DuMont Venture geht an den Start

Der Verlag M. DuMont Schauberg (u.a “Kölner Stadtanzeiger”, “Express” und “Frankfurter Rundschau”) will künftig im großen Stil in digitale Medien investieren und hebt deswegen die Beteilungsgesellschaft DuMont Venture aus der Taufe. Ziel: Die […]

Der Verlag M. DuMont Schauberg (u.a “Kölner Stadtanzeiger”, “Express” und “Frankfurter Rundschau”) will künftig im großen Stil in digitale Medien investieren und hebt deswegen die Beteilungsgesellschaft DuMont Venture aus der Taufe. Ziel: Die Reichweite der Verlagsgruppe in den neuen Medien “durch ein zukunftsorientiertes Portfolio von Beteiligungen” auszubauen. Konstantin Neven DuMont und Christian DuMont Schütte, die Geschäftsführer von M. DuMont Schauberg, wollen sich vor allen “verstärkt an kreativen Online-Unternehmen beteiligen”. Vorbild für die Ausgründung der Beteiligungstochter dürften die beiden bekannten Verlagsableger Holtzbrinck Ventures und Burda Digital Ventures gewesen sein.

Geschäftsführer der neuen Gesellschaft ist Jörg Binnenbrücker – zuletzt Senior Investmentmanager beim High-Tech-Gründerfonds. “Wir wollen ausgezeichnete Teams und Unternehmen finden, Synergien mit bestehenden Marken des Verlages schaffen und so ein erfolgreiches Portfolio aufbauen”, sagt Binnenbrücker. Schon bald will der 36-Jährige erste Beteiligungen verkünden. Das Kölner Medienhaus M. DuMont Schauberg machte im Sommer mit der Beteiligung am Social-Bookmark-Dienst oneview (www.oneview.de) erstmals in der Web-2.0-Welt auf sich aufmerksam.

Zudem hat der Traditionsverlag bei der Kleinanzeigenplattform kalaydo, dem Ticketanbieter KölnTicket und dem Multi-Channel-Versandhandel Magazzo seine Finger im Spiel. Einige Beteiligungen sollen nun offenbar in das Portfolio von DuMont Venture übergehen. Eine strategische Partnerschaft mit der Verlagsgruppe Madsack (VGM) sorgt ebenfalls für Zuwachs im Portfolio. M. DuMont Schauberg hat sich eben erst an einigen jungen Unternehmen des VGM-Ablegers Madsack Media Lab beteiligt – darunter die Arztbewertungsplattform DocInsider (www.docinsider.de) und radio.de sowie zwei noch nicht genannte Projekte. Die Rheinländer halten an allen Unternehmen 10 %.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.