einmal “mit einem mittleren einstelligen Millionenbetrag”. Über die Höhe der ersten Finanzierungsrunde – an der auch Oliver Jung und Lukasz Gadowski beteiligt waren – ist nichts bekannt.

Mit dem ehemaligen TradeDoubler-Geschäftsführer Matthias Pantke verstärkt zudem eine in der Branche bekannte Person die Geschäftsführung des Münchner Unternehmens. “Wir haben mit Matthias Pantke einen geschäftsführenden Gesellschafter gewonnen, der in der Vergangenheit seine Fähigkeiten als Branchenexperte im digitalen Marketing eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat”, sagt AdScale Gründer Klaus von Doemming. Vor TradeDoubler arbeitete Pantke als Head of Sales bei SevenOne und als Leiter Marketing/Verkauf der Geschäftsleitung bei Sport1. “Nach meiner Zeit bei TradeDoubler und ProSiebenSat.1, freue ich mich auf eine neue Herausforderung bei einem jungen, innovativen Unternehmen. Ich bin mir sicher, den bisherigen Erfolg von AdScale in den nächsten Jahren weiter auszubauen und festigen zu können”, sagt Pantke.

16 Millionen Page Impressions und 600 Websites

Der Werbe-Marktplatz AdScale ging im September des vergangenen Jahres nach fünf Monaten Produktentwicklung an den Start. Über die Plattform können “Websitebetreiber jeder Größenordnung ihre Werbeflächen an den meistbietenden Werbetreibenden versteigern”. Durch ein Echtzeit-Auktionsmodell garantieren die beiden Gründer “immer den optimalen Preis für die eingestellten Werbeflächen”. Nach Unternehmensangaben sind bei AdScale inzwischen pro Tag über 16 Millionen Page Impressions auf über 600 Websites verfügbar.

Artikel zum Thema
* Die Beteiligungen des European Founders Fund im Überblick
* Die Beteiligungen von Holtzbrinck Ventures im Überblick
* Zehn Fragen an Klaus von Doemming von AdScale
* AdScale legt los
* AdScale versteigert Werbeflächen

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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  2. Thomas

    600 Millionen PIs verfügbar ist ja ganz nett aber die vermarktete Fläche dürfte gering ausfallen. Abgesehen davon dass die C-Reichweite nicht gerade attraktiv ist lässt sich der Buchungsprozess auch fast nie erfolgreich beenden. Das Original zu kopieren und zu verstehen sind definitiv zwei unterschiedliche Dinge. Die buchbaren Kategorien lassen auch die Frage offen wo z.B. Portale wie MyVideo.de einsortiert werden.

    Mir ist es daher absolut unverständlich wieso weiter investiert wird. Jemand eine Erklärung?

    Beispiel:
    > Neuer Banner
    > Skyscraper
    > Kategorie: Finanzen
    Ergebnis: Anzeige springt von 1,3 Mio PIs kurz auf 2.000 Pis und dann wieder zurück auf 1,3 Mio PIs. (Fehler)
    > Eingabe des Keywords: Versicherungen
    Ergebnis: 0 Page Impressions auf 0 Websites

    Alternatives Beispiel:
    > Neuer Banner
    > Skyscraper
    > Kategorie: Alle Kategorien
    Ergebnis: Anzeige springt von 1,3 Mio PIs
    > Eingabe des Keywords: Autos
    Ergebnis: 1.135 Page Impressions auf 1 Websites



  3. Mirko Riedel

    Ja ich habe eine Erklärung. Die Investoren Holtzbrinck und Samwer Gebrüders sind exitorientierte Investoren. Indem man offiziell die Bewertung durch höhere Finanzierungsrunden nach oben treibt, ergibt sich ein höhere Exitpreis.



  4. Markus

    @ Thomas
    Ich finde die Idee von Adscale interessant.

    Aber mich interessiert auch wie du gesagt hast eher die monatliche Umsätze als die PIs oder die Anzahl der Webseiten, denn der deutsche Online Markt ist viel ineffizienter. Die Anzahl der PIs und Webseiten ist interessant aber Adscale sieht für mich aus wie ein “unbalanced market”. Es gibt viele Angebote aber wenig Käufer”.

    Von daher sind die PIs und Anzahl an Webseiten keine Erfolgsindikator. Ein Vergleich mit http://www.adjug.co.uk zeigt dies.

