Cyworld steht in den Startlöchern

Im Herbst kommt das Social Network “Cyworld” nach Deutschland. Im koreanischen Heimatmarkt sind laut Pressemitteilung “über 90 % der Koreaner zwischen 20 und 30 Jahren” Mitglied bei der bunten Community, die von der […]
Cyworld steht in den Startlöchern

Im Herbst kommt das Social Network “Cyworld” nach Deutschland. Im koreanischen Heimatmarkt sind laut Pressemitteilung “über 90 % der Koreaner zwischen 20 und 30 Jahren” Mitglied bei der bunten Community, die von der Telefongesellschaft SK Communications betrieben wird. In Deutschland bringt die Tochter des koreanischen Mobilfunkanbieter SK Telecom das jugendliche Netzwerk gemeinsam mit T-Venture an den Start. Die Cyworld Europe GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main wurde bereits im Juli 2006 gegründet.

Hierzulande soll “Cyworld” Menschen zwischen 18 und 25 Jahren ansprechen. Die Macher versprechen ihrer jugendlichen Zielgruppe ein “neuartiges, werbefreies Social-Networking-Portal”. Alle Mitglieder können sich bei “Cyworld” in einem eigenen Raum der Webgemeinde präsentieren. Ihr Alter Ego namens “Me” können die Nutzer dabei ganz nach ihren Wünschen mit T-Shirts, Hosen oder Schuhen einkleiden. Gleiches gilt für den sogenannten “Room”. Möbel, Tiere, Motorräder – für alles ist in der eigenen “Cyworld” Platz. Der Vielfalt sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. Alle diese virtuellen Güter müssen die Nutzer selbstverständlich bezahlen. Die Währung in der digitalen Welt heißt “Coins”. Womit dann auch das Geschäftsmodell des Netzwerkes, das auch in China, Japan, Taiwan, Vietnam und den USA schon online ist, klar umrissen ist.

Jeder kann Waren kaufen und verkaufen

Für die Betreiber sind die vituellen Waren zudem “eine ideale Möglichkeit für Unternehmen und Partner ihre Markenprodukte in digitaler Form anzubieten”. Vermutlich dürfen die Nutzer ihren Ebenbildern bald Markenschuhe anziehen, bekannte Erfrischungsgetränke in ihr Cyberheim stellen oder aktuelle Filmposter an die Wand hängen. Neben Firmen sollen auch Künstler, Modedesigner und Musiker die Möglichkeit erhalten, ihre eigenen Produkte wie Bilder, Kleidung oder Musik anderen Mitgliedern anzubieten und zu verkaufen. Die Einnahmen “werden mit dem Mitglied, das das Gut verkauft, geteilt”. Neben dem Kaufen und Verkaufen von digitalen Waren aller Art können die “Cyworld”-Nutzer sich zudem in Blogs und Gruppen austoben sowie Nachrichten in Pinnwänden auf den Seiten anderer Nutzer hinterlassen, Fotoalben anlegen und Kontakte zu anderen Mitglieder knüpfen. Noch ist es aber nicht so weit: Derzeit ist “Cyworld” noch im geschlossenen Betatest.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Man munkelt auch, dass iMode noch das große Comeback erfahren wird ;-) Viele interessante Trends aus Asien lassen sich leider nicht auf das europäische oder amerikanische Publikum projezieren… Man kann also gespannt sein…

  2. imode! Da waren die Erwartungen damals riesig. Hab ich dann aber auch irgendwann aus den Augen verloren.

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