nicknumber vergibt Zweitnummern

Die eigene Telefon- oder Handynummer ist vielen Menschen heilig. Selbst im Telefonbuch möchten einige Leute – aus Angst vor Telefonspam – nicht mit ihrer Nummer erscheinen. Von einer Veröffentlichung im Internet ganz zu […]
nicknumber vergibt Zweitnummern

Die eigene Telefon- oder Handynummer ist vielen Menschen heilig. Selbst im Telefonbuch möchten einige Leute – aus Angst vor Telefonspam – nicht mit ihrer Nummer erscheinen. Von einer Veröffentlichung im Internet ganz zu schweigen. Italo Adami, Markus Haas und Kamran Hedjrat von finocom wollen diesen und vielen anderen Menschen nun mit einer Wegwerfnummer helfen. Über “nicknumber” kann sich fast jeder eine Zweitnummer aus seinem Ortsnetz zulegen. Nach Unternehmensangaben sind zurzeit etwa 100 Ortsnetze verfügbar. Diese Rufnummer kann jeder Nutzer auf seine Handy- oder Festnetznummer bzw. auf den Online-Anrufbeantworter von \’nicknumber\’ weiterleiten”, sagt Adami.

Als Anwendungsmöglichkeiten für die Zweitnummer nennen die Kölner Partnerbörsen, Social Networks, Blogs, Auktionshäuser, Kleinanzeigenmärkte und Gewinnspiele. “Darüber hinaus bieten wir den \’nickbutton\’ an, den man als Widget in seine Website einbinden kann”, sagt Adami. Besucher der Webseite könnten so den Betreiber mit einem Klick anrufen oder eine Sprachnachricht hinterlassen. “Auf diese Weise kann man im Internet seine echte Nummer geheim halten und ist trotzdem erreichbar.” Ein weiterer Service von “nicknumber” nennt sich “virtuelles Vorzimmer”. Damit lassen sich eingehende Anrufe vorselektieren. Die Anrufer müssen dabei erst ihren Namen und den Grund des Anrufs nennen. Anschließend wird der Anrufer in die Warteschleife geschoben und die Nachricht dem “nicknumber”-Nutzer vorgespielt. Auf diese Weise sollen unerwünschte Anrufer keine Chance haben.

Weiterleitung ist kostenpflichtig

Die Einwegrufnummer, der \’nickbutton\’ und die Weiterleitung auf den Anrufbeantworter sind kostenlos. Lediglich die Weiterleitung aufs Handy oder ins Festnetz kostet Geld. 15,9 Cent bzw. 2,4 Cent pro Minute muss der Nutzer zahlen. Die Anrufer zahlen selbstverständlich immer nur den Ortstarif bzw. bei einer vorhandenen Flatrate gar nichts. Der Dienst der finocom AG ist seit Ende August im öffentlichen Betatest. Die Rheinländer statten ansonsten Communitys mit Telefondiensten aus. Die Web-Community “jux.de” beispielsweise setzt den Service finoCommunity ein. Damit können die Mitglieder der Plattform anonym miteinander telefonieren.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.