    Adscale bedient ja mehr den “long tail market”. Der Punkt is aber, dass der “log tail market” nicht so profitabel ist. Ich würde mich nicht wundern, wenn Adscale bald auch den “meaty middle” auch bedient.

    Aber mit Mathias Pantke, haben die Jungs ein großes Tier reingeholt. Sehr kluge Entscheidung. Hätte ich auch gemacht. Gratulation.

    Ich glaube, dass sie das Geld benötigen, weil die Konkurrenz größer wird. Ohne eine starke finanzielle Basis wird es ansonsten schwer.

    Adjug.co.uk wird bald auf de deutschen Markt eintreten.

    Right Media hegt momentan auch Pläne in den deutschen Markt eizutreten. Right Media verfügt über eine viel bessere Technologie und eine große Marketing-Kriegskasse.



  5. Stefan

    Ich hatte es auch schon mal versucht, da was zu buchen. Das System ist noch sehr buggy.

    Zudem glaube ich nicht, dass die deutsche Media- bzw. Agenturlandschaft das System akzeptieren wird. Mich würden auch mal die tatsächlich vermittelten Kampagnen interessieren. Die Anzahl der buchbaren PVs ist absolut wertlos.



  6. Felix

    Felix is hier vielleicht besser als Biernot ;)

    Ein wenig Gewinn werden sie wohl erwirtschaften können. Aber an Größen wie ValueClick etc werden sie niemals ran kommen.



  7. Michael

    @Biernot, richtig. Mich würde allgemein mal interessieren, wieso die CopyCats auch regelmäßig das Design nahezu 1zu1 übernehmen. Damit will ich nicht sagen, dass sie einfallslos wären – allerdings denke ich, könnte man ein Copycat durchaus attraktiver gestalten, als das Original!…..aber das würde wohl zu viel Eigeninitiative erfordern…



  8. Michael

    Hab mir mal den Spaß erlaubt, die beiden Startseiten übereinanderzulegen.

    Noch Fragen?

    Quellen: http://www.adscale.de/ bzw. http://www.adbrite.com/



  9. Felix

    @ Michael
    Die Jungs wollen halt 100% sicher gehen nichts falsch zu machen ;)
    Hat ja schließlich beim StudiVZ auch geklappt…



  10. Michael

    Muss ich jetzt eigentlich Abmahnung auf Grund von Urheberrechtsverletzungen fürchten? (ernst gemeinte Frage)



  11. tim

    LOL

    Das nenne ich mal eine “beeindruckenden” Screenshot”. Danke an Dich Michael :-)

    Abmahnen mußt Du nicht befürchten, denn Du benutzt ja nicht deren Layout etc., sondern stellst es nur dar. Man könnte es auch schon fast als “vergleichende” Kunst sehen ;-)



  12. Felix

    Mh. Aber dennoch interessant wie es sich mit Screenshots rechtlich verhaelt.

    Hat jemand Beispiele?



  13. Michael

    HEY, nu macht mich hier nich wuschig! Kann das Wort “Recht[…]” nimmer lesen! ;)

  14. Aus Publishersicht ist AdScale ziemlich uninteressant, da die erzielten Preise weit unter dem anderer Netzwerke liegen.
    Bei tatsächlich erzielten TKPs von 5-15 Cent macht es nicht wirklich Spaß eine Werbefläche anzubieten. Zudem bin ich seit Oktober angemeldet und habe noch keine Auszahlung bekommen.



  15. Mellow

    Über die Buchungs-Zahlen braucht man eigentlich nicht zu spekulieren. Wir haben Ende Oktober 2007 fünf Kampagnen gestartet bei Adscale gestartet. Damals war die Kampagnen-ID noch zweistellig. Adscale startete Anfang August und hat demnach in 3 Monaten keine 100 Buchungen zusammenbekommen.

    Nachdem die Zahlen mehr als mies waren, haben wir es in der letzten Woche noch einmal probiert. Drei Monate nach dem ersten Test ist Adscale nun bei ID 3xx.

    Im Klartext:
    August 2007 – Januar 2008 = unter 400 Kampagnen

    Großzügig gesehen, macht das ein Volumen von 60 Kampagnen im Monat. Bei TKPs die weit unter dem Gefrierpunkt liegen, frage ich mich, wie Adscale hier noch Geld verdient. Das die Investoren dort auch noch Millionensummen reinpumpen, lässt mich nicht mehr an der Existenz einer 2.0-Bubble zweifeln.

  16. Pingback: WhatsYourPlace » Blog Archive » AdScale - ein Erfahrungsbericht

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