Askerus dreht den Spieß um

Das Internet hat die Reisebranche in den vergangenen Jahren ordentlich durcheinander gebracht. Immer mehr Menschen buchen ihren Urlaub online. Für die meisten Menschen ist dabei die Angebotsvielfalt und der Preis entscheidend. Nie zuvor […]

Das Internet hat die Reisebranche in den vergangenen Jahren ordentlich durcheinander gebracht. Immer mehr Menschen buchen ihren Urlaub online. Für die meisten Menschen ist dabei die Angebotsvielfalt und der Preis entscheidend. Nie zuvor war es einfacher, den günstigsten Anbieter aus der Vielzahl an Möglichkeiten herauszufischen. Einen Nachteil hat diese inzwischen weit verbreitete Art den Urlaub zu buchen allerdings: Das Vergleichen aller Angebote kostet Zeit und individuelle Angebote findet man so nicht.

Tarek Moussa und Marco Simonis haben dieses Problem erkannt. Ihre Antwort heißt “Askerus“. Die beiden Ruhrgebietler beschreiben ihre Cyber-Plattform als “das erste nachfrageorientierte Online-Portal”. “Der Kunde gibt sein individuelles Urlaubsgesuch auf. Kostenlos natürlich. \’Askerus\’ vermittelt diesen Wunsch anonym an Partner-Reisebüros und die stellen ein maßgeschneidertes Angebot zusammen.” Damit der Urlaubssuchende nicht in einem Meer aus Anfragen ertrinkt, erhält er nur fünf Angebote. Erst wenn der Kunde ein Angebot öffnet, werden seine Daten an den entsprechenden Anbieter weitergeleitet. Der eigentliche Vertragsabschluss ist Sache von Kunde und Anbieter. Nur letztere müssen für “Askerus” bezahlen. Die Teilnahmegebühr für Reisebüros beträgt 19,95 Euro jährlich. Hinzu kommen lediglich 2 Euro für jedes unterbreitete Angebot an einen Kunden. Wobei nur die ersten 20 Angebote in Rechnung gestellt werden. Alle weitere sind kostenlos.

Gegründet haben die beiden Studenten Moussa und Simonis ihr Unternehmen im Juli 2006. Finanzielle Unterstützung erhielten sie dabei von den Business Angels Tobias Kollmann, Werner Hackenberg und Hans Krupp. Anfang November ging “Askerus” ins Netz. Ihr Nachfrageprinzip wollen die beiden Gründer schnell auf andere Branchen ausdehnen – beispielsweise auf die Themen Immobilien und Auto.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